Parasyte – ein Meisterwerk?

Detective MIGI löst jeden Fall!

Die Saison ist (fast) vorüber und dieses mal gibt es einfach so viel zu erzählen, dass ich einfach nicht alles in einem Artikel quetschen kann. Oder will. Zu einigen Serien gibt es nämlich so viel zu schreiben, dass sie von mir einen eigenen Artikel bekommen dürfen – Parasyte ist einer dieser Anime, und davon wird es auch noch einige weitere geben, also freut euch drauf. [Achtung: Spoilars!]

Diese Saison hatte echt verdammt viele gute Titel, und es heißt vielleicht nicht so viel, wenn ich das sage, weil ich noch nicht so lange dabei sein, aber diese Saison könnte vielleicht sogar die stärkste Saison seit überhaupt sein. Nicht nur haben in dieser Saison viele vielversprechende Serien angefangen, es gab auch noch jede Menge toller Fortsetzungen aus der Saison davor und dazu gehört auch Parasyte.

Wer sich noch daran erinnern kann, der wird wissen, dass ich schon zu Anfang eine ziemlich gute Meinung von der Serie hatte und nach Folge 6 hatte ich von der Serie regelrecht geschwärmt. Nun ist die Serie gänzlich vorüber und es steht nun die Frage offen, wie gut die Serie denn letztendlich war. Meine rechte Hand brennt geradezu darauf, euch diese Frage zu beantworten.

Eigentlich heißt dieses Bild ja "Wow.jpg"

Zunächst muss ich sagen, natürlich auch noch wegen Folge 6, dass Parasyte viele echt starke Momente hatte. Die Serie hatte eigentlich vieles: Spannende Action, gutes Drama, konnte einen öfters mal schockieren oder ekeln und wusste, an den richtigen Stellen genau den richtigen Twist zu bringen, um die Story wieder ins Rollen zu bringen. Die Serie hatte auch einige berührende, schaurige und aufregende Stücke – und wusste noch dazu, sie richtig einzusetzen! Und normalerweise fallen mir Hintergrundlieder nicht mal auf. Aber „Next to you“ würde ich mir sogar hin und wieder mal einfach so anhören, also lasst es ruhig mal beim Lesen dieses Artikels im Hintergrund laufen.

Besonders stark fand ich neben der erwähnten Folge, an die wie ich finde auch sonst nichts in der Serie rankam, die Erbarmungslosigkeit, mit der die Serie vorgehen kann, etwa als Shinichi den Hund in die Mülltonne wirft, Migi droht, den Detektiv oder Murano umzubringen, wenn diese von ihm erfahren, oder als die Regierung am Ende gegen die Parasiten vorgeht. Die Serie beschönigt da nichts und ist auch ziemlich konsequent.

Auch gefällt mir diese logische Art, zu kämpfen. Ich habe das schon in vielen Serien positiv erwähnt und deshalb natürlich auch hier. Mir gefiel das Drama auch deshalb, weil Shinichi eben auch mal einen triftigen Grund hatte, traurig zu sein. Also ja, größtenteils war die Serie echt gut und hat viel Spannung geboten.

Dabei war sie doch eigentlich so niedlich...

Wenn ich aber schon so anfange, dann könnt ihr euch schon denken, dass dazu ein „aber“ kommt. Denn dennoch finde ich, dass Parasyte einfach zu viele Schwächen hat, um als Meisterwerk gelten zu dürfen. Dazu gehört dieser geradezu lächerlich vorhersehbare Arc mit Kana. Ich verstehe gar nicht, wie sie da so eine offensichtliche Entwicklung vorbringen konnten, wo die Serie sonst voll mit guten Plottwists ist. Jetzt stellt euch einfach mal vor, wie viel cooler dieser Arc gewesen wäre, wenn Shinichi, weil er auf die ganzen Death Flags von Kana reagiert, das Date mit Murano absagt und es dann dadurch sie erwischt hätte, weil er stattdessen die andere beschützt hat.

