Die Geißel der Visual Novels

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Wenn man nach dem Ding fragt, was in Visual Novels am meisten präsent ist, dann wäre die präsenteste Antwort sicherlich: Optionen (choices). In diesem Artikel frage ich dagegen nach der Sache, welche in Visual Novels am meisten zu kurz kommt. Ironischerweise ist die Antwort ebenfalls Optionen – im Sinne von Einstellungen, Konfigurationen. In diesem Artikel geht es mir darum, zu zeigen, wie wichtig Einstellungen für die Qualität einer Visual Novel eigentlich sind. Ich denke das macht den Artikel insbesondere für Leute, die selbst mal eine VN schreiben wollten, interessant.

Wie ihr wisst, bestehen Visual Novels zu großen Teilen aus weiterklickbarem Text und ein paar Standbildern. Viel weniger, als es bei gewöhnlichen Videospielen der Fall ist. Es mag daher vielleicht nicht jedem Einleuchten, warum man da überhaupt einen Optionsbildschirm braucht. Und tatsächlich, ich habe auch schon einige Visual Novels gespielt, die keinen Optionsbildschirm hatten. Und wisst ihr was, es war für mich jedes Mal ein Ärgernis!

In meinem Danbooru-Ordner ist dies das Bild Nummer 1997. Wollte ich nur mal erwähnt haben.

Die Ace Attorney-Reihe, auf die ich eigentlich große Stücke halte, hat zum Beispiel sowas nicht. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie frustrierend es ist, wenn einem innerhalb eines Falles doch mal die Lebenspunkte ausgehen und man sich dann reihenweise erneut durch den selben, nicht beschleunigbaren Text drücken darf, bis man wieder dort ist, wo man war. Für genau solche Dinge gibt es nämlich den Optionsbildschirm: Für Komfort-Funktionen.

Jetzt mögt ihr denken: Ja was denn, das klingt jetzt eher nicht essentiell notwendig, Story und Charaktere sind doch viel wichtiger für eine gute Geschichte. Ja und nein. Das mag nicht auf den ersten Blick klar sein, aber die Einstellungen eines Spiels begleiten euch über das gesamte Spiel. Schlechte Einstellungen überschatten also das gesamte Spielerlebnis! Es drückt den Spielspaß echt merklich runter, wenn der Text so langsam angezeigt wird, dass ich ihn dreimal lesen kann, bis ich endlich mal weiterklicken darf. Und ihr müsst euch vorstellen, der Leser einer VN wird lange Zeit nichts anderes machen, als vor dem Bildschirm zu sitzen und Text zu lesen, da ist es ausgesprochen wichtig, ihm dies so angenehm und komfortabel wie möglich zu machen.

Und es gab auch schon Spiele, die durch schlechte Einstellungen komplett zerstört wurden. 999 ist eines dieser Spiele. Selbst wenn man die Story mag, es ist es einfach nicht Wert, zu versuchen, sich ein dutzend mal durch die selben Rätsel zu drücken, nur um am Ende doch wieder nicht das Ende zu kriegen was man wollte. Ein anderes Extrembeispiel ist Lux-Pain. Die Bedienung des Spiels ist so abstrus, dass ich bis ins dritte Kapitel gar nicht wusste, dass es ein zweites Menü gab… bis mir das Spiel freundlicherweise mitteilte, ich sollte vor dem nächsten Abschnitt vielleicht mal speichern. Ich dachte nur so: „IN DEM SPIEL KANN MAN SPEICHERN?!“

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Was mir beim Lesen von VNs und insbesondere jetzt gerade beim Heraussuchen der Bilder aufgefallen ist, ist dass so ziemlich jede VN mit ihren Optionen ihr eigenes Ding dreht. Und das, obwohl sie eigentlich so gut wie immer dasselbe Gameplay bieten. Also ihr seht schon, bei den Optionen hat mal als VN-Autor jede Menge, äh, Optionen und dementsprechend kann man da auch wirklich viel falsch machen. Ich werde mal anhand dieser Bilder ein paar wie ich finde ausgesprochen wichtige Funktionen durchgehen, also wundert euch nicht, wenn gleich ein paar Bilder mehrfach kommen.

