Starlins erste Erfahrungen mit Nintendo Switch

Wer mir auf Twitter folgt, dem dürfte es schon aufgefallen sein, aber Starlin besitzt seit einiger Zeit eine Nintendo Switch. Für einen kurzen Zeitraum ja sogar zwei, aber das ist eine längere Geschichte, die ich in diesem Artikel auch erzählen werde. Denn in diesem Artikel will ich meine ersten Erfahrungen mit der Konsole erzählen. Dabei werde ich auf die positiven, aber auch die negativen Dinge eingehen, ohne daraus jetzt ein vollständiges Review zu machen, denn letztlich habe ich bisher darauf nur Super Mario Odyssey gespielt und auf die Spiele kommt es ja letztlich an.

Fangen wir mal an mit einer lustigen Geschichte, die mir beim Kauf der Konsole widerfahren ist. Ich habe die Konsole nämlich schon ein wenig vor dem Release von Super Mario Odyssey über Amazon bestellt, weil die Konsole dort wie so oft ein paar Euro billiger war als im Laden oder auch wie das Bundle mit dem Game. Das war auch keine einfache Entscheidung, denn das Bundle hätte die Controller im schönen Rot von Marios Mütze, während die reduzierte Konsole sich anscheinend versehentlich ein Paar unterschiedliche Socken angezogen hat und deshalb in diesem türkis und orange kam, was ich aus meiner Sicht nicht ganz so hübsch finde. Aber letztlich dachte ich mir dann, lieber spare ich die 15 Euro und spiele dafür mit hässlichen Controllern.

Jedenfalls kam meine Switch an und ich hatte zunächst auch geplant, ein Unboxing-Video zu machen, nur leider gefiel mir das Ergebnis überhaupt nicht und dann war der Speicher meines Aufnahmegeräts voll, also wurde daraus nichts. Der Super-Gau war dann aber, dass meine Konsole bereits ab Werk einen Defekt hatte, sie ließ sich nämlich nicht aufladen. Die Konsole hat, wenn man sie aus der Box holt, bereits so ungefähr 35% Akkuladung, doch egal wie ich das Ding ansteckte, ob mit Dock oder ohne, der Wert stieg einfach nicht. Solange ich die Konsole im Dock ließ, sank der Akkustand zwar auch nicht, aber so dürfte ich die Konsole halt nie herausnehmen oder unterwegs benutzen, da der Akku sonst immer leerer werden würde, bis er halt irgendwann komplett leer wäre.

Eine kleine Recherche im Internet ergab dann, dass das wohl ein bekannter Fehler ist, der in vielleicht einer aus tausend produzierten Switches auftritt. Ich hatte also einfach Pech und würde meine Konsole umtauschen müssen. Man hörte ja von ähnlichen Kinderkrankheiten auch schon bei PS4 und XBox, aber selbst war ich von Nintendo eigentlich Qualität gewohnt. Aber gut, vielleicht gab es solche Fälle auch früher schon, nur hatte ich halt einfach Glück und durch das Internet erfährt man jetzt auch viel eher davon. Ein bisschen angesäuert war ich deswegen aber trotzdem, vor allem, da inzwischen Super Mario auch erschienen war und ich hatte jetzt also auch das Spiel, aber es hatte keinen Sinn darauf zu spielen, weil ich auf der Ersatz-Konsole ohnehin noch einmal würde neu anfangen müssen.

Ich tauschte also die Konsole um – hätte es bei Nintendo machen können, aber bei Amazon ginge es sicher schneller und da hat man es auch einfacher mit der Garantie und Versand, weil die ja wissen, dass meine Konsole erst neu gekauft worden ist. Mein Pech wollte aber auch einfach nicht aufhören, denn es war erstmal Wochenende, dann Feiertag und in einigen Bundesländern direkt noch in Feiertag, also konnte ich wirklich ewig auf meine Ersatz-Konsole warten. Als sie dann am Ende der Woche immer noch nicht gekommen ist und der Bestellstatus auf Amazons Webseite irgendwie weggebuggt ist, schrieb ich denen eine Mail und bekam tatsächlich auch echt schnell eine Antwort. Und tatsächlich hatten die durch irgendeinen Fehler – wird wohl irgendwie mit den Streiks von denen man hört zusammenhängen – meine Ersatzkonsole noch nicht mal abgeschickt.

