Parasyte (Kiseijuu) Episode 6

Das Gesicht meiner Leser, wenn sie diesen Artikel lesen.

Lange ist es her, dass ich mal eine Episode gebloggt habe (wenn wir mal Nanatsu no Taizai nicht unter diese Kategorie zählen wollen). Denn ihr wisst ja, ich blogge Episoden nur dann, wenn sie es mir Wert sind und das kommt nun mal nicht so oft vor. Deshalb gleich von mir einen großen Cliffhanger vor dem More-Tag: Was macht die sechste Folge von Parasyte – the Maxim – so wertvoll?

Im Prinzip gibt es drei Dinge, über die ich schreiben will. Um darin aber mal eine gewisse Ordnung reinzubekommen, gehe ich die Folge mal chronologisch durch, den manche Dinge sieht man auch an mehreren Stellen, und an manchen Stellen sieht man gleich mehrere Dinge.

Das hier war übrigens das Eww mit genau 10 W's.

Die Folge beginnt mit einer eher ungewöhnlichen Wiederbelebungsszene. Ausnahmsweise ist nämlich, was gegen Ende einer Folge tot aussieht auch wirklich tot, aber selbstredend braucht die Serie Shinichi noch, weshalb unser aller Lieblingsparasit eine merkwürdige Form von CPR durchführt. Ich habe jetzt keine Lust, darüber zu diskutieren, ob das jetzt besser als ein ganz normaler Cliffhanger gehandhabt wurde oder nicht, aber genau diese Szene erzeugt in beiden einen Wandel, wie wir später noch sehen werden.

Aber zunächst mal zu der Szene an sich. Ist es glaubwürdig, dass Migi ein kaputtes Herz reparieren kann? Offensichtlich hat der andere Parasit eine solche Wendung wohl nicht in Betracht gezogen, sonst hätte er Migi nicht leben (oder eher sterben) lassen. Migi erklärt uns auch löblicherweise sein Vorhaben in einem inneren Monolog. Ganz klar wird sein Vorhaben aber trotzdem nicht: Er „flickt“ also die verletzten Stellen des Herzens vorerst mit seinem eigenen Körper zu, erzeugt (oder sammelt aus Shinichis Körper) frische Zellen, versorgt dabei sich selbst und Shinichi gleichzeitig mit Nährstoffen, während er sich selbst durch den Blutkreislauf nach und nach wieder zu Shinichis Arm zurückbewegt.

Das widerspricht sich nicht direkt mit dem, was wir über die Parasiten bis jetzt wissen, indirekt aber schon. Wie wir wissen, kann ein Parasit im ausgewachsenen Zustand nicht mehr die anderen Körperteile übernehmen, trotzdem übernimmt Migi hier vorläufig die Funktion von Shinichis Herz – und hat nebenbei noch die Kontrolle über dessen Zellen, wie es aussieht. Davon abgesehen frage ich mich, wie auch immer sich Migi durch Shinichis Adern senden will. Teilt sich Migi in viele kleine Migi-Zellen? Heißt das dann, es gibt gleichzeitig mehrere Migis? Auch:

Gluck gluck gluck...

Wisst ihr, an dieser Stelle musste ich mich ehrlich fragen, was Migi überhaupt so abhängig von seinem Host macht. Er kann sich in funktionierende Augen, Münder und sogar in ein Herz verwandeln, also…was hindert ihn eigentlich daran, das Zeug nicht einfach selbst zu trinken? Oder warum trennt er sich nicht einfach ganz ab und verwandelt sich gleich komplett in einen funktionsfähigen Menschen, samt Organen und Enzymen?

Währenddessen läuft eine kurze Szene, in denen sich die Mädels unterhalten. Die Szene war weder sonderlich interessant noch zeigt sie uns irgendwas neues, also belasse ich es mal bei dem Kommentar, dass petite ponytail + Sommersprossen besser als das Kana Hanazawa-Rothaar ist. Dann wacht Shinichi auf und wir sehen schon die erste Andeutung einer Veränderung: Shinichi hat jetzt keine Sehschwäche mehr. Ich muss ehrlich zugeben, mir war die Szene, wo er die Brille aufsetzt, beim ersten Mal entgangen.

Dieser Typ ist schon mal nicht Free!

Zu Shinichis Aufwachen kann ich nur sagen, dass ich es (so wie auch seine Konfrontation mit seiner Mutter in der letzten Folge) ziemlich überzeugend fand, kann jedoch auch nicht wirklich genau sagen, warum das so ist. Was mich aber auch viel mehr wundert ist, wie durchtrainiert Shinichi hier aussieht. Also ganz konträr zu seinem bisherigen, Geek-igen Auftreten. Oder hat Migi ihm gleich bei der Gelegenheit die Muskeln ein wenig aufgebaut? Wie auch immer, nach einer momentären Leidensperiode bekommt Shinichi einen Anruf.

Just what the pic says.