Oder dass Murano anscheinend einfach einen an der Klatsche hat und auf Wierdos steht. Generell verhalten sich Charaktere in dieser Serie gerne einmal, als hätten sie das ausgewürfelt, darunter Shinichis Vater, dieses Brillenmädchen das lieber den übermächtigen Parasitenjungen konfrontiert anstatt die Polizei zu informieren oder sogar Migi selbst. Und erinnert ihr euch noch an dieses Haare-Ausreißen, dass sie irgendwann mal inszeniert hatten, als wäre das jetzt der krasse Plottwist? Das macht nicht nur keinen Sinn (denn ja, man erkennt dadurch zwar, ob derjenige ein Parasit ist – hat aber auch den Nachteil, dass man danach abgeschlachtet wird), es war auch irgendwann einfach wieder in der Versenkung verschwunden.

Als größtes Manko sehe ich aber dieses Ende an. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht so simpel, dass ich deswegen rumheulen würde, weil es keinen epischen Shônen-Endkampf gab. Sie haben diesen Kampf ja absichtlich enttäuschen lassen, um stattdessen philosophieren zu können, und für sowas bin ich ja normalerweise zu haben. Nur haben sie gerade diese Philosophie dann so lieblos und unmotiviert hingeschmettert, dass man eher das Gefühl hatte, sie wollten es einfach nur noch irgendwie zu einem Abschluss bringen. Davon abgesehen wirkte es auch ziemlich erzwungen, denn es macht keinen Sinn, dass Gotou sich plötzlich von einem so offensichtlichen Angriff treffen lassen würde, wenn er zuvor einen Überraschungsangriff abwehren konnte.

Mein Gesicht bei der letzten Folge.

So richtig zum Haare ausreißen wurde es aber erst in dieser Epilogfolge. Ich werde euch mal im Detail erklären, was das Problem mit dieser Folge ist. Zunächst fängt Shinichi an, uns seinen Fazit über die Serie mitzuteilen. Es ist an sich kein Problem, dass Shinichi sich mit seinen Erfahrungen aus der Serie auseinandersetzt, aber es wird an dieser Stelle leider etwas sehr deutlich, dass er hier nur als das Sprachrohr des Autors fungiert, der uns dessen Philosophie unter allen Umständen noch an den Kopf werfen wollte.

Das ist so ziemlich die billigste Art und Weise, wie ein Autor seine Gedanken an den Mann bringen kann, nämlich direkt mit einer Ausführung – sowas könnte ein Mittelschüler schreiben. Normalerweise dient ja eine Geschichte dafür als ein Exempel: Das Geschehen in der Geschichte stellt die Philosophie des Autors beispielhaft dar und wir rezipieren dies und bilden uns die Message sozusagen aus dem Geschehen selbst, sie geht einfach aus der Logik der Geschichte hervor. Das ist der niveauvolle Weg, seine Intention in einer Geschichte umzusetzen.

Aber jetzt kommt’s, Shinichis Moralpredigt in der letzten Folge hat aber überhaupt nichts mit dem Inhalt der Serie zu tun! Parasyte hat sich schon in vielen Momenten philosophische Fragen gestellt, unter anderem, was den Menschen ausmacht, was ihn von anderen Lebewesen unterscheidet und ob Menschen eigentlich die wahren Monster/Parasiten auf der Erde sind. Was Shinichi aber in diesem Monolog bringt ist: Menschen können andere Lebensformen nicht verstehen, es sei töricht, etwas anderes zu denken und sinnlos, es überhaupt zu versuchen.

Dies ist eigentlich eines von ganz vielen Ewws, jetzt ist es ein Reaktionsgesicht.

There is just so many things wrong with this. First of all, he is proving himself wrong! Was dieser Abschluss bedeutet, ist ja, dass sämtliche Gedanken, die die Serie zuvor angesprochen hat, von vornherein schon sinnlos waren! Welchen Sinn hatte dann das alles? Schauen wir die ganze Serie, für nichts? Oder sollten wir das so verstehen, dass die Philosophie-Versuche in dieser Serie gescheitert sind und das ist dann die Erkenntnis daraus?