Das haben die dann umgehend in die Wege geleitet und ab da kam meine neue Konsole auch zum nächstmöglichen Zeitpunkt, nur leider war dann schon wieder Wochenende, also hieß es trotzdem wieder ein paar Tage warten… Die neue Konsole kam dann aber und funktionierte auch einwandfrei. Meine Unglücksstory hört da aber noch nicht ganz auf. Meine alte, defekte Konsole war nunmehr komplett leer gewesen und ließ sich gar nicht mehr starten, daher war es mir nicht möglich, vor der Rückgabe noch mal schnell alle meine Accountdaten und Speicherstände von der Konsole zu löschen. Dass dies noch einmal unangenehme Folgen haben würde, merkte ich erst diese Woche, fast einen Monat später…

Und zwar fiel mir im EShop der (neuen, intakten) Konsole auf, dass ich mir gar keine Spiele darauf runterladen darf. Warum? Weil meine alte, defekte Konsole immer noch als meine Hauptkonsole registriert war. Nur auf dieser kann man sich Spiele kaufen und herunterladen. Aber jetzt kommt’s: Um meine funktionierende Konsole als meine Hauptkonsole festzulegen, müsste ich in die Optionen meiner alten, defekten Konsole gehen und die Zuordnung dort erst mal aufheben! Aber die hatte ich schon lange nicht mehr, und selbst wenn, sie ging ja nicht mehr an. Also schrieb ich Nintendo eine Mail, ob die nicht serverseitig diese Verbindung aufheben können und das haben die dann auch ohne größere Probleme gemacht, ich musste ihnen halt nur erst einige Daten zur Verifizierung schicken, dass ich auch wirklich die Yandere war, die ich vorgab, zu sein.

Dabei entdeckte ich jedoch in meinem E-Mail Postfach eine kleine, unscheinbare Mail von Amazon. Es handelte sich dabei um eine Erinnerung, dass meine Rücksendung bei denen noch nicht angekommen sei und ich, sofern ich dies nicht schon getan habe, jetzt schnellstmöglichst meine alte Konsole fortschicken sollte, sonst müssten sie mich erneut für den Konsolenpreis belangen, da ich aus deren Sicht dann ja zwei Konsolen hätte. Noch dazu war der Preis, der in der Mail stand, sogar völlig falsch und hat ernsthaft die Mehrwertsteuer zweimal eingerechnet. Also musste ich ein weiteres Mal mit Amazon in Kontakt treten und auch diesmal wurde auf meine höfliche und ganz sicher nicht gewaltbereite Anfrage sehr schnell reagiert und mir versichert, dass ich diese Mail getrost ignorieren kann und meine Rücksendung planmäßig eingetroffen und auch bearbeitet worden ist.

Damit wärt ihr jetzt auf dem aktuellen Stand meiner Lebensgeschichte. Was lernen wir daraus? Naja, es sollte klar sein, dass auch große Firmen mit einer langen Erfolgsgeschichte wie Nintendo oder Amazon nicht unfehlbar sind. Wenn man mal auf so ein Problem stößt, dann sollte man sich einfach mit deren Kundenservice in Verbindung setzen und die lösen dann auch das Problem so schnell und gut sie können. Ich für meinen Teil habe jedenfalls nur positive Erfahrungen damit gemacht und bin Nintendo oder Amazon jetzt auch nicht böse, dass mal nicht alles ganz glatt gelaufen ist. Trotzdem merkt man speziell bei Amazon in letzter Zeit öfters schon, dass es bei denen interne Probleme gibt und man sollte sich vielleicht schonmal überlegen, ob man nicht doch lieber einfach mal vor die Tür geht und sich ein Spiel oder sonstwas auf das man sich echt freut lieber beim örtlichen Händler besorgt. Ist ja auch irgendwo klar, dass die mit der Zeit Personalmangel haben, wenn bei denen andauernd eine Yandere vorbeischneit und deren halbe Besatzung auslöscht.

