The Philosophy of Manipulation

Aus den Schatten erhoben...

Es mag den Anschein erwecken, dass StarlinM00N ihrer Aufgabe als Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses vom Netzwerk nur eher nachlässig nachkommt. Viel öfter schreibt sie über die Welt, Wissenschaft, Geschichten oder andere Dinge. Aber das stimmt nicht. Tatsächlich nimmt sie es mit ihrer Aufgabe sehr genau. In jedem dieser Artikel verbirgt sich eine kleine Wahrheit, zwischen den Zeilen vor dem unachtsamen Auge versteckt. Denn das Netzwerk ist überall. Doch dieses eine mal hat sich StarlinM00N entschieden, Klarheit zu schaffen…

Words are like clothing: they can cover something to make it look better, but they won’t change what’s inside.

Zuallererst: Das Netzwerk hat keinen Anführer, keinen König oder Präsidenten. Eine zentrale Führungskraft hat das Netzwerk nicht. Das Netzwerk besteht aus einzelnen, voneinander fast vollständig unabhängigen Gremien. Generell gibt es zwischen diesen so gut wie keinen Austausch – für Mitglieder des Netzwerks sind die anderen Gremien quasi unsichtbar. Dass ich überhaupt von deren Existenz weiß, hat…nun…mehrere Gründe. Vieles kann ich mir durch meine Arbeit im Öffentlichkeitsausschuss zusammenreimen, andere Informationen habe ich Genaim zu verdanken. Trotz allem gibt es viele Dinge, die mir über das Netzwerk verschlossen bleiben, und ob die Dinge, die ich glaube, zu wissen, auch tatsächlich so der Wahrheit entsprechen, ist eine ganz andere Frage.

Jedes Gremium besitzt einen Vorsitzenden, aber natürlich gibt es noch deutlich mehr Mitglieder. Und wenn ich ehrlich bin, ist der Unterschied zwischen einfachem Mitglied und Vorsitzenden eher marginal. So oder so steht man ständig vor der Gefahr, „entfernt“ zu werden, wenn man dem Netzwerk nicht dienlich ist. Dies funktioniert über das gegenseitige Überwachungsrecht, die einzige Kommunikation, die zwischen den Teilen des Netzwerks stattfindet. Jeder Ausschuss besitzt dieses Recht gegenüber jeweils zwei Gremien und wird wiederum von zwei anderen überwacht. Man erfährt also gezwungenermaßen, was in den Ausschüssen passiert, über die man selbst das Überwachungsrecht hat und kann die Mitglieder, deren Handeln einem nicht gefällt, „entfernen“ lassen.

Für diesen Zweck existiert die Zentrale Jurisdiktion. Sie hat selbst keine Rechte, sondern führt nur die Anfragen der Gremien aus. Zu den anderen Gremien gehören der Exekutionsausschuss, der sich den „entfernten“ Mitgliedern annimmt, und der Evolutionsausschuss, welcher für die Entwicklung neuer Technologien zuständig ist. Diesen beiden Gremien gegenüber habe ich das Überwachungsrecht. Genaim ist als Vorsitzender des Inquisitionsausschusses für die Informationsbeschaffung zuständig. Die Inquisition ist die Sinnesorgane des Netzwerkes, so wie der Öffentlichkeitsausschuss ihr Sprachrohr. Ansonsten ist mir noch der Interventionsausschuss bekannt, der sich mit der Beeinflussung der Welt beschäftigt. Was die anderen Gremien angeht…kann selbst ich nicht sagen.

Die Struktur des Netzwerks

Alleine hat das Netzwerk kein Gewicht. Erst zusammen hält es die Fäden der Menschheit in der Hand. Nur im Einklang ist es in der Lage, die Welt zu beobachten und die Realität ohne das Wissen ihrer Bewohner so zu beeinflussen, dass sie sich in die Richtung entwickelt, die das Netzwerk sich wünscht. Aber wir geben nicht einfach die Wege des Menschen vor. Erst in der Freiheit ergibt sich die wahre Manipulation. Der Mensch urteilt anhand von dem, was er als „normal“, als „gut“ oder als „richtig“ erachtet und entscheidet anhand dessen, aber dieses „normal“ existiert von vornherein erst, weil wir es normal gemacht haben. Wir lassen es dem Menschen frei, zu tun, was er will – aber was er will, das bestimmen wir.

Man fragt sich vielleicht, warum ich das alles erzähle. Es scheint vielleicht etwas widersprüchlich, so offen über eine geheime Organisation zu schreiben, die bisher vor den Augen der Menschheit verborgen blieb. Das ist ein wenig eine persönliche Neigung von mir. Obwohl es meine Aufgabe ist, zu täuschen, verachte ich Lügner zutiefst. Die Lüge ist das Mittel desjenigen, der mit der Wahrheit allein nicht auskommt, des Schwachen, des Inkompetenten. Viel geschickter erscheint es mir, nichts als die Wahrheit zu erzählen, aber sie auf solche Weise darzustellen, dass sie allen als eine Lüge erscheint. Es geht gar nicht so sehr um das Was, es geht vielmehr um das Wie. Und wann immer es ein Wie gibt, habe ich meine Finger im Spiel. Denn die Wahrheit kann auch täuschen – ebenso sehr wie eine Lüge.

In gewisser Weise funktioniert Bücher schreiben ganz ähnlich. Es geht auch darum, dem Menschen etwas mitzuteilen, ohne direkt das zu sagen, was man sagen will. Stattdessen kleidet man das Was in ein umfassendes Wie. Und obwohl es nicht die exakte Wahrheit ist, ist es nicht gelogen. Aber man muss das Geschriebene vielleicht unter einem anderen Blickwinkel betrachten, um auf die darin versteckte Wahrheit zu kommen. Im Grunde ist dies nichts anderes als Manipulation. Vielleicht, nein, ganz bestimmt ist das der Grund, warum ich Autor geworden bin. Und damit habe ich mir die Aufmerksamkeit eines weiteren Mitglieds des Netzwerks gesichert…aber das ist eine andere Geschichte.

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