Sorry but that’s not how it works. Wenn er damit seinen Standpunkt untermauern wollte, dann hat er nämlich ein Problem, denn sein Standpunkt lässt sich gar nicht belegen, das ist nämlich ein Devil’s Proof. Man kann nicht beweisen, dass es unmöglich ist, etwas zu verstehen, da das Nicht-Verständnis als Beleg nicht ausreicht. Zu behaupten, man solle so etwas gar nicht versuchen, ist eigentlich nichts anderes, als aufzugeben. Und so etwas will einem dieser Anime allen ernstes nahelegen? Ja klar, warum hören wir nicht einfach ganz auf, die Welt zu erforschen, und schließen einfach alle Universitäten und Schulen, hat doch eh keinen Zweck!

Aber dem noch nicht genug! Der Standpunkt, ist in sich selbst schon widersprüchlich. Er sagt, man könne mit menschlichen Maßstäben das Denken und Verhalten anderer Individuen (ich bin mir nicht ganz sicher, ob er auch andere Menschen einschließt. Wenn ja, wäre das witzig, denn Death Parade widmet sich demselben Gedanken und kommt dabei aber zum umgekehrten Ergebnis) nicht erklären kann. Nun ist dies ja der Standpunkt eines Menschen und damit selbst ein menschlicher Maßstab. Demnach ist dieser Standpunkt ebenso wertlos, um das Denken und Verhalten anderer Individuen zu erklären. Q.E.D.

Diesen Screenshot musste ich einfach verwenden.

Und dann, meine Damen und Herren, engagiert sich der Autor sogar noch einen Mörder, der Shinichis Freundin entführt, damit er mit ihm über die menschliche Natur philosophieren kann. Lassen wir uns das noch mal auf der Zunge zergehen. Ein Mörder. Entführt Shinichis Freundin. Um mit ihm über die menschliche Natur zu philosophieren. Ist alles gesagt, oder? Lustigerweise unterbricht Murano sie dann sogar einfach und sie kommen dann doch wieder zu keinem Ergebnis.

Es wirkt irgendwie alles so…unfertig. Als haben sie versucht, uns damit irgendwas zu zeigen, dann aber gemerkt: „Shit, so geht das nicht!“ und stattdessen haben wir dann dies bekommen. So quasi als Notlösung, damit sie überhaupt irgendwie zu einem Abschluss kommen. Und diese Notgedrungenheit zieht dann leider die ganze Handlung etwas runter. Eine Geschichte ohne einen guten Abschluss ist eben keine perfekte Geschichte.

Also, um das mal kurzzufassen, der gesamte philosophische Aspekt dieses Animes ist voller Löcher und Probleme. Dabei will ich dem Anime zugutehalten, dass er sowas überhaupt versucht hat, denn sowas sieht man in Anime ja auch wirklich selten. Es gibt ein antikes Sprichwort, das besagt: „Großes verfehlen ist ein immerhin edles Versagen.“ Nur versagt hat der Anime an dieser Stelle leider eben trotzdem.

Ja dat hättet de jet nit jedacht, wa?

Im Endeffekt will ich damit aber nicht sagen, diese ganze Kritik an der Philosophie des Anime würde die ganzen positiven Punkte ungeschehen machen. Parasyte bleibt ein Anime mit coolen Twists, spannender Action, gutem Drama und einem tollen OST, der wirklich einige starke Szenen aufweisen konnte – nur eben dazu mit einigen Schwächen bei den Charakteren, einer problematischen Philosophie und einem verwursteten Ende. Das macht es noch zu einem ganz guten Anime, aber ein Meisterwerk ist es leider in keinem Fall.

Meine Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3/5
Action: 4/5
Drama: 4/5
Romance: 3/5
Mystery: 4/5
Nervenkitzel: 5/5
Atmosphäre: 4/5
Animation: 5/5
Soundtrack: 5/5

Und falls ihr euch fragt, wie viele W’s das „Ew“ am Ende bekommen hat: Sechsunddreißig.