So, aber das soll es mit meinem Artikel noch nicht gewesen sein, ich will noch etwas über die Konsole selbst sagen. Machen wir deshalb ein Flashback zurück zu dem Zeitpunkt, an dem ich die Konsole ausgepackt habe. Erstmal fand ich die Verpackung der Konsole echt schick. Die einzelnen Teile sind da in verschiedenen Fächern verstaut und es machte mir echt Spaß, die Konsole auszupacken. Obendrauf ist zunächst die Konsole und die zwei JoyCons, darunter ist dann das restliche Zubehör – die Kabel, Handgelenkschlaufen, das Dock, die Halterung, in die man die JoyCons stecken kann, um einen pseudo-klassischen Controller zu erhalten, und ein kleines Heft mit Sicherheitswarnungen.

Was erstmal wenig überrascht, ist, dass kein Anleitungsheft mit dabei ist, da Nintendo ja schon in letzter Zeit keine Anleitungen mehr zu ihren Spielen mitgeliefert hat. Die gab es dann aber wenigstens elektronisch mit in der Software. Allerdings hat die Switch selbst elektronisch nirgends eine Bedienungsanleitung mehr, nicht mal auf der Nintendo-Webseite kann man auf eine „echte“ Bedienungsleitung zugreifen (es gibt dort eine „Broschüre“, die aber mehr Werbung als irgendetwas anderes ist). Ich empfinde das schon als einen Kritikpunkt, denn wenn es eine Anleitung gegeben hätte, dann hätte ich auch viel schneller das Problem mit meiner Konsole gefunden – es hat erst mal zwei Tage gedauert, bis ich überhaupt mitbekommen habe, dass mit meiner Konsole etwas nicht stimmt.

Und auch sonst empfinde ich das Fehlen einer Anleitung als ein Manko. Man wird einfach alleine gelassen mit der Konsole und muss sich über Trial & Error mit den Funktionen vertraut machen, die sich auch alles andere als von selbst erklären. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, wie man die Konsole überhaupt ausschaltet, weil die Konsole immer nur in den Standby geht und sich automatisch wieder einschaltet, wenn man sie aus dem Dock nimmt oder einen der Controller entfernt. Sowas war wichtig zu wissen, um in Erfahrung zu bringen, ob ich nicht beim Aufladen einfach irgendwas falsch mache oder das Aufladen einfach solange dauert, weil die Konsole an ist. Oder dass man ein Optionsmenü aufrufen kann, indem man den Home-Knopf mehrere Sekunden gedrückt hält – woher soll man sowas ohne Anleitung bitte schön wissen?

Generell ist das Softwareaufgebot der Switch sehr bescheiden – damit meine ich die Funktionen der Konsole neben dem Spielen. Während Wii und WiiU mit einer Masse an Kanälen wie Nutzungsstatistik, Miiverse, Downloads oder Altersbeschränkungen euer Menü vollstopfte, ist der Aufbau des Switch-Menüs wirklich schlicht und überschaubar: Oben links wird der Nutzer angezeigt und ein klick darauf öffnet eine Reihe an Optionen wie Profileinstellungen oder Freundesliste. Oben rechts sind die typischen Icons, wie man sie von Handys kennt, die Uhrzeit, Internet, Batterie und gegebenenfalls Flugzeugmodus anzeigen.

Den größten Teil des Menüs nimmt die Softwareliste ein, die natürlich etwas bescheiden ausfällt, wenn man noch keine Spiele hat. Unten hat man dann sechs Funktionen: Ganz links die Neuigkeiten, in denen man täglich von Nintendo über neue Spielankündigungen und Trailer zugespammt wird. Daneben der EShop, damit man sich auch sofort die umworbenen Spiele kaufen kann. Rechts daneben ist das Album, in dem alle Screenshots und Aufnahmen gespeichert werden. Daneben dann die Controller-Einstellungen, die regulären Einstellungen und der Standby-Schalter. Unten links zeigt es dann den aktuellen Controller-Modus an und unten rechts sind die Knöpfe, mit denen man gerade was bewirken kann, angegeben.

