Starlins erste Mid-Season-Bilanz

Genau sowas wünscht man sich für ein Artikelbild.

Starlin versucht diese Saison mal etwas Neues. Zwischen dem Anfang und dem Ende einer Saison ist immer so viel Platz und dann muss man eine ganze Saison in einen Artikel packen. Dabei ist so viel geschehen dass man so unheimlich viel Arbeit hat und dann beginnt ja auch schon die neue Saison und es gibt gleich den nächsten zeitintensiven Saisonartikel. Gleichzeitig existiert dann eine lange Durststrecke bis zur nächsten Saison, wo man dann überhaupt nichts mehr über aktuelle Anime mitkriegt. Also habe ich mir gedacht, ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe und mache einen weiteren Artikel in der Saisonmitte, sodass ich am Ende der Saison weniger Arbeit habe.

Kennt ihr das? Da verfolgt man einen Blog und liest zum Saisonstart: Diese und diese Serie sehen soweit am besten aus und das gefällt mir auch ganz gut. Dann schaut man da vielleicht rein und es verstreicht eine Saison und in dem abschließenden Saisonartikel liest man plötzlich: Diese Serie wurde mit der Zeit einfach nur langweilig und habe ich bei Folge 5 gedroppt. Und man denkt sich einfach nur: WTF so ein Sinneswandel! Das hätte ich gern früher gewusst! Tja um genau solche Dinge zu verhindern gibt es jetzt eine Mid-Season-Bilanz von mir.

Allerdings habe ich jetzt nicht vor, wie in Saisonartikeln auf jede Serie einzeln im Detail einzugehen und sowas. Bewertungen kann ich ja eh nicht vor Abschluss der Saison verteilen. Stattdessen will ich lieber auf ein paar allgemeine Dinge eingehen die mir in dieser Saison aufgefallen sind und eben ungefähr vermitteln, was aus meinem Anfangseindruck geworden ist. Zunächst einmal, ich schaue von den in meinem Saisonartikel genannten Serien nicht mehr weiter (drop):

  • Vivid Strike
  • Tiger Mask W
  • Monster Hunter Stories
  • Trickster
  • Zuobi Yishu
  • Kitaro Shounen to Yokai Eniki
  • Brave Witch
  • All Out
  • Classicaloid
  • Udon
  • Fune wo Amu

Random Lesbenbild für Zwischendrin.

Damit sind die Serien, die ich weiterschaue (so ungefähr in der Reihenfolge, wie gut sie mir gefallen):

  • MagiPro
  • Flip Flappers
  • Hibike: Euphonium S2
  • Working
  • Keijo
  • Ajin S2
  • Izetta
  • Drifters
  • O;Nein

Und ich habe sogar noch eine neue Serie angefangen, nämlich Gi@rlish Number. Diese Serie hatte ich zunächst ignoriert, weil ich dachte, das wäre nur wieder eine typische langweilige Serie über Idols oder Moe-Mädchen machen einen Anime oder irgendwie sowas. Nachdem ich dann aber gelesen habe, die Serie soll ein wenig wie Oregairu sein, habe ich die Serie angefangen und das nicht bereut.

Ja, in Gi@rlish Number arbeiten Moe-Mädchen als Synchronsprecherinnen an einen Anime, aber der Twist ist, der Anime, an dem sie mitarbeiten, ist einfach voll Scheiße und sie verkaufen den praktisch nur darüber, wie cute die Mädchen sind. Die Mädchen selbst sind zum Teil auch irgendwie voll die Miststücke und das ergibt immer wieder so lustige Dialoge, die einem aus der Bloggerszene entfernt bekannt vorkommen, wie den hier:

„Hey, ist das nicht der Anime über den diese Saison alle reden? Ich hab zwar nichts davon gesehen, aber der soll ja mal richtig scheiße sein.“
„Ja ist er. Mir tut der Autor des Originals richtig Leid.“
„Aber ist das Original nicht auch scheiße? Ich habs zwar nicht gelesen, aber im Internet davon gehört.“
„Stimmt auch wieder. Naja ich schätze mir tun die Synchronsprecher Leid, die für diesen Müll ihre Stimme herhalten müssen.“
„Aber sind die Synchronsprecher nicht auch scheiße? Ich hab sie zwar noch nie gehört, aber im Internet davon gelesen.“
Stimmt auch wieder.“

Ich kenne da jemanden, auf den das richtig hart zutrifft.

