World’s Pillar

Not many pillars hold the world, only a single one

„There is only so much one man can do…“

Es gibt diese Redewendung, wenn etwas die Grundlage für etwas anderes darstellt, wenn etwas seine Existenz mehreren Prinzipien verdankt, wenn etwas sich generell auf etwas anderes stützt, dann spricht man in der Regel oft von Säulen. Die Drei Säulen der Demokratie, die Fünf Säulen des Islam, die Säulen der Identität, immer sind es Säulen, dabei bauen wir heute gar nicht mehr auf Säulen. Man könnte meinen, dass diese Ideen in den Köpfen der Menschen nur in Form von griechischen Tempeln existieren. Auf dieselbe Weise basiert unsere Welt, oder die Natur, wenn man so will, auf bestimmten Regeln, auf Naturgesetzen, auf grundsätzlichen Begebenheiten, ohne die unsere Welt nicht existieren könnte, zumindest nicht in der Form, in der wir sie kennen.

Ich denke jedoch nicht, dass die Welt von Säulen gestützt wird. Säulen tragen ein Objekt über dessen Schwerpunkt, und selbst wenn eine von ihnen fehlt, stürzt der Tempel nicht in sich zusammen, solange noch genügend andere Säulen da sind, die den Schwerpunkt stützen. Aber das ist nicht, wie die Welt funktioniert. Mehr noch, die einzelnen Prinzipien dieser Welt sind nicht voneinander abgegrenzt, sie sind ineinander verschlungen und stützen sich gegenseitig, bilden einen Teil anderer Prinzipien und vereinigen wiederum zahlreiche andere in sich. Nein, die Welt stützt, wenn man bei dem Bild bleiben möchte, nur eine einzige Säule, und die Prinzipien sind die unzähligen Materialien, aus denen diese Säule gegossen, geschlagen und geschmiedet wurde, nunmehr untrennbar miteinander verschmolzen. Eine Säule, so stark und mächtig, dass es unmöglich ist, sie zu zerstören, oder zumindest ist es noch niemanden gelungen.

Es ist mein Wunsch, diese Säule eines Tages in ihrer vollen Größe erfassen zu können. Ein Ziel, von dem ich heute noch weit entfernt bin. Immer wieder treffe ich auf Sachverhalte, die mir unbekannt sind und auf ganz anderen Regeln basieren, die mir fern sind. Aber ich treffe auch auf Dinge, die mit jenen in Kontakt stehen, die ich schon kenne und an die ich anknüpfen kann, und wenn ich diese verfolge und am Ende bei etwas lande, das ich schon untersucht habe, dann weiß ich, dass ich etwas erreicht habe. Und dann muss ich nur meinen Blick schweifen lassen und ich finde neue Materialien, die daran anschließen und die ich überprüfen kann. Ich bin mir bewusst, dass dies keine leichte Aufgabe ist und habe vor, mein ganzes Leben dieser Sache zu widmen.

„…but there is only so much one man can do.“

…aber da gibt es etwas, was mir immer noch Sorgen bereitet. Selbst, wenn es mir gelingen sollte, das Wissen der gesamten Welt zu ergründen, sobald ich sterbe, ist alles für immer verloren. Man müsste dieses Wissen irgendwie einfangen, es für kommende Generationen zugänglich machen, aber ich selbst kann dies nicht tun, mir fehlt dafür die Zeit; jede Sekunde, die ich dafür vergeude, ist eine Sekunde, die meiner Forschung fehlt. Und jede könnte den Ausschlag geben, dass ich mein lebenslanges Ziel letztlich nicht erreichen kann. Ich brauche jemanden, der bereit wäre, mir diese Last abzunehmen, jemanden, der intelligent genug ist, mein Wissen aufnehmen zu können, jemanden, der gut mit Worten umgehen kann und in der Lage ist, diese Prinzipien so darzustellen, dass auch andere sie verstehen können. Jemanden…wie sie

One day, I believe that I can understand that pillar to the fullest

Ich bin mit ihm zu einer Übereinkunft gekommen. Er würde mich konstant mit Informationen beliefern, während ich dafür sorge, dass sein Wissen auch weiter getragen wird. Das ist schon vor ein paar Jahren geschehen. Viele der Artikel, in denen ich etwas über unsere Welt geschrieben habe, verdanke ich ursprünglich ihm. Aber macht nur keinen Fehler, alle diese Artikel sind trotzdem nur von einer einzigen Person geschrieben worden, und niemand anderes als StarlinM00N wird jemals auf Mondsternlein Artikel verfassen. Das ist schließlich ihre Aufgabe: die Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses, die Fassade, die das Netzwerk nach außen hin trägt, und das Einzige, was ihr zu Gesicht bekommen werdet, sofern ich es nicht anders erlaube.

Auch der obige Abschnitt ist eigentlich von mir geschrieben worden. Genaim könnte gar nicht schreiben, er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, nachzudenken, zu Lesen und Wissen zu verschlingen. Aber manchmal, da beobachte ich ihn, wie er nachts im Bett liegend einfach nur an die Decke starrt und immer wieder dieselben Worte wiederholt. Es ist ein komisches Bild, wirklich, aber irgendetwas daran hat mich dazu bewegt, ihm zu helfen. Wir sind übrigens kein Paar oder sowas in der Art, unsere Beziehung ist um einiges komplizierter.

Natürlich ist es nicht so, dass ich selbst nichts von unserer Zusammenarbeit hätte. Gerade in meiner Position ist es ausgesprochen hilfreich, Informationen zu haben, und er besitzt wirklich ausgesprochen seltenes Wissen. Er ist ebenso wie ich ein Teil des Netzwerks: Dem Inquisitionsausschuss. Ein Teil, über den ich bisher geschwiegen habe. Aber vielleicht lasse ich mich dazu überreden, ein wenig mehr über das Netzwerk zu erzählen…

„…Fine. I’ll tell you.“
Continued in: The Philosophy of Manipulation

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