Text message Speed

Options 1

Ich fang mal mit dem an, was ich am allerwichtigsten finde, und die hier sicher auch nicht von ungefähr als Erstes auftaucht. Wie gesagt nervt nichts mehr an einer VN, wenn der Text schweinelangsam angezeigt wird und man ihn nicht irgendwie schneller machen kann. Wenn ihr selbst eine VN schreibt, dann habt bitte erbarmen mit euren Lesern, und sorgt dafür, dass man die Textgeschwindigkeit anpassen kann. Aber wartet mal, warum gibt es überhaupt so etwas wie eine Textgeschwindigkeit? Könnte man den Text nicht einfach sofort komplett anzeigen?

Also, man könnte schon. Bei vielen VNs ist das Sofort-Anzeigen auch als die äußerste Option mit dabei (hier: „fastest“), allerdings habe ich an mir selbst gemerkt, dass wenn ich die Wahl habe, ich den Text lieber auf die Geschwindigkeit setze, die ich selbst zum Lesen brauche. Ich kann selbst nicht sagen, warum, das ist einfach…angenehmer. Deswegen ist es auch schön, wenn man diese Geschwindigkeit so genau wie möglich anpassen kann, also nicht nur in drei Stufen, so wie hier, sondern am besten in Form eines Schiebereglers (wie auf den ganzen anderen Beispielen).

Wisst ihr übrigens, was passiert, wenn die Textgeschwindigkeit einem nicht richtig passt? Wenn sie zu schnell ist, fühlt man sich irgendwie gehetzt, und kommt es vor, dass man manchmal versehentlich weiterklickt, ohne den Text richtig gelesen zu haben. Ist sie zu langsam, wird man dagegen ungeduldig und fängt an, wild auf die Weiter-Taste zu hämmern, was wiederum dafür sorgt, dass man manchmal versehentlich weiterklickt. Ist man doch selbst schuld, meint ihr? An sich ja schon. Aber ein Unterhaltungsprodukt sollte einen das Genießen nicht unnötig schwer machen, zumal diese Option alles andere als schwer umzusetzen ist.

Auto Mode

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Die nächste Option ist mit der ersten sehr eng verwandt. Message Speed beeinflusst die Geschwindigkeit, in welcher der Text sich innerhalb der Textbox aufrollt, also wie schnell er erscheint. Normalerweise klickt man diesen Text dann manuell weiter und der neue Text kommt. Aber warum eigentlich? Wenn der Text sowieso schon auf meine Lesegeschwindigkeit ausgerichtet ist, wäre es doch viel einfacher, es würde einfach automatisch weiterklicken, oder? Und sowas übernimmt dann der Auto Mode.

…jedenfalls tut er das theoretisch…ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie will der Auto Mode für mich meistens nicht so richtig funktionieren. Ich glaube, Steins;Gate war bisher die einzige VN, bei der Auto so funktioniert hat, wie es sollte. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach: Nachdem der Text vollständig erschienen ist, der ja an meine Lesegeschwindigkeit bereits angepasst wurde, einfach noch eine Sekunde warten und dann weiter geht’s. Seltsamerweise ist es aber bei den meisten VNs so, dass die Wartezeit bei sehr kurzen Sätzen gleich null ist und bei richtig langen Sätzen wartet der Computer eine halbe Ewigkeit.

Warum?! Liegt vielleicht daran, dass die Spiele auf japanische Schriftzeichen programmiert wurden und die zu lesen einfach länger dauert…wobei man dann doch einfach die Message Speed runterdrehen könnte. Also ich begreife es nicht. Theoretisch könnte ich dank Auto Mode auch VNs lässig im Bett liegend lesen, anstatt meine Hand permanent über der Weitertaste hängen haben zu müssen. Bei langen Sessions wird sowas gerne mal unbequem. Praktisch erzeugt dieser Auto Mode so aber nur jede Menge Frust, weil er kurze Messages zu schnell weiterdrückt und bei Langen kann ich mir dagegen in der Zwischenzeit einen Tee aufbrühen.