Wie ihr seht, ist das ganze recht simpel und überschaubar und das kann man jetzt so oder auch so sehen. Zum einen trauere ich schon den sinnvollen Funktionen der alten Konsolen hinterher, gerade, dass man seinen Freunden keine Nachrichten schicken kann von wegen „Ey lass mal ne Runde Monster Hunter zocken“ oder dass es keine ausführlichen Nutzungsstatistiken gibt (auf der Nutzerseite kann man grob die Spielzeit seiner Spiele einsehen) ärgert mich schon etwas. Auf der anderen Seite hatten die alten Konsolen auch sehr viel unnötigen Müll und dass der Fokus der Switch auch wirklich auf den Spielen liegt und mir nicht neben meinem Spiel ein genau so großes Icon für Gesundheits- und Sicherheitsinformationen angezeigt wird, kann ich wirklich nur begrüßen.

Desweiteren hat die Nintendo Switch auch Features, welche die alten Konsolen nicht hatten. Allem voran muss ich hier den Aufnahmeknopf der Nintendo Switch erwähnen. Auf der Switch ist es möglich, jederzeit einen Screenshot vom aktuellen Geschehen zu machen, der Controller hat dafür extra einen zusätzlichen Knopf. Hält man diesen Knopf gedrückt, speichert es zudem die letzten 30 Sekunden des Spiels als Aufnahme. Diese Bilder und Aufnahmen kann man wiederum zuschneiden, mit Captcha versehen und dann direkt auf Twitter oder Facebook posten – und danach kann man direkt an der Stelle weiterspielen.

Ich muss sagen, diese Funktion ist eine echte Bereicherung und wertet die Konsole echt auf. Das Spielen macht direkt viel mehr Spaß, wenn man geniale oder lustige Momente oder seine Rekorde auch gleich verewigen und mit anderen teilen kann. Ich würde sicherlich keine Rekordjagden wie diese überhaupt versuchen, wenn es diese Funktion nicht gäbe. Und ich muss dafür nicht mal vorher abspeichern und das Spiel beenden. Auch wenn ich schon gesehen habe, dass man auf der PS4 anscheinend auch aufnehmen kann und man dort keine Beschränkung auf 30 Sekunden hat, auf einer Nintendo-Konsole ist diese Funktion echt neu und damit hat die Switch den alten Konsolen echt was voraus.

In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal erwähnen, wie schnell auf der Switch alles geht. Wenn ich die Switch aus dem Dock nehme, muss ich nur noch dreimal einen Knopf drücken, um die Bildschirmsperre zu deaktivieren, und bin dann direkt an der Stelle, an der ich zuletzt im Spiel aufgehört habe, und wenn ich den Home-Knopf drücke, dauert es keine zehntel Sekunde, bis ich im Menü bin oder wieder zurück. Die WiiU war was das angeht ja ein wenig träge, aber man hat das eben hingenommen weil man ohnehin kaum Gründe hatte, das Spiel zu unterbrechen, es sei denn man nutzt das Miiverse (das es jetzt schon gar nicht mehr gibt). Hier geht das aber wunderbar flüssig, auch weil sich die Konsole wie gesagt einfach nie richtig ausschaltet.

Mehr gibt es zur Software eigentlich nicht zu sagen, aber was halte ich von der Hardware der Nintendo Switch? Nun, die Konsole selbst verkörpert erstmal so ziemlich genau das, was sie sein soll: Eine Hybrid-Konsole. Die Switch allgemein besteht bei abgekoppelten JoyCons praktisch nur aus einem Bildschirm sieht etwa so aus wie ein etwas größeres Mobiltelefon, ist gleichzeitig aber immer noch kleiner als ein Tablet. Der Bildschirm alleine ist minimal größer als ein zugeklappter 3DS XL, aber dafür dünner. Mit den JoyCons ist es um etwa 20% kleiner als das WiiU Gamepad und vielleicht gerademal halb so dick. Selbst im Dock ist die Konsole nicht mal halb so groß wie die WiiU und auch kleiner als eine Wii. Damit ist die Switch kleiner als jede existierende Heimkonsole, aber größer als ein gewöhnlicher Handheld (nicht sicher wie der Vergleich mit der PSVita ausfällt).