Just a reminder of who is best girl

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8 Kommentare zu “Parasyte – ein Meisterwerk?

  1. shinobakura sagt:

    „Die Saison ist (fast) vorüber und dieses mal gibt es einfach so viel zu erzählen, dass ich einfach nicht alles in einem Artikel quetschen kann.“
    Daran dachte ich auch schon, nur wenn ich jetzt anfange einzelne Artikel zu machen bin ich in 3 Monaten noch nicht fertig.

    „Aber “Next to you” würde ich mir sogar hin und wieder mal einfach so anhören, also lasst es ruhig mal beim Lesen dieses Artikels im Hintergrund laufen.“
    Hey die Idee gefällt mir. Tue ich gleich mal. Für mich ist dies ja auch wirklich die beste BGM seit Kemono no Souja Erin. Wobei Ronja auch schon fast nah herankam.

    „Die Serie beschönigt da nichts und ist auch ziemlich konsequent.“
    Ja ich finde dies war auch wirklich die größte Stärke an der Serie. Das Anime scheut sich nicht davor den Main wie ein Arsch dastehen zu lassen oder uns anderweitig was heftiges hinzuknallen. Ich wünschte einfach mehr Anime wären so.

    „Mir gefiel das Drama auch deshalb, weil Shinichi eben auch mal einen triftigen Grund hatte, traurig zu sein.“
    Oh ja. Immerhin verliert er seine Mutter, die hier sogar echt mal ein wenig mehr als ein Random war.

    „Dazu gehört dieser geradezu lächerlich vorhersehbare Arc mit Kana.“
    HaHa. Das Bild beschreibt so perfekt meine Reaktion zu diesen Folgen.

    „Jetzt stellt euch einfach mal vor, wie viel cooler dieser Arc gewesen wäre, wenn Shinichi, weil er auf die ganzen Death Flags von Kana reagiert, das Date mit Murano absagt und es dann dadurch sie erwischt hätte, weil er stattdessen die andere beschützt hat.“
    Bin ich eigentlich der Einzige der genau dies erst noch erwartet hatte? Weil die Serie konnte mich auch davor schon gut überraschen. Ich meine das wäre so typisch für die Serie gewesen und so viel besser. Aber nö….

    „es war auch irgendwann einfach wieder in der Versenkung verschwunden.“
    Ich habe eh nie verstanden was das sollte. Zum einen bekommt man jemandem nicht einfach so ein Büschel Haare ausgerissen. Zum anderen, wie genau haben die das eingeführt? In der einen Szene sehen wir Kinder die das machen. Wurde das dann also Teil der Erziehung? Und ja später ignorieren sie das dann einfach komplett… Vielleicht haben sie selbst kapiert, dass Leute dadurch eher drauf gehen als was sinnvolles zu erreichen, wenn sie einem Parasyten ans Bein pissen. Ich wette ja im Manga gab es dazu noch was.

    „Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht so simpel, dass ich deswegen rumheulen würde, weil es keinen epischen Shônen-Endkampf gab“
    Lass uns lieber rumheulen weil Migi weg ist! Migiiiiii!!!!!

    „Sie haben diesen Kampf ja absichtlich enttäuschen lassen, um stattdessen philosophieren zu können, und für sowas bin ich ja normalerweise zu haben.“
    Was ja eigentlich auch viel besser zur Serie gepasst hat als Sounen Elemente.