Und diese Szene war dann ziemlich nett gemacht, was der Sub jedoch leider zerstört. Zur Erinnerung, Shinichi weiß, dass sein Vater angegriffen wurde und nach der Szene mit seiner Mutter jetzt auch von wem. Auch, wenn ihm das an dieser Stelle nicht ganz gegenwärtig ist, macht es für ihn keinen Sinn zu fragen: „Did something happen to dad?“ Heck, an dieser Stelle ist es eigentlich sogar wahrscheinlicher, dass er davon ausgeht, dass sein Vater tot oder verschwunden ist (denn dass Leute in Telefonzellen ihren letzten Anruf tätigen, wissen wir seit Higurashi).

Was Shinichi eigentlich sagt ist: „Massaka, tou-san ga?“, was nach meinem Verständnis so viel heißt wie „Don’t tell me, it’s about my dad?“ Ich finde das deshalb so geschickt, weil dieser Satz auf beiden Seiten des Telefons etwas anderes bedeutet. Für Shinichi, der an dieser Stelle wie gesagt nur das schlimmste bezüglich des Lebens seines Vaters zu erwarten hat, erzeugt ein Anruf aus dem Krankenhaus eigentlich viel mehr die Verwunderung darüber, dass sein Vater noch am Leben ist. Für die Krankenschwester, die aber in dem Glauben ist, den Sohn überhaupt erst über den „Unfall“ seines Vaters zu informieren, klingt das aber eben eher so, wie es in dem Untertitel formuliert ist. Auf jeden Fall macht sich Shinichi sofort auf dem Weg zu ihm.

Noch mehr Folge 6 Screenshots

Vor der Tür steht ihm aber ein unerwartetes Hindernis im Weg. Das ist das erste, worüber ich in dieser Folge wirklich sprechen will. Ich habe es an anderer Stelle schon mal erwähnt, aber Shinichi hat etwas, was ihn als Main ziemlich einzigartig macht: Er hat eine Charakterschwäche. Shinichi verliert in Extremsituationen (in die er ja leider sehr oft gerät) die Fassung, was sich in eine Art Scheuklappen-Verhalten äußert. Er ist so fixiert auf das dringende Problem, dass er sich überhaupt keine Gedanken mehr um die kleinen Dinge macht.

Das hat man zum Beispiel in der einen Szene in der Schule gesehen, wo Shinichi sie sofort anschreit, als sie ihm nur helfen will, und man sieht es auch ganz gut hier. Diese kleinen Dinge sind Shinichis soziale Beziehungen, könnte man so sagen. Er überlegt nicht, was andere von ihm halten, wenn er einfach mal so austickt. Er erklärt sich nicht, oder versucht Ausreden zu finden. Für mich wirkt es so, als würden ihm andere einfach komplett egal werden.

Deshalb auch seine Reaktionen in dieser Szene: Erst blickt er sie an, als habe er einen Geist gesehen. Dann ignoriert er sie einfach völlig. Erst als sie ihn anspricht, entgegnet er etwas, aber es ist wirklich nur das nötigste Minimum an Worten. Als sie seine Mutter erwähnt, blickt er sie entgeistert an (ich fand das übrigens auch stark, wie sie sie ihm hier völlig unbewusst auf die Füße treten lassen). Und zum Schluss bringt er gerade mal so ein Lächeln fertig. Versteht mich nicht falsch, ich sehe es ihm nach, dass ihm hier seine eigenen Probleme schon zu viel sind und dass er sich nicht auch noch um die anderer schert. Aber das tue ich, weil ich als Zuschauer auch weiß, was mit ihm los ist. Sie hingegen kann sich das allerhöchstens denken. Und deshalb finde ich es auch ein wenig Schade, dass sein Verhalten nie Sanktionen mit sich führt. Ganz im Gegenteil sogar, niemand hat ihm dies bisher je vorgeworfen.

Hmmm

Während Shinichi nun noch auf dem Weg zum Krankenhaus ist (und auf dem Weg eine Art chance meeting eintritt) wird sein Vater mit einer harschen Wahrheit konfrontiert. Auch nicht schlecht, da unter anderen Umständen die Worte der Beamten eher beruhigend wären – wer würde sich nicht darüber freuen, dass alles nur ein Albtraum war und seine Frau noch am Leben ist? Desweiteren hatte ich zunächst irgendwie den Eindruck, dass der Typ in diesem Bild auch zu den Parasiten gehört. Er hat dieses Zusammenspiel von ausdruckslosem Blick und monotonen Tonfall.

Shinichi begegnet diesen Leuten auf dem Gang, sie drehen sich zu ihm um, aber das wars dann auch. Dann kommt es zur Begegnung zwischen ihm und seinem Vater. Dass Shinichi zu Beginn keine Worte herausbringt, halte ich mehr für ein Mittel, um den Vater zuerst sprechen zu lassen, als irgendetwas anderes. Auch in dieser Szene sehen wir Shinichis impulsiven Charakter:

Und noch mehr Ep6 Screenshots. Noch viel mehr.