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Soll also heißen, ein funktionierender Auto Mode ist eine echt tolle und nützliche Funktion. Ein nicht funktionierender Auto Mode ist dagegen sogar noch schlimmer als gar keiner. Übrigens ist es auch schön, wenn man wenigstens weiß, was man da überhaupt einstellt. Wie gesagt sind VNs alles andere als einheitlich. In diesem dritten Bild hier stellt man zum Beispiel die Wartezeit im Auto Mode ein, im ersten Bild oben dagegen die Geschwindigkeit, mit der es weiterdrückt. Wenn ich also nur einen mehrdeutig beschrifteten Regler habe, verändert der…was genau? Da lobe ich mir die VN im zweiten Bild, bei der nicht nur eine ausführliche Erklärung, sondern auch gleich ein Beispiel wie das Ergebnis aussieht angezeigt wird, damit man es nicht nach Trial & Error ausprobieren muss…

Richtig spannend werden diese Optionen übrigens, wenn die VN eine Synchronisation hat. In der Regel ist man mit dem Lesen des Textes schneller fertig, als der Charakter ausgesprochen hat. Eigentlich ironisch. Man weiß, was der Charakter gesagt hat, bevor er es überhaupt gesagt hat. Die Frage ist dann jedenfalls, ob man noch warten will, bis der Charakter zu Ende gesprochen hat, oder ob man zur nächsten Textbox skippen will. Ich persönlich lasse die Charaktere gerne ausreden und erwarte dann auch vom Auto Mode, dass der das auch macht. Wäre ja auch echt blöd, wenn das Spiel sich selbst ins Wort fallen würde.

Wie soll man das umsetzen? Die Visual Novels hier haben das so gemacht, dass sie die Textgeschwindigkeit an die Länge des Voice Clips anpassen (die VNs, bei denen das nicht als Option einstellbar ist, machen das glaube ich per Default schon). Das ist an sich eine ziemlich gute Lösung, aber ich erinnere mich noch, wie sehr mich dieser eine Charakter in Steins;Gate deswegen genervt hat. Der hat so verflucht langsam gesprochen, das war einfach nicht auszuhalten! Und wenn ihr eins in einer VN vermeiden wollt, dann ist das, dass den Lesern ein Charakter alleine wegen der Systemeinstellungen unsympathisch ist.

Sound Settings

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Mir fiele dafür eine Lösung ein, die ich zwar noch nie in einer VN gesehen habe, deren Existenz ich aber sehr begrüßen würde. Das hier ist also jetzt echte Visual Novel-Pionierarbeit! Inspiriert wurde dies von den Soundeinstellungen, die speziell in dieser VN hier sehr elaboriert waren. In den anderen Beispielen bisher konnte man die Stimmen für bestimmte Charaktere an bzw. ausstellen. Warum man das jemals tun würde, ich habe keine Ahnung. Vielleicht, weil Ruka so nervig langsam spricht. Ich fände es aber trotzdem komisch, für einen Charakter einfach mal gar keine Stimme zu hören.

Jedenfalls kann man in manchen VNs sogar die Lautstärke für jeden Charakter individuell einstellen. Keine lebensnotwendige Funktion, aber es spricht an sich nichts dagegen, das ein oder andere nervige Quietschen etwas leiser und das persönlichkeitsbedingt unverständliche Nuscheln eines anderen Charakters lauter stellen zu können. Bei speziell dieser VN war das aber verdammt cool, weil es extra dafür für jeden Charakter angelegte Voice Tracks gab, die man auch nur da anhören konnte und worin man auch richtig die Persönlichkeit des Charakters spüren konnte. Das erste, was man da gemacht hat, wenn ein neuer Charakter aufgetaucht ist, war erstmal ins Optionsmenü zurückkehren und sich den Voice Track anzuhören, einfach weil das so cool war.

Aber zurück zum Thema: Anstatt bei sowas einfach nur Ton An/Aus bzw. die Lautstärke einstellen zu können, könnte man hier eben auch auf jeden Charakter individuell anpassen, ob die Textgeschwindigkeit mit der Stimme synchronisiert werden soll oder eben nicht. Dann stellt man es bei dem nervigen Stammelhans eben aus und vielleicht auch bei den Plappermäulern, bei denen man kaum mitkommt, und der Auto Mode ist gerettet.

Shortcuts

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Nun zu den letzten Sachen auf der Agenda. Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten sind schon mal sehr vorteilhaft, wenn es um Komfort geht, aber die sollten während des Spielens dann auch jederzeit greifbar sein. Dinge wie Auto oder Skip Mode muss man nämlich während des Spielens aktivieren und deaktivieren, und da ist es von Vorteil, wenn das lebensnotwendige Speicher-Menü vielleicht nicht irgendwo versteckt ist… jedenfalls sollte man gerade solche Dinge wie Auto Mode oder Speichern, was man voraussichtlich immer wieder braucht, nicht über dreizehn Klicks erst erreichbar sein. Für sowas gibt es Shortcuts.