Das äußert sich dann auch im Einsatz der Konsole. Wer die nächste Generation der WiiU erwartet, der wird feststellen, dass die Switch gar nicht so viel Leistungsfähiger als die WiiU ist, jedenfalls hat mich die Grafik von keinem Switch-Spiel bisher echt beeindruckt und die meisten haben ja ohnehin eine direkte WiiU-Version, zu der man eigentlich kaum einen Unterschied erkennen kann. Wer aber die nächste Generation des 3DS sucht, der wird feststellen, dass die Switch aufgrund ihrer Größe und eher enttäuschenden Akkulaufzeit um einiges unhandlicher für unterwegs ist.

Dafür hat die Switch eben in ihrer Form als Hybridkonsole auch Eigenheiten, die weder eine Heimkonsole noch ein Handheld alleine bieten können. Das tolle an der Switch ist, dass sie so viele Möglichkeiten bietet. Ich muss mich mit der Switch nicht für eines entscheiden, sondern bekomme alles in einem Paket und kann immer die Spielweise benutzen, nach der mir gerade ist. Tagsüber spiele ich am großen Fernseher und wenn ich schlafen gehe, kann ich die Konsole herausnehmen und mal eben noch ein wenig im Bett spielen. Genauso bietet der Controller verschiedene Möglichkeiten und je nach Laune spiele ich mal mit den JoyCons lässig in jeder Hand oder halt mit der JoyCon-Halterung für ein Oldschool-Feeling. Und wenn ich gerade Essen mache oder ins Bad gehe nehme ich die Konsole halt mit und spiele im Handheld- oder Tabletop-Mode. Das schöne ist halt, dass jederzeit alles möglich ist und so kriegt jeder in jeder Situation immer genau das, was er will.

Meine Lieblings-Variante ist es dabei, die JoyCons separat in den Händen zu halten. Ich habe es schon damals bei der Wii geliebt, nicht andauernd die Hände vor dem Körper halten zu müssen, sondern einfach mal lässig im Bett liegend zocken zu können und bin deshalb froh, dass diese Möglichkeit zurückkehrt, nachdem das ja mit der WiiU nicht mehr möglich war. Die JoyCons liegen auch wirklich gut in der Hand, sogar besser ohne die Handgelenkschlaufen wie ich finde, welche sie nochmal um ein Drittel größer machen. Aber ich bin ja auch eine Yandere mit kleinen Händen.

An den JoyCons selbst hab ich nicht viel zu meckern, inzwischen finde ich die unterschiedlichen Farben sogar gar nicht mal so schlecht, weil man ohne wirklich hingucken zu müssen schon erkennen kann welcher in die linke und welcher in die rechte Hand gehört. Allerdings ist beim linken JoyCon der Minus-Knopf kaum zu erreichen, weil der Analog-Stick einfach im Weg ist. Das scheint Nintendo auch zu wissen, denn bei Super Mario Odyssey gibt es die Option, die Karte stattdessen über Steuerkreuz oben aufzurufen. Auch die Schultertasten der JoyCons fühlen sich irgendwie billig an und habe auch das Gefühl, dass es die Eingabe in Super Mario Odyssey manchmal nicht richtig erkennt, aber das könnte auch einfach an mir liegen.

Fügt man die zwei JoyCons in die Halterung, kann man daraus so etwas wie einen klassischen Controller machen. Ich gebe zu, das Ding ist dann der mit Abstand hässlichste Controller, der je produziert wurde und das sage ich, obwohl ich Jahrelang mit einer Wiimote gespielt habe. Er besitzt auch sicher keine ultimativ ergonomische Form und das Problem mit dem unerreichbaren Minus-Knopf oder den billigen Schultertasten löst er auch nicht, aber er tut, was er soll und ich finde, das bisschen Mehr an Komfort, das der Pro Controller bietet, ist mir dann nicht wirklich die 70€ extra wert. Ich kann deshalb auch nicht sagen ob und wie toll der Pro Controller ist, aber ich komme mit den JoyCons klar und wer seine Hände nicht durch jahrelanges Hardcorezocken so verkrüppelt hat, dass er nur noch eine ganz bestimmte Controller-Form benutzen kann, dem sollte die Halterung eigentlich ausreichen.

