BILD-Schlagzeile: Starlin M. (42) findet eure Bilder Scheiße, zeichnet ihre Eigenen.

Es ist mal wieder Zeit für einen Artikel, in dem Starlin ihre schändlichen Schandtaten zur Schau stellt. Ich hatte mal wieder ein umfangreicheres Zeichenprojekt und wollte mal wieder auf meinem Blog damit angeben, wie schlecht ich zeichnen kann. Freut euch also ein weiteres Mal auf fehlende Inspiration, versteckte Gliedmaßen und viel zu kleine Hände. Und bevor jemand fragt: Das Artikelbild oben (und generell alles, was in Farbe ist) ist nicht von mir. Wenn ein Bild von mir ist, erwähne ich das schon.

Ursprung für meinen Zeichendrang war das folgende Bild. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, war ich sooo~ fasziniert von dem Gesichtsausdruck gewesen. Der Rest des Bildes gefiel mir aber eher nicht. Und es hat sogar ein wenig gedauert, bis ich gemerkt habe, dass das Riko Sakurauchi sein sollte (mein Lieblingsidol von Love Live). Ich meine klar, Riko ist so ziemlich der einzige Charakter mit diesen metallic-purpurnen Haaren und bernsteinfarbenen Augen, aber Riko ist in meinen Augen eher elegant und unschuldig und der Stil und Körperbau in dem Bild passt finde ich gar nicht zu ihr. Ich fand das so Schade, weil dieser Blick ist so verdammt Hnnnng!

Also kam Starlin auf die Idee ihres Lebens: Ich könnte doch meine eigene Version von dem Bild zeichnen. Eine Idee, die zwar leider von vornherein zum Scheitern verurteilt war, denn das Beste an dem Bild ist wie gesagt der Gesichtsausdruck und die Haarfarbe, und wenn Starlin zwei Dinge nicht kann, dann ist das Gesichtsausdrücke so hinkriegen wie sie sich das vorstellt und mit Farben umgehen. Aber das hielt die sture Starlin nicht ab, es trotzdem zu versuchen.

Mit dem Kopf hat sie es dabei noch am Einfachsten, denn da hat sie ja schon eine Vorlage direkt vor sich, die sie einfach so genau wie möglich rekonstruieren musste. Die einzige Änderung, die ich machen wollte, ist diesen blöden Kaugummi da wegzumachen, denn sowas mag ich gar nicht. Aber alleine das war schon eine kleine Herausforderung, denn der Kaugummi verdeckte einen ziemlich wichtigen Teil des Kopfes, nämlich den Ansatz der Nase. Außerdem brauchte sie dann einen Mund, welcher den Gesichtsausdruck alleine schon total verändert – und ihr könnt euch vielleicht vorstellen, was passiert, wenn eine Yandere ihren eigenen Gesichtsausdruck zeichnen muss.

Übrigens gefällt mir auch total die Dynamik ihrer Haare, die Winkel, in welcher sich die Strähnen kräuseln, empfinde ich als sehr ästhetisch. Den Mund wollte ich am Ende nochmal umändern, wenn ich den Gesichtsausdruck richtig zeichne, aber naja, am Ende war ich zu feige und hab ihn doch einfach so gelassen. Auf alle Fälle ging es als nächstes an den Oberkörper, an den ich ja ein paar Veränderungen vornehmen wollte. Mit den Schultern hatte ich soweit kein Problem, weshalb ich mich auch da ungefähr ans Original gehalten habe, für den Rest brauchte ich aber ein wenig Anregung, wie man das am besten angehen kann, ohne dass es so aussieht, als hat da jemand einfach einen Kopf auf einen anderen Körper geklebt. Zufällig hatte ich zu dem Zeitpunkt ein Bild offen, das ungefähr meinen Vorstellungen entsprach:

Auch die Pose wollte ich ein klein wenig umändern, auch, um sie auf meinen minimal veränderten Gesichtsausdruck ein wenig anzupassen. Ich hatte dafür zwei unterschiedliche Ideen, ursprünglich wollte ich, dass sie die Hand ein wenig vor der Brust anwinkelt, so wie es in diesem Bild der Fall ist, aber dann kam mal wieder alles ganz anders als geplant und ich wollte die Brust auch nicht unbedingt mit der Hand verdecken. Ich bin nämlich schon ein wenig stolz, wie das Ergebnis geworden ist:

Ich finde fast, viel besser hätte man die Körperform nicht hinkriegen können. Zur Fertigstellung fehlte inzwischen nicht mehr viel, allerdings habe ich trotzdem echt lange gebraucht, um das Bild zu vervollständigen. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich mich immer nicht traue, es weiterzumachen, sobald mir ein Bild mal richtig gut gefällt,  weil jeder neue Strich bedeuten könnte, dass es schlechter aussieht als momentan. Und dieses Bild könnte sogar das beste Bild werden, was ich bisher gezeichnet habe, vor allem größtenteils aus eigener Kraft. Mein bisheriger Favorit war übrigens dieses Yoshiko-Bild, bei dem ich sehr nah am Original blieb und man erkennt sofort den Unterschied zu den Bildern, bei denen ich ohne Vorlage gearbeitet habe.