Die kommen in zwei Arten: Einmal Bildschirmshortcuts, wie ein Button fürs Speichern, der direkt neben der Textbox angezeigt wird oder darüber. Das andere sind logischerweise Tastaturshortcuts, wozu hat man denn die 50 Tasten am Computer? Leider macht auch hier so ziemlich jede VN ihr eigenes Ding. Mal aktiviert man Auto Mode mit der A-Taste, mal wie hier mit einer F-Taste, mal verschwindet durch die Leertaste die Textbox, mal drückt man damit zum nächsten Text weiter. Es ist jedes Mal eine Umgewöhnung, das sage ich euch. Besonders auch, da einen viele VNs ihre Tastaturkürzel nicht mal verraten!

Es ist dann nicht verwunderlich, wenn man versehentlich etwas anderes macht, als man vorgehabt hatte, besonders schlimm, wenn man Auto oder Skip aktiviert und dann plötzlich die halbe VN übersprungen hat, bis man wieder herausgefunden hat, wie man es wieder in den Normalzustand zurückbekommt. …ist mir noch nicht passiert, aber es könnte ja vorkommen. Jedenfalls wäre es eigentlich ideal, wenn der Leser oder Spieler sich seine Shortcuts selber zuweisen könnte.

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Dasselbe gilt übrigens für Bildschirmshortcuts. Wie genial wäre es denn, könnte man selbst entscheiden, was für Buttons da auf dem Bildschirm erscheinen…dann könnte ich mal den Save Button etwas weiter weg vom Load Button platzieren, sodass man sich nicht mehr verklicken kann… Gebt es zu, ist euch bestimmt auch schon mal passiert! Leider habe ich noch keine VN gesehen, die sowas echt bietet. Ist also wieder echte Pionierarbeit hier.

Auf alle Fälle ist es aber schön, direkten Zugriff auf die wichtigsten Dinge direkt mitten im Spiel zu haben. Ich kenne VNs, da muss man jedes Mal ins Menü, dann Speichern auswählen, dann noch den Speicherplatz aussuchen und auf denselben Weg wieder zurück. In anderen VNs reicht dafür ein Tastendruck. In der Visual Novel ein Bild weiter oben muss man erst ins Optionsmenü, um das Spiel beenden zu können, und dann nochmal bestätigen. Wisst ihr, wie oft man diese Handlungen im Laufe einer VN durchführt? Ich kann’s zählen. Ich hab 78 Speicherplätze in einer der VNs hier belegt. Unnötige Klicks stören einen zwar nicht bewusst, aber in der Masse macht es schon etwas aus.

Backlog

Backlog

Die vorletzte Komfort-Funktion die ich noch ansprechen möchte, ist der Backlog. Wie ich in den anderen Punkten schon angedeutet habe, kann es gerne mal vorkommen, dass man versehentlich eine Textbox zu viel wegdrückt. Egal, wie ideal eine VN gemacht ist, sowas passiert einfach. Und für solche Fälle gibt es den Backlog, der einem ein gutes Stück weit die vergangenen Nachrichten anzeigt. Dadurch kann man nachlesen, wenn man mal etwas nicht ganz mitgekriegt hat. Stellt euch vor, ihr sollt eine Auswahl treffen, und könnt aber nicht mehr nachlesen wofür!

Einige VNs erlauben einem über dem Backlog zudem, sich die Sprachausgabe noch ein zweites, drittes oder fünftes Mal anzuhören. Für eine VN mit echt guter Synchronisation ist das daher ein Muss, finde ich. Die VN hier im Bild erlaubt einem sogar, komplett zu den vergangenen Szenen zurückzuspringen. Das finde ich einfach nur genial. Ich bin ja eine sehr Screenshot-wüt…äh -freudige Person. Sowas mache ich für Artikel oder einfach nur zum Schwelgen in Erinnerungen.

Dabei kommt es aber manchmal vor, dass ich Auto Mode zu spät deaktiviere oder ich will schauen, ob kurz danach vielleicht noch ein besseres Motiv kommt und dann bin ich schnell mal eins zu weit. Der normale Backlog eignet sich nicht dafür, da er nur den Text und nicht das Visuelle rekonstruiert. Mit dieser Funktion kann ich aber problemlos zu vergangenen Szenen zurückkehren und sie dann Screenshotten. Ich wünschte, jede Visual Novel würde diese Funktion besitzen.