Wovon ich allerdings nicht ganz so überzeugt bin, ist das Spielen mit einem quer gehaltenen JoyCon. Ganz ehrlich, dafür ist der JoyCon selbst mit meinen Händen zu klein und auch die Extra-Größe mittels Handgelenkschlaufe ändert daran nicht viel, zumal man dann nochmal extra bescheuerte Schultertasten hat. Diese Option halte ich für nicht mehr als eine Notlösung, wenn man halt unbedingt mal mit einem Freund zocken möchte, ohne sich dafür einen zweiten Controller kaufen oder mitnehmen zu müssen. Besonders, da auch der Bildschirm der Switch zur Nutzung durch mehre Leute dann doch ein bisschen klein ist. Also wenn ihr wollt, habt ihr damit eine Ausrede, um euch beim Zocken etwas näher an euer Waifu zu kuscheln. Diesen Spielmodus halte also sogar ich für eher unpraktisch, aber es ist zumindest eine Option und alleine die Möglichkeit, mit einem Controller zu zweit spielen zu können ist schon etwas Gutes.

Was mich zu einem lustigen Thema bringt, ich habe nämlich schon einmal Super Mario Odyssey zu zweit gespielt, aber nicht so, wie eigentlich vorgesehen. Eigentlich kann man es extra so einstellen, dass ein Spieler Mario und ein Spieler separat Cappy steuert, ohne dass sich die zwei Spieler ins Gehege kommen. Allerdings waren wir halt einfach zu doof diesen 2-Spieler-Modus zu aktivieren und ganz ehrlich, ich finde, das liegt an einen Designfehler der Konsole, auf den ich aber später zurückkomme. Jedenfalls habe ich meinem Mitspieler dann halt trotzdem einfach den rechten JoyCon gegeben und wir haben dann so gespielt, dass ich Laufen musste und mein Mitspieler springt und wirft die Mütze im richtigen Moment. Das war unfassbar dämlich, aber gerade deswegen machte es auch unfassbar viel Spaß. Ich will damit nur sagen, dass allein dadurch dass der Controller aus zwei Hälften besteht potenziell jedes Spiel zu einem Multiplayergame werden kann.

Was aber diesen Designfehler angeht: Es ist so, dass beim Wechseln der Spielmodi manchmal ein paar Komplikationen auftreten. Um die JoyCons von der Switch oder der Halterung zu entfernen, muss man dabei einen Entriegelungsknopf auf der Rückseite drücken, der relativ schwer erreichbar ist, vor allem beim Rechten. Dabei drückt man gerne mal versehentlich einen der Knöpfe wie Plus oder die Schultertaste und das kann zu Verbindungsfehlern führen. Ich hatte es schon mal, dass der rechte JoyCon an der Switch angeschlossen war, und der linke zählte aber auch wenn ich ihn in die Switch reinschob, als hätte ich ihn von der Konsole entfernt. Dieses Problem kann auftreten, wenn man versehentlich einen Knopf drückt und damit den Controller aktiviert, bevor man ihn in die Switch reinschiebt, passiert einem das aber beim anderen JoyCon nicht, sind die Controller halt asynchron.

Das Problem lässt sich eigentlich ziemlich leicht lösen, indem man den gut versteckten Sync-Knopf an der Innenseite des JoyCon drückt und den Controller damit wieder abmeldet – genau dasselbe muss man machen, wenn man in den quergehaltenen Modus wechseln will um z.B. Super Mario Odyssey im Multiplayer zu spielen. Im Prinzip sind das also nur kleine Handhabungsschwierigkeiten und sobald man mal gelernt hat, wie man damit umgeht, ist das auch kein Problem mehr. Aber das finde erst mal heraus, wenn es nunmal keine Anleitung gibt…