Allgemein ist das etwas, was mir diese Saison sehr auffällt, nämlich:

Alle Mädchen diese Saison sind entweder fiese Miststücke oder lesbisch (oder sogar beides).

Dazu ein kleiner Überblick:

MagiPro: Inzwischen hat sich die Serie zu einer Art Showdown zwischen verschiedenen Arten von Yanderes (und übrigens zu meiner Lieblingsserie diese Saison) entwickelt. Deswegen brauche ich wohl nicht zu erwähnen, da gibt es die eine, die einfach nur gegen starke Gegner kämpfen will, das Goth-Mädchen, das keine Miene verzieht wenn ihr der Kopf abgeschlagen wird (oder noch viel schlimmere passieren), die eine deren Leben Kacke ist und einfach Spaß am Leute töten hat, wieder andere die durchdrehen weil sie ihre Liebsten nicht beschützen konnten und und und. Zwei Lesben gab es übrigens auch. In dieser Serie komme ich einfach wunderbar auf meine Kosten und ganz besonders gefällt mir aber auch, dass nicht einfach jeder in dieser Serie ein edgelord ist, sondern es auch normale Charaktere gibt und die Nicht-normalen deshalb auch genau so rüberkommen, wie sie sollen. Das hat mir bei ähnlichen Serien wie diese Yandere-Deathmatch-Serie echt gefehlt, weshalb diese einfach nur wie Pandering für Yandere-Fetishisten rüberkam und nicht mehr war. Diese hier aber schon.

Flip Flappers: Wenn das Bild oben nicht schon eindeutig genug war, die Serie bietet an manchen Stellen Shipping zwischen Papika und Cocona und in letzter Zeit kam da auch noch Yayaka hinzu, die sich dadurch sogar ein bisschen vom Miststück weg in Richtung Tsundere bewegt. Ihr seht, fies und lesbisch scheinen gerade in dieser Serie zwei zentrale Pole darzustellen. Die Serie habe ich zu Beginn und auch im Mittelteil noch am meisten genossen, es ist einfach spannend wie die Charaktere jede Folge in einer anderen Welt landen die ihre eigenen Regeln besitzt und auf immer einem anderen Genre beruht, in der letzten Folge hat mich der penetrant geschmacklose Fanservice jedoch etwas sauer aufgestoßen, ich hoffe mal, das bleibt ein Einzelfall.

the cake is not a lie

Hibike: Euphonium: Also wem hier noch nicht aufgefallen ist, dass die Serie voller Yuri-Shipping ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Working: In dieser Moe-Serie ist es sogar ganz besonders ausgeprägt, weswegen ich es schon inzwischen als das Yandere-Working bezeichne. Anders als das normale Working bildet dieses gleich zu Anfang sehr schnell ihre Pairings, was ich nicht ganz so toll finde, denn Working hatte was Romance angeht schon ein ziemlich ideales Pacing, denke ich. Hier geht alles ein bisschen zu schnell und deswegen fühlt man bei den Charakteren nicht so gut mit. Mein Blick kann aber auch etwas verstellt sein, weil der „Gag“ zwischen den beiden Hauptcharakteren praktisch darin besteht, dass sie Dinge tun, die zwischen Pärchen üblich sind, ohne tatsächliche Gefühle füreinander zu haben. Das ist eben einfach unromantisch und das alte Working schaffte es eigentlich, Romantik und Comedy miteinander zu verbinden.

Die anderen zwei Pärchen sind dafür umso drolliger. Der „Gag“ zwischen Muranushi und Adachi ist nämlich, dass Muranushi üblicherweise so ausdruckslos ist, dass Adachi in den Momenten, wo sie Dere ist, so hart Hnnnngt, dass er dabei fast stirbt und weil er damit nicht klarkommt solche Momente eher zu umgehen versucht, was Muranushi dann aber mitbekommt und verärgert und sie dann im Gegenzug dazu veranlasst, Yandere zu ihm zu sein. Ich meine ich bitte euch, ist das nicht der Gipfel der Liebenswürdigkeit?