    „denn es macht keinen Sinn, dass Gotou sich plötzlich von einem so offensichtlichen Angriff treffen lassen würde, wenn er zuvor einen Überraschungsangriff abwehren konnte.“
    Ja das war auch für mich mit der größte Plothole überhaupt. Ich meine wenn ihm diese giftige Zeug da Schaden macht okay. Kann ich alles hinnehmen. Besonders weil es dann diesen geilen Spruch gab, von wegen keiner kann den Menschen besiegen. Bin ich der Einzige, der das total herrlich fand? Ich meine so richtig: Ha, Parasyten sind vielleicht mega stark, aber schaut euch an was wir für kranken Giftmüllscheiß hinbekommen! Damit rotten wir zur Not alles und jeden aus! Nichts auf der Welt ist schlimmer als wir! Doch er konnte ihn damit einfach so treffen, auch noch an seiner Schwachstelle? Ich meine das verhindert er nicht? Selbst als der Kerl geschlafen hat, hat er besser aufgepasst. Der Main meinte sogar selbst noch zu sich, er wird das sicher nie und nimmer schaffen, weil er einfach viel zu langsam ist. Und dann klappt es doch weil Plot? *sigh*

    „Oder sollten wir das so verstehen, dass die Philosophie-Versuche in dieser Serie gescheitert sind und das ist dann die Erkenntnis daraus?“
    Also für mich kam es ja wirklich so rüber. Wir haben eigentlich versucht ne Moral zu haben, hatten dann aber am Ende doch keine. Und die Moral von der Geschicht: Bitte suche sie hier nicht! Zeigt das Ende der Vorletzten Folge dies nicht eigentlich auch schon? Migi sagt er will den Boss nicht töten und auch der Main will erst abhauen. Dann geht er aber doch zurück und beendet es. Da tut die Serie erst so richtig als wollten sie uns was mitteilen. Von wegen der Typ war zwar böse, aber konnte ja nichts dafür und man sollte ihn dafür nicht hassen. Doch dann geht der Main doch zurück und prügelt noch mal die Scheiße aus diesen kleinen Überresten raus.

    Also ja, die Serie war fast durchgehend gut und kommt maximal gegen Ende etwas ins straucheln. Da für mich aber auch heftig. Dazwischen gab es sonst noch einige Dinge, die ich als Filler bezeichnen würde. Also viele der Folgen mit Kana z.B. Und sehe ich das richtig, die Serie bekommt von dir am Ende 8,2/10 Punkte? Na ob ich so gnädig sein werde muss ich mir noch mal überlegen.

    • StarlinM00N sagt:

      Viel mehr hab ich dem auch gar nicht mehr zuzufügen, nur eine RIchtigstellung:
      „Und sehe ich das richtig, die Serie bekommt von dir am Ende 8,2/10 Punkte?“
      Nein, denn du hast das bestimmt falsch gerechnet, weil einfach jeder das von sich aus falsch rechnen würde. Du hast bestimmt einfach alles x2 genommen, das geht aber nicht einfach so, weil 3/5 ist mein „Durchschnitt“ und damit nicht 6/10, sondern 5/10.
      Eigentlich rauskommen würde ein Durchschnitt von 7,75. Ich mache … irgendwann noch mal einen Artikel, der genauer erklärt, warum.

      • ClearSky sagt:

        Parasyte war echt meine Lieblingsserie für diese Season, ich fands auch gut wie die Charaktere nachvollziehbar gehandelt haben, allgemein hat das alles sehr realistisch gewirkt (innerhalb des Szenarios).