Das wäre so ziemlich alles, was ich zu der Konsole sagen wollte. Sonst gäbe es nur noch Kleinigkeiten zum Erwähnen, der Lüfter der Konsole ist zum Beispiel kaum zu hören, aber dafür ist mir manchmal schon aufgefallen, dass die Konsole ganz schön heißläuft. Ich frage mich auch, ob der Lüftungsschlitz an der Oberseite nicht ein Problem ist, aber ich schätze mal niemand spielt wirklich jemals draußen Nintendo Switch, während es regnet. Ich könnte auch noch erwähnen wie die Spiele-Cartridges nicht größer sind als eine SD Karte, oder dass die bitter schmecken, weil Nintendo die mit einer Substanz überzieht, damit sie Kinder nicht verschlucken.

Aber das soll es hier an meiner Stelle von mir gewesen sein. Mein Fazit zu der Konsole ist tatsächlich äußerst positiv. Als Nintendo-Fan verteidigt man seine Konsole ja meistens mit den Spielen und wie die N-Zone einmal ganz passend formuliert hat, würde man von Nintendo auch einen Pappkarton kaufen, solange man darauf Zelda spielen kann. Rückblickend war die WiiU vielleicht wirklich irgendwie ein Pappkarton. Aber die Switch gefällt mir soweit wirklich tatsächlich als Konsole und erzeugt generell einfach dank der Screenshot-Funktion und den schnellen Ladezeiten ein besseres Spielerlebnis. Selbst wenn es nicht Super Mario Odyssey und Xenoblade 2 und später Metroid Prime 4 und Fire Emblem und Pokemon darauf geben würde, hätte die Switch trotzdem immer noch eindeutige Vorzüge.

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3 Kommentare zu “Starlins erste Erfahrungen mit Nintendo Switch

  1. Hentai Senpai sagt:

    Die mickrige Menge an Kommentaren macht mir angst, dass du schon bald keinen Bock mehr hast. Ich als fleißiger Leser würde gerne kommentieren, nur weiß ich nie was ich schreiben soll. Das Problem quält mich auch stets in der Realität 😀

    • StarlinM00N sagt:

      Naja, das war ja auch nie anders ^^ aber schön zu hören, dass sich Leute für meine Artikel interessieren.
      Aufzuhören hab ich in nächster Zeit nicht vor. Dass es in letzter Zeit seltener Artikel gab, lag vor allem an Weihnachten und RL Stress. Wenn sich das ein wenig beruhigt hat komme ich auch wieder öfters zu Artikeln und mein Live-Artikel ist ja auch nach wie vor noch aktiv.

  2. SGT Weber sagt:

    huh.. ich dachte ich hätte hier bereits kommentiert… naja.. mach ich das halt jetzt. meine ersten Erfahrungen mit der Switch sind durchaus positiv. ich besitze sie seit April(und habe darauf eigentlich nur ZElda, Kamiko, Implosion und nun Xenoblade gespielt) und finde die Joy cons (At least mit schlaufe) verdamt praktisch und auch gut in der hand liegen….. und mit der Halterung finde ich es eigentlich sogar bequem und angenehem.

    Nur das die nun das XBox stick layout übernehmen stört mich da ich das Asynchrone stick layout absolut bekloppt finde… und wenn die damit Split screen multiplayer machen wollten, würden asynchrone layouts nicht irgenwie kontraproduktiv sein da einer der controller dann von einem design standpunkt praktischer ist als der andere?

    die negativen sachen gibts natürlich auch.. die „Mikrige“ Akulaufzeit ist da der kleinste punkt da ich den technicschen Aspekt verstehe und dank USB Type C Jeder eine Powerbank anschließen kann… das man jedoch seinen Savefile nicht kopieren kann ist auf der anderen seite bescheuert….
    und das W-Lan der Switch ist absolute Grütze… meine WII U hat in meinem Zimmer nur 2 Zentimeter neben dem Switch dock perfektes internet.. und sogar mein Handy hat eine W-Lan Verbindung.. die Switch jedoch hat MAXIMAL einen Balken wenn man glück hat. was heißt ich bin mit der Switch quasi immer offline

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