Und dann ist da noch Shiho, deren Love Interest ihr in den Kindheitstagen das Herz gebrochen hat und sie hat das nie verkraftet und widmet seitdem ihr Leben ihm das heimzuzahlen und ihn seelisch und moralisch fertig zu machen. Na wenn das nicht nach einem idealen Dream Waifu klingt! Dabei scheitert sie aber immer wieder oder ihre Angriffe fallen auf sie selbst zurück. Am wenigsten Yandere beinhaltet das Pairing der Hauptcharaktere, wobei der Typ immer wieder Nahtoderlebnisse wegen Miyakoshis Valentinsschokolade hat. Nicht so cute.

Ach, dieser herzerwärmende Girls Talk.

Keijo: Inzwischen habe ich die Serie auch angefangen und finde sie ehrlich gesagt nicht so Hype, wie es bspw. Shino tut. Aber es ist mitunter ganz witzig und auch diese Serie hat ihre Anzahl an gewaltbereiten und fiesen Mädchen. Sicher kann man da auch einiges an Yuri reininterpretieren, wenn die Mädchen sich gegenseitig ihre Brüste und Ärsche um die Ohren hauen.

Ajin: In dieser Serie eher weniger, da es auch fast nur Kerle gibt, bzw. nur die wirklich eine Rolle spielen, aber man könnte unter Umständen Baccano-Mädchen dazu zählen. Übrigens gerät die Serie für mich langsam immer mehr in den Hintergrund, weil die scheinbar immer nur eine Folge rausbringen, wenn sie Lust dazu haben. Aber ich warte gerne auf meinen coolen Terroristenopa, auch wenn der leider in den letzten zwei Folgen kaum vorkam.

Izetta: Ich glaube man könnte Izetta x Fine nicht noch deutlicher machen. Insgesamt finde ich es ziemlich schade, weil die Serie sehr viel Potenzial verschenkt. Die Serie bringt alle paar Folgen richtig geniale Twists, die meiste Zeit geht aber leider für nicht allzu passende Moefizierung der Charaktere bzw. Fanservice drauf, welche die eigentlich ganz gut geschriebene Story runterziehen. Die Serie ist zwar so wie sie ist noch ganz ok, aber sie hätte mit mehr Fokus auf die Story sogar richtig gut werden können.

cute-as-fuck

Drifters: Brauche ich glaube ich nichts zu sagen in der Serie.

O;Nein: Hier gibt es immerhin die Curse Imouto, die anderen Charaktere sind zwar auch fast alle geistig gestört, aber leider nicht auf diese Weise. Trotzdem ist die Serie bei weitem nicht so schlecht, wie ihr erster Eindruck vermuten ließ, zwar auch auf keinen Fall gut, aber immerhin guckbar, wenn man denn über das Gegröle und den Otaku-Mist hinwegsehen kann. Ich kann es zwar, trotzdem wird sich das in meiner Bewertung bemerkbar machen.

Übrigens habe ich inzwischen sogar herausgefunden, wieso O;Nein so anstrengend zu schauen ist. Und zwar ist mir aufgefallen, dass alle Charaktere in dieser Serie ungefähr 1,5x bis 2x so schnell reden wie üblich. Selbst Charaktere, die das keinesfalls müssen wie z.B. diese ominösen Beamten tun dies. Das Gehirn muss also in derselben Zeit mehr Signale verarbeiten als gewohnt und das erzeugt stresst und erschöpft einen. Da das ja ohne Zweifel Absicht sein muss, vermute ich das soll einem Zweck dienen, etwa damit es Schlag auf Schlag gehen kann oder weil man jemanden unter Stress leichter erschrecken oder beunruhigen kann. Also dumm gemacht ist die Serie jedenfalls nicht, aber ob das dem Unterhaltungswert wirklich dienlich ist…?