Fullscreen / Window Mode

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Der letzte Punkt hängt ein wenig mit dieser Sache zusammen. Wisst ihr, gerade viele aktuellere Visual Novels maßen sich an, eine Auflösung von 720p zu haben. Das ist an sich nichts Schlechtes. Nur wisst ihr, so groß ist gerade mal mein Bildschirm, und ich behaupte mal, so geht es den meisten Leuten. Wenn ich da eine VN im „Window Mode“ halte, dann ist das Ding größer als mein Bildschirm. Dank der Windows-Leisten ist es dann auch noch ausgerechnet die Textbox unten, die dann nicht mehr zu erkennen ist.

Nun frage ich euch, welchen Sinn hat „Window Mode“? Eigentlich ja der, dass man nebenher noch etwas anderes machen kann. Schließlich ist ein PC nicht nur für Porno-Games da, also, jedenfalls will ich das glauben. Um bei einer so großen VN aber noch irgendetwas anderes tun zu können, muss ich so aus den Fullscreen gehen, das Ding zur Seite schieben, damit ich an das andere Programm komme und danach zur VN zurück und wieder in den Fullscreen wechseln, weil ich sonst die Textbox nicht erkennen kann. Screenshots sind ähnlich umständlich.

Jetzt stellt euch vor, ich habe nebenher einen Chat offen und mache das mehrmals pro Minute. Und ja nicht vergessen, vorher Auto Mode auszuschalten. Das ist umständlich. Um den „Window Mode“ effektiv nutzen zu können, brauche ich so praktisch einen zweiten Bildschirm. Und das alles nur, weil die VN so klobig ist. Ich meine, ich habe zwar einen Zweiten, aber das sollte ernsthaft nicht die Voraussetzung sein, um eine Visual Novel genießen zu können.


Damit dürfte jetzt klar geworden sein, wie wichtig Optionen für das Visual Novel-Erlebnis eigentlich sind. Ehrlich, ich dachte selbst nicht, dass das so viele Wörter werden… und ich habe wirklich nur die aufgezählt, die ich als wirklich wichtig erachte. In der Diashow ganz zu Anfang könnt ihr noch viele weitere Optionen sehen, wie etwa die Farbe der Textbox anpassen, An- und Ausschalten von Effekten oder ob der Mauszeiger nach fünf Sekunden verschwinden soll. Das sind zum Teil auch echt schöne Dinge, aber ich könnte echt weniger kehren.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch auf eine zweite Sache eingehen…nämlich auf Gameplay in Visual Novels. auf die Gefahr hin, dass es dann 5000 Wörter werden, verschiebe ich das jedoch auf ein anderes Mal. Ich wollte nur dieses Schema von „Einen Charakter hypen, dann was anderes und dann wieder einen Charakter hypen“ mal durchbrechen. Dadurch komme ich praktisch zu nichts anderes mehr auf meinem Blog, und eigentlich fiebere ich schon einigen anderen Artikeln entgegen.

Schreibt mir mal eure Meinung zu der Sache. Was interessiert euch aktuell am meisten? Soll ich mich lieber vorerst auf die Charakter-Rankings konzentrieren, oder soll ich lieber mehr gute Visual Novels empfehlen? Lieber mehr zu aktuellen Anime? Oder lieber was ganz anderes? Soll ich die Seitenspalte wieder öfters aktualisieren oder ist die eh allen egal? Schreibt mir vielleicht ein paar Anregungen in die Kommentare.

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12 Kommentare zu “Die Geißel der Visual Novels

  1. Eisigerhauch sagt:

    Ich lese deine Kommentarspalte gerne, sie ist eine Motivation um öfters vorbei zu schauen.
    Anregungen? Anstatt im Dauerregen tausende erregende Charaktere bis auf die Niere zu zerlegen, könntest du deine bildlichen Kettensägen in einem anderen Jagdreviere neu auflegen. Wie wäre es mal wieder mit etwas Literatur abseits von Japan?
    Aber du weißt, ja, wie man mit Konsumenten isst – ich bin trotzdem zufrieden mit dem was du mir auftischst. Im eigenen Tellerrand wärmt auch Suppe im Winter.
    Nicht, dass du mich anders als gemeint verstehst, eine wohl zubereitete Suppe schmeckt eigentlich immer gut, allerdings haben wir Frühling. Wie wäre es also mit ein wenig Gewühl im Kleiderschrank – und dann einer V*rführung in aller Frische?