Ich verbrachte also am Tag mehrere Stunden alleine damit zu, mich einfach zu überwinden, weiterzuzeichnen. Problembereich war einerseits die linke Hand, welche sie in die Hüfte gestemmt haben sollte. Das fand ich aus der Perspektive aber schwierig umzusetzen und außerdem würde dann wieder eine Hand einen Bereich verdecken, der schon so beinahe perfekt aussieht. Außerdem hatte ich ziemliche Schwierigkeiten den Rock hinzukriegen, von dem ich auch noch keinen Plan hatte, wie er überhaupt aussehen soll. Als so einige Zeit verstrich (ver-Strich, kapiert?), stieß ich zufällig auf ein ganz bestimmtes Bild:

Und zwar handelt es sich um ein offizielles Artwork von Riko aus dem Love Live-Spiel. Das interessante ist daran, dass nicht nur das Outfit so ziemlich dem meines Ausgangsbildes entspricht, wenn man genau hinsieht, erkennt man sogar, dass exakt dieses Bild die Vorlage von meiner Vorlage gewesen ist. Wenn man nämlich auf die Art, wie sich das Haar in ihrem Side-Ponytail kräuselt, achtet, dann sieht man, dass der Zeichner viel aus diesem Bild übernommen hat.

Der Zeichner hat dann lediglich ein paar Veränderungen in seinem Sinne vorgenommen, was bei demjenigen wohl hieß, sie halb auszuziehen und lewder aussehen zu lassen, okay… also genau die Dinge, die ich quasi wieder rückgängig machen will… Übrigens dachte ich vor diesem Bild ja, ihre Haare sollten Twintails sein, aber im Endeffekt war das einfach nur Rikos typische längere Strähne. So macht es auch viel mehr Sinn, denn ein Side-Ponytail passt auch einfach viel besser zu Riko als Twintails. Ich fand das auf alle Fälle eine interessante Erkenntnis und das Bild hat mir auch zusätzliche Eindrücke gegeben, wie mein eigenes Bild aussehen soll.

Zunächst wollte ich meiner Riko ja erst einen Rock wie in dem zweiten Vorlagen-Bild geben, kam dann aber zu dem Schluss, dass das nicht wirklich zu meinen Ideen und dem ursprünglichen Design passt und habe dann im Endeffekt ein Kleid draus gemacht. Die Hand habe ich im Endeffekt von hinten an die Hüfte gestemmt gelassen. Das ist zwar feige, hielt ich aber von der Perspektive her durchaus angemessen. Zuletzt ging es dann halt noch daran, dem ganzen ein wenig Farbe zu geben, was bei mir wie ihr wisst heißt, dem Bild verschiedene Grautöne zu verpassen und die Linien nochmal nachzuziehen.

Und da ist es, mein fertiges Bild. Ja ich weiß, den Ärmeln fehlt die passende Jacke dazu, aber ich hielt es sinnvoller, es so zu lassen, als hinter ihr noch alles schwarz zu machen und ganz neu machen wollte ich die Ärmeln auch nicht.  Ein paar Änderungen hätte ich noch vornehmen können, aber dazu habe ich mich nach all der Arbeit einfach nicht mehr getraut. Was ich übrigens interessant finde ist, dass dieses Bild bei mir auf dem Papier nochmal einen völlig anderen Eindruck macht als für euch auf dem Bildschirm und ich glaube, das hängt mit der Perspektive zusammen.

Die Perspektive des Bildes ist ja, dass der Betrachter leicht von oben auf die Mitte des Bildes schaut. Nach unten hin wird somit alles kleiner, weil es einfach weiter weg ist. Nun wenn ich auf das Papier schaue, dann tue ich dies aber von unten, entgegengesetzt zur Perspektive des Bildes. Und diese beiden Perspektiven heben sich gegenseitig auf.  Am PC blickt man jedoch nahezu senkrecht aufs Bild, und das sorgt dafür, dass das Bild einen ganz anderen Eindruck hinterlässt.

So, damit habt ihr jetzt alles gesehen und gelesen, was es zu sehen gibt. Jetzt dürft ihr wie immer darüber lustig machen, wie schlecht ich zeichnen kann und wie einfallslos meine Designs sind.

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Ein Kommentar zu “BILD-Schlagzeile: Starlin M. (42) findet eure Bilder Scheiße, zeichnet ihre Eigenen.

  1. Baphomehmet sagt:

    42, soso.

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