        Zum Ende, Shinichis Schlussworte sind ja:
        „Wir mögen uns nur in wenigen Dingen verstehen können, aber diese häufen sich an. Und so können wir uns aneinander schmiegen.“
        Also ist die Aussage vielleicht eher, dass wir andere Menschen (oder Tiere) nicht gänzlich verstehen können, aber zumindest sogut, dass es reicht um miteinander auszukommen bzw. zu fühlen wie sie denken. Also eher in die Richtung – man kann andere Wesen nicht so leicht verstehen, denn das ist verdammt schwer und sollte daher auch keine vorschnellen Urteile fällen, aber man kann es versuchen und nah dran kommen.
        Ich fand das Ende eigentlich ganz okay. Immerhin kein Ende ala „die Menschen sind böse weil sie die Umwelt verschmutzen“ oder so, ich verstehe sowieso nicht wie manche dann gleich auf der Schiene fahren, dass die Erde ohne den Menschen besser dran wäre. Ich meine wtf die Erde ist ein Planet dem ist es egal ist was auf ihm passiert, dem Universum es es egal was mit der Erde passiert, ja es kann ihm noch nicht einmal egal sein, denn es fühlt ja nicht. In zehn Jahren könnte ein Komet auf die Erde fliegen und es würde für das Universum keinen Unterschied machen^^ Der einzige von dem wir wissen, das er sich um diese Dinge Sorgen macht ist nunmal der Mensch und wenn der nicht mehr existiert gibt es auch niemanden mehr der sich Sorgen macht oder? Das wäre Sinnlos.
        Nichtsdestotrotz ist Umweltschutz natürlich eine wichtige Sache, wir leben ja immerhin zusammen auf diesem Planeten und prfitieren alle davon, das sollte nur an die extremen Öko Fanatiker gehen die tatsächlich solche Ideen verbreiten und sich irgendwie ja anscheiend selbst hassen.
        Diesen Konfilikt schneidet die Serie ja auch an.
        Was ich schade finde ist, dass nie raus kommt woher die Parasiten eigentlich kamen? So Fehlt irgendwie ein Grund für das alles. Oder sollte man es wie z.B einen Virus betrachten, der halt auch einfach so entsteht – nach dem Motto das gehört eben zur Welt mit dazu? Dafür sind die Parasiten hier allerdings etwas zu komplex, wahrscheinlicht sollte man es einfach so hinnehmen oder im Manga gibts ne Erklärung dazu^^

        • StarlinM00N sagt:

          “Wir mögen uns nur in wenigen Dingen verstehen können, aber diese häufen sich an. Und so können wir uns aneinander schmiegen.”
          War das so? Also entweder, wir beide hatten unterschiedliche Subs und eine von denen haben die Nachricht komplett rumgedreht oder was vergessen, oder ich habe da sehr, sehr, sehr schlecht aufgepasst.
          Allerdings bin ich mir zu 100% sicher, dass die Aussagen, die ich im Artikel beschrieben habe (es ist unmöglich andere Lebensformen zu verstehen; es ist anmaßend dies zu glauben und töricht es zu versuchen) genau so in meinem Sub vorkamen und das passt irgendwie überhaupt nicht ineinander.

          Ist natürlich dann die Frage, wessen Sub richtiger war. Ich frage mich, ob das an meiner Meinung zu der Serie was ändert, denn dieser Fazit klingt viel akzeptabler als der andere. Aber an der Bewertung sollte das nicht rütteln, ich hab ja Philosophie nicht mitbewertet.

          „ich verstehe sowieso nicht wie manche dann gleich auf der Schiene fahren, dass die Erde ohne den Menschen besser dran wäre“
          Ich verstehe es schon zumindest, aber würde dem nicht unbedingt zustimmen. Ich fand das sogar gut, wie sie sich da in der vorletzten Folge entschieden hatten, als Shinichi sein eigenes (und das Wohl derer die ihm wichtig sind) über das scheinbare Wohl der Welt gestellt hat.
          …dafür war echt behindert, wie sie zu dem Ergebnis gekommen sind. Migis plötzliche Empathie gegenüber ihrem Killer kam völlig aus dem nichts und wirkte an den Haaren herbeigezogen, und dann noch seine Intervention, als Shinichi ihn am leben lassen wollte. Das war wirklich als hätte er sagen wollen: „Shinichi, deine Entscheidung war scheiße, jetzt dreh um und kill das Teil“.
          Die ganze Entwicklung zu der Endgültigen Entscheidung hin wirkte lieblos dahingeschmettert. Oder vielleicht war’s einfach Zeitdruck und es ging nicht besser. Sicher ist, es war nicht gut.

          „ich verstehe sowieso nicht wie manche dann gleich auf der Schiene fahren, dass die Erde ohne den Menschen besser dran wäre“
          Schön gesagt.