Im Endeffekt habe ich jetzt doch jede Serie einzeln abgehandelt. Neben den genannten läuft auch noch – wie könnte es auch anders sein – Onmyouji weiter und qualitativ hat sich an der Serie zwar kaum was getan, aber inhaltlich konnte die Serie ob ihr es glaubt oder nicht in den letzten Folgen ganz schön punkten. Das hebe ich mir aber für das dieses mal vielleicht wirklich endgültige Ende der Saison auf (lol als ob). Ich möchte euch aber noch auf etwas anderes aufmerksam machen, das ich diese Saison geschaut habe:

Iroha ist so eine süße manipulative Schlampe!

Zum einen gab es vor kurzem eine OVA zu Oregairu, in der Hachiman auf ein Date mit Iroha geht (und Yui und Yukinon hatten auch ihre Auftritte) und die Bonusfolge war wirklich vierundzwanzig Minuten lang einfach nur Hnnng. Naja, mit OVA-Empfehlungen ist es ja immer so eine Sache, aber wenn ihr die Serie mochtet und von der OVA bisher noch nicht wusstet oder an ihr vorbeigegangen seid, dann kann ich euch die Folge eigentlich nur nahelegen.

Wenn ihr Oregairu aber nicht gesehen habt, was echt Schade ist, dann habe ich vielleicht trotzdem noch etwas für euch. Ich habe ja vor kurzem schon mal über den Verfall von Anime gejammert und dass wir uns öfters nicht über den üblichen Weg entstandene Serien und Filme anschauen sollten. Für manche ist das zwar vielleicht schon ein alter Hut, aber mir ist da kürzlich „Wasurenagumo“ unter die Finger gekommen, eine 25 Minuten lange, in sich abgeschlossene Geschichte über einen Mann und ein Spinnenmädchen. Wer ein wenig zusätzliche Unterhaltung braucht oder der aktuellen Saison überdrüssig ist, dem sei dieses lohnende Video wärmstens empfohlen.

Am besten wäre es, ihr gebt mir mal eine Rückmeldung, wie ihr die Idee mit den Mid-Saison-Bilanzen findet. Sollte ich das ab sofort jede Saison so machen oder bleibt besser alles wie gehabt? Fandet ihr es von der Idee gut, aber von der Umsetzung so Scheiße wie die meisten Anime oder ist eher das Umgekehrte der Fall? Und denkt dran, keine Rückmeldung ist auch eine Rückmeldung. Wenn ich gar nichts höre, gehe ich davon aus, dass sich keiner dafür interessiert und mache dann einfach, was mir selbst am besten gefällt.

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Ein Kommentar zu “Starlins erste Mid-Season-Bilanz

  1. SGT Weber sagt:

    so nach dem ich die letzten paar Artikel nichts von mir hören ließ(lag daran das mich Paper Mario z.b. kein bischen Interessiert.) melde ich mich mal zurück.
    Beim Seasson Start sagte ich ja das ich nur eine Serie gucke. und zwar Gundam Iron Blooded Orphans, vorne weg ich liebe die zweite Staffel(auch wenn ich etwas verwirrt wegen den Beweggründen des Gjalahorn Admirals(? hab den Titel vergesseb) bin.) dazu geselten sich aber noch Izetta. das tatsächlich gut ist wenn die hier angesprochene moefizierung nicht stattfindet. Es zeigt unter anderem einfach das der zweite Weltkrie scheiße war. oder Krieg an sich, wenn da jemand ein Militär geheimnis kannte wurde der erschossen, so einfach ist das.
    die letzte Serie dich ich gucke ist 3 gatsu no Lion. eine Seire über einen noch recht Jungen Profi Shogi Spieler. wobei ich am anfang verwirrt war da seine Eltern anscheinend tot sind(bzw wirklich tot sind)(könnt daran legen das zwische Ep 1 und ep 2 für mich 7-8 Wochen lagen) und an sich ist das ganze teilweise echt düster, nur um im nächsten moment durch einen lacher unterbrochen zu werden.

    Alles in allem eine recht ruhige Seasson.

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