    • StarlinM00N sagt:

      „Ich lese deine Kommentarspalte gerne, sie ist eine Motivation um öfters vorbei zu schauen.“
      Das ist doch mal eine Motivation, um sie öfters zu aktualisieren.

      Ansonsten, ich verstehe den Kommentar jetzt einfach mal als „Ist alles so schon schön und gut, aber ein wenig Abwechslung wäre auch nicht verkehrt“. Das sollte sich einrichten lassen.

      „Wie wäre es mal wieder mit etwas Literatur abseits von Japan?“
      Gerade was das angeht, hätte ich sogar gerade einen Super Vertreter parat.

      • Eisigerhauch sagt:

        Fabelhaft!
        „Ansonsten, ich verstehe den Kommentar jetzt einfach mal als ‚Ist alles so schon schön und gut, aber ein wenig Abwechslung wäre auch nicht verkehrt‘. Das sollte sich einrichten lassen.“
        Viel mehr wollte ich damit auch nicht aussagen, allerdings hat mir die bildliche Vorstellung einer Yandere gefallen, welche sich nicht entscheiden kann wen sie, aus einem Haufen von Charakteren, mit auf die Reise, außerhalb von japanischer Animation, nehmen soll – sich kurzerhand die Kettensäge greift, sich dann von allen das beste Stück aussägt und in den Reisebeutel legt.
        Die Fiktion endet in einer Modenschau-Szene, benannte Yandere posiert mit ihren Andenken vor den mitgebrachten ‚Reisegefährten‘ – in den entsprechenden Situationen, bitte, mit Herzchen in den Augen bzw. diabolischen Grinsen vorstellen.

        • StarlinM00N sagt:

          Kommt das so vielleicht deinen Vorstellungen entgegen? Ich hoffe jedenfalls nicht, du wolltest die Augen und das Grinsen nicht in den jeweils umgekehrten Situationen haben…

          Wenn man sowas wirklich zeichnet, merkt man erst, wie krank sowas eigentlich ist. Als ich die zerstückelten Leichenteile zeichnen musste, hab ich mich dann schon fragen müssen: Was mache ich hier eigentlich?

        • Eisigerhauch sagt:

          Klasse, dass gefällt mir wirklich gut!
          „Was mache ich hier eigentlich?“
          Das Leben aus vollen Zügen genießen?
          In mein Gesicht hast du jedenfalls eine ziemlich großes Grinsen gezeichnet – daher genau an die richtige Stelle, hoffentlich hast du selbst auch soviel Freude an deinem Werk.

          „Wenn man sowas wirklich zeichnet, merkt man erst, wie krank sowas eigentlich ist.“
          Krank? Ich würde das eher menschlich nennen, sinnvoll – nicht absurd, den Ton treffend, nicht Misstönend.

          Ist der Kopf von Zelos? Wäre ansonsten schade um die schönen Haare.
          Du hast mich – mit deinem elegantem Seitenhieb oder Kompliment? – dazu verleitet Kiznaiver zu gucken, ich werde mich dann in deinem Saison-Abschluss-Artikel für dein Geleit oder mein Leid bedanken.

        • StarlinM00N sagt:

          „hoffentlich hast du selbst auch soviel Freude an deinem Werk.“
          Ich kann ehrlich sagen, dass ich mich noch nie so sehr über eine meiner Zeichnungen gefreut habe.

          „Krank? Ich würde das eher menschlich nennen, sinnvoll – nicht absurd, den Ton treffend, nicht Misstönend.“
          Ja das Zersägen ist vielleicht auch keine große Sache aber komm, Models und so saugen Menschen immerhin ihre Seelen aus, das finde ich dann doch schon irgendwie verstörend.

          „Ist der Kopf von Zelos? Wäre ansonsten schade um die schönen Haare.“
          Da habe ich echt lange für eine Entscheidung mit mir ringen müssen, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass ich ohne Zelos‘ Torso nicht leben kann.