          „Was ich schade finde ist, dass nie raus kommt woher die Parasiten eigentlich kamen? So Fehlt irgendwie ein Grund für das alles.“
          Ja, das wäre ja auch dem Fazit der Serie im Weg, wenn das Problem sich aufgeklärt hätte. So habe ich das zumindest interpretiert.
          Ich finde aber man kann sich schon irgendwie zusammenreimen, dass sie die Entwicklung eines „selbsthassenden Öko-Fanatikers“ waren, der „einen plötzlichen Einfall hatte, die Welt müsse von der Menschheit gerettet werden“. So als eine Art Biowaffen-Terrorismus. Vielleicht war’s ja der Bürgermeister, vielleicht jemand völlig anderes, vielleicht lebt er noch oder er hat sich selbst das Leben genommen, oder er ist Opfer seiner eigenen Erfindung geworden, wir wissen es nicht.
          Ob der Manga dazu eine Erklärung hat, wer weiß.

      • ClearSky sagt:

        “ irgendwann noch mal einen Artikel, der genauer erklärt, warum.“
        Weil dein Wertungssystem nicht bei 0/5 sondern bei 1/5 anfängt?

        • StarlinM00N sagt:

          Ich musste das lustigerweise selber erst nachprüfen, aber Tatsache, als kurze Erklärung reicht dieser Fakt tatsächlich aus.
          0+1+2+3+4+5=15, für den Durchschnitt muss man durch 6 teilen und kommt auf 2,5. Wenn man aber die 0 weglässt hat man immer noch 15, teilt aber durch 5 und das ergibt 3.
          Eigentlich wollte ich das gar nicht mit Mathematik erklären, aber das mache ich wie gesagt in einem Artikel noch.

  2. ClearSky sagt:

    @StarlinM00N
    Da der Antwort Button unter deinem Kommentar nicht auftaucht hier.

    „Allerdings bin ich mir zu 100% sicher, dass die Aussagen, die ich im Artikel beschrieben habe (es ist unmöglich andere Lebensformen zu verstehen; es ist anmaßend dies zu glauben und töricht es zu versuchen) genau so in meinem Sub vorkamen und das passt irgendwie überhaupt nicht ineinander. “
    Es gab beides auch bei meinem Sub. Das Zitat von mir war wirklich die allerletzte Szene (wo sie zu zweit auf dem Dach liegen und der andere Typ schon Bewusstlos/tot ist). Warum er dann zu dieser Meinung am Ende kam? Hm vielleicht weil er seine Liebe gefunden hat, die ihn so akzeptiert wie er ist oder vielleicht weil Migi Sie gerettet hat (sprich Migi versteht ihn nun und handelt als Shinichis Freund und nicht nur zu seinem Vorteil), schwer zu sagen.
    Auf jeden Fall gefällt mir dieses Fazit auch besser, anders wäre das wirklich irgendwie alles umsonst gewesen.

    „…dafür war echt behindert, wie sie zu dem Ergebnis gekommen sind. Migis plötzliche Empathie gegenüber ihrem Killer kam völlig aus dem nichts und wirkte an den Haaren herbeigezogen, und dann noch seine Intervention, als Shinichi ihn am leben lassen wollte. “
    Naja er hat ja irgendwie ein paar Tage in seinem Körper gelebt, wir wissen ja nicht welche Erfahrungen er da gemacht hat, vielleicht hat es ihn auch durcheinander gebracht.

    Was aber wirklich nicht gut war ist die Szene über die sich auch Shino schon zurecht aufgeregt hat, an der ist einfach so vieles falsch^^
    Also die hier:
    „Ja das war auch für mich mit der größte Plothole überhaupt. Ich meine wenn ihm diese giftige Zeug da Schaden macht okay. Kann ich alles hinnehmen. Besonders weil es dann diesen geilen Spruch gab, von wegen keiner kann den Menschen besiegen. Bin ich der Einzige, der das total herrlich fand? Ich meine so richtig: Ha, Parasyten sind vielleicht mega stark, aber schaut euch an was wir für kranken Giftmüllscheiß hinbekommen! Damit rotten wir zur Not alles und jeden aus! Nichts auf der Welt ist schlimmer als wir! Doch er konnte ihn damit einfach so treffen, auch noch an seiner Schwachstelle? Ich meine das verhindert er nicht? Selbst als der Kerl geschlafen hat, hat er besser aufgepasst. Der Main meinte sogar selbst noch zu sich, er wird das sicher nie und nimmer schaffen, weil er einfach viel zu langsam ist. Und dann klappt es doch weil Plot? *sigh*“