          „Du hast mich – mit deinem elegantem Seitenhieb oder Kompliment? – dazu verleitet Kiznaiver zu gucken, ich werde mich dann in deinem Saison-Abschluss-Artikel für dein Geleit oder mein Leid bedanken.“
          Es wird spannend, bei der Serie kann ich mir ehrlich gesagt beides echt gut vorstellen. im Zweifelsfall wäre ich aber bereit, die Serie in Schutz zu nehmen.

        • Eisigerhauch sagt:

          Um sich vor Seelen-saugenden-Modellen-aus-dem-Weltraum zu schützen, sollte man sich mit mindestens 2 Hüten ausrüsten, einem aus Alufolie und einem weichen Filzhut (Strahlen-Schutz, Abschreckung).
          Was machst du denn mit dem Torso (– spannend, dass er Leben retten kann)?
          „[I]m Zweifelsfall“ läuft es also auf ein Duell hinaus? Zum Glück bin ich bis jetzt ziemlich zufrieden. Wird jedenfalls ein spannender Showdown, da stimme ich dir zu.

    • KlausKinski sagt:

      Unterhalten Sie sich mit Ihren Bekannten auch so wie Sie es hier tun? Bei ihrer umständlichen Wortwahl würde doch glatt jeder Gesprächspartner nach mindestens drei Minuten, die Interesse an jeglicher Konversation verlieren. Literaturfanatiker hin oder her, dafür gehe ich doch nicht studieren, um dann später mal solche Kommentare rauszuhauen mit denen sowieso nur 0,1% der Leser was anfangen kann, oder will.

      • StarlinM00N sagt:

        Mein lieber Herr Klaus, Sie sind doch wohl nicht einer von diesen Leuten, die einfach dauerhaft andere Kommentatoren und Verfasser mit unnötigen Kommentaren stören, oder etwa doch?

        Nach diesem Kommentar war ich mir schon ziemlich sicher, dass der Mann einfach nur einen Streit anfangen wollte und ihm langweilig wurde, nachdem ich so lange nicht auf ihn reagiert habe.
        Wobei ja, also nichts gegen Herrn Hauch aber ein wenig kann ich seinen Punkt hier schon nachvo– also…
        Ähem.

        „mit denen sowieso nur 0,1% der Leser was anfangen kann“
        Übrigens, den Leserzahlen nach die ich habe, entsprechen 0,1% etwa einem Zwanzigstel Leser. Meine Lieblingscharaktere sind offenbar nicht das einzige, was ich zerstückelt habe.

  2. Eisigerhauch sagt:

    Ich liebe Leonard Cohen, diese Version empfinde ich jedoch als atmosphärischer.
    Zu deiner Frage:
    Ich schreibe ganz bestimmt nicht, wie ich rede. Das fände ich, auch, unpraktisch.
    Das gesprochene Wort funktioniert anders als das geschriebene Wort.
    Gestik, Mimik – alles nonverbale – und die Möglichkeit sofort auf das gesagt einzugehen sind doch relevante, wichtige Unterschiede. Die Situation ist eine Andere.
    Jetzt habe ich mir den Untoten-Witz verkneifen können, Wortbruch, wenn man sich schon nach Kinski benennt.

  3. StarlinM00N sagt:

    Eigentlich hatte ich vor, weitere Kommentare, denen ich keinen sinnvollen Beitrag entnehmen kann, zu unterbinden, aber ich will das hier jetzt behalten. Sofern du diese Story nicht von irgendwoher kopiert hast, will ich dir wenigstens den Versuch anerkennen.
    (Ich habe probeweise mal einen Ausschnitt davon gegoogelt. Bekam lustige Ergebnisse wie „Erkenne Psychopathie“, „Boreout-Syndrom“ oder „die geprügelte Generation“. Auch das sehr witzig, wie ich finde.)
    Ich werde darauf aber natürlich nicht eingehen und ich warne dich an dieser Stelle gleich mal vor, dass derart ausuferndes Offtopic Grund genug wäre, weitere Kommentare von dir zu blocken und das werde ich, solltest du auf dieser Schiene weitermachen, auch ohne weitere Vorwarnung tun. Überlege dir also selbst, ob du diesen Weg gehen willst.

  4. […] endlich wird es Zeit, das Thema zu bearbeiten, was ich schon im letzten meiner VN-Artikel ansprechen wollte (und dann aus Platzgründen nicht konnte). Jetzt wo ich sehe, wie lang dieser […]

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