    „Ja, das wäre ja auch dem Fazit der Serie im Weg, wenn das Problem sich aufgeklärt hätte. So habe ich das zumindest interpretiert.“
    Stimmt schon, dann hätte man die Schuld auf einen Bösewicht schieben können und der eigentliche Konflikt wäre nicht gelöst worden. Sowas passiert sogar öfter:
    Also es gibt jemanden mit ungewöhnlichen, aber vielleicht gar nicht so verkehrten Ansichten, jedoch ist dieser jemand dann auf einem anderen Gebiet total Rücksichtslos oder einfach nur böse und dadurch hat der andere Konflikt gar keine keine Bewandnis mehr. Ähm ich hoffe man versteht was ich meine. Bei SAO2 gab es z.B. diese Szene mit der „bösen Mutter“ die nicht will das Asuna was mit Kirito zu tun hat. Auf der anderen Seite macht sie aber auch vernünftige Vorschläge nur ist Sie durch die andere Aussage halt direkt mal raus.

    • StarlinM00N sagt:

      „Es gab beides auch bei meinem Sub. Das Zitat von mir war wirklich die allerletzte Szene (wo sie zu zweit auf dem Dach liegen und der andere Typ schon Bewusstlos/tot ist).“
      Ach. Gut, das ändert dann schon ein wenig was.
      Eines finde ich dann aber wiederum doch blöd. Sie bauen ja dann schon wieder erst einen Gedanken auf nur um sich dann am Ende wieder um 180° zu drehen und zu sagen, das davor wäre bullshit. Das wäre dann was, das….dritte Mal in zwei Folgen?
      Ich meine können sie nicht einfach gleich zu dem Schluss kommen zu den sie eigentlich wollten?

      „Naja er hat ja irgendwie ein paar Tage in seinem Körper gelebt, wir wissen ja nicht welche Erfahrungen er da gemacht hat, vielleicht hat es ihn auch durcheinander gebracht.“
      Ja und genau das finde ich irgendwie unpassend. Wir können uns ja nur schwer vorstellen, wie sich ein Parasit da fühlt das nutzen sie dann aus um diese unnachvollziehbare Entwicklung zu rechtfertigen. Ich hätte es lieber gehabt, wenn Migi nach und nach eine sichtbare Charakterentwicklung vollzogen hätte – und es sah auch öfters mal danach aus. Aber das hier kam dann einfach aus dem nichts und zerstört das Ganze.

      „Was aber wirklich nicht gut war ist die Szene über die sich auch Shino schon zurecht aufgeregt hat, an der ist einfach so vieles falsch^^
      Also die hier:“
      Ja. Das habe ich nicht kommentiert, sehe ich aber genauso.

      “ Ähm ich hoffe man versteht was ich meine.“
      Ich verstehe dich, keine Sorge. Übrigens ist das auch ein beliebter Trugschluss in Krimis, um den Verdacht elegant vom Mörder wegzulenken. Es gibt da den Mord und ein weiteres Verbrechen, von dem man erst denkt, dass sie zusammengehören. Dann wird aber erwiesen, dass der Mörder das zweite verbrechen nicht begangen haben kann und man löscht ihn fälschlicherweise auch von der Liste der möglichen Mörder. Das vergisst man dann wieder rückgängig zu machen, wenn man herausfindet, dass die Verbrechen nicht zusammengehören.
      Das war jetzt mal ein wenig offtopic von mir.

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