Ich darf erinnern, dass die beiden sich in einem Krankenhaus befinden, dass sein Vater erst kürzlich aus dem Koma erwacht ist und dass es sicher auch nicht gerade das schlaueste ist, Begriffe wie „ermordet“ und „Monster“ herumzuschreien. Wie ich gesagt habe, verliert Shinichi das Gefühl für solche Dinge, wenn er unter Druck gesetzt wird. Und das heißt nicht, dass er einfach nur dumm wäre, in anderen Momenten zeigt er sich ja immer sehr wohl fähig zu logischem Denken und kompetent. Zum Beispiel ein paar Szenen weiter, als er sich eine Absteige in der Nähe sucht, damit sein Vater in seiner Reichweite ist. Aber  bevor wir dazu kommen…

Awww. I cri.

Und hier ist die zweite Sache, die ich ansprechen will: Ihr solltet mal beobachten, wann genau die dramatische Musik einsetzt (übrigens ein wunderbares Stück). Die BGM spielt nicht, als Shinichi aufgrund des Schmerzes kein Wort herausbringt. Die Musik spielt nicht, als er sich über die Worte seines Vaters wundert. Die Musik fängt da an zu spielen, als sein Vater ihn bittet, nicht über seine Frau zu sprechen. Versteht ihr? Das Ganze ist nicht so angesetzt, dass wir an dieser Stelle mit Shinichi mitfühlen sollen. Die Dramatik dieser Szene besteht nicht (vordergründig) aus dem Verlust seiner Mutter und seinen daraus entstehenden Rachegefühlen.

Die Dramatik dieser Szene besteht vielmehr aus dem Verlust der geliebten Frau dieses Mannes durch ein für ihn unbekanntes Wesen und der daraus für ihn resultierenden Unsicherheit, wie er mit dieser Situation umgehen soll. Dass er jetzt stark sein muss für seinen Sohn, obwohl er jetzt selbst eine starke Schulter gebrauchen könnte. Und dass sein Sohn die Wahrheit kennt, sie ihm aber nicht erzählen kann oder darf. Das ist so ein großer Unterschied zu dem üblichen inhaltslosem Geweine in Anime.

Best girl detected.

Und dann gibt es fateful encounter, take two. Nun gut, das ist natürlich etwas bequem geschrieben, da gibt es auch nicht viel zu verteidigen, das ist nun mal einfach ein absichtlicher Zufall. Daraufhin gibt es dann auch die zweite, jetzt stärkere Andeutung, dass sein persönlicher organischer Herzschrittmacher anscheinend mehr mit seinem Körper angestellt hat, als einfach ihn einfach nur wiederzubeleben: Shinichi kann nun nicht mehr nur wieder normal sehen, sondern jetzt auch übermenschlich gut hören. Für Migi hatte das jedoch gegenteilige Konsequenzen:

Hässlich auszusehen gilt offensichtlich wohl nicht als Schwäche.

Dafür muss ich dann aber wieder das Sunrising zu Beginn der Folge verzeihen. Wir haben eine gegensätzliche Entwicklung für die zwei. Ganz zu Beginn hat Migi die Kämpfe komplett übernommen, und es kam irgendwie so ein bisschen raus, dass alle Parasiten in ihren Fähigkeiten grundsätzlich gleich stark sind (abgesehen von der Lehrerin). Im Kampf mit Typ A hat Shinichi zum ersten Mal selbst Hand anlegen müssen – also die Linke, war aber kaum von Nutzen und mehr aufgrund des Überraschungseffekts ausschlaggebend.

Jetzt aber wird Migi schwächer, und was das witzige daran ist, menschlicher. Gleichzeitig wird Shinichi stärker, und zwar in einem übermenschlichen Sinne, was ihn demnach weniger menschlich macht. Wir Blicken jetzt also auf einen Punkt, in dem das Geschehen mehr und mehr in Shinichis, äh, nicht in seiner Hand liegt. Wer weiß wohl, wohin diese Entwicklung am Ende noch führen wird? Darauf bin ich sicherlich aktuell am allermeisten gespannt.

Und auch wenn Migi uns in dieser Szene noch einmal betont, dass er allein aus eigennützigem Interesse gehandelt habe, ist für uns langsam fraglich, ob wir ihn noch als einen objektiven Informationsgeber betrachten sollen, jetzt, wo er schon auf biologischer Ebene einen Funken Menschlichkeit aufweist. Vor allem, da er aus der Sache einen persönlichen Schaden davongetragen hat, wirkt diese Bemerkung eher wie eine abgeschwächte Version von: „I-it’s not like I did it for you or anything!“

Chance meeting girl added to harem.

Shinichi entschließt sich also, während seine rechte Hand eingeschlafen ist, selbst vor dem Krankenhaus Wache zu schieben, wobei ihm erneut chance meeting girl über dem Weg läuft. Und ganz ehrlich – im Gegensatz zu den anderen Mädchen dieser Serie gönne ich ihr dieses Interesse an ihm sogar. Sie hat ihn bisher als jemand erlebt, der seine Familie sehr liebt, gesehen, wie stark die Sorge um seinen Vater ist und wie ihm diese Situation mitgenommen hat. Und sie hat miterlebt, wie es ihm – zum Teil sogar durch ihre eigenen Handlungen – wieder besser geht.

Das ist aus meiner Sicht bedeutend mehr Wert als „You saved me, my hero ❤ „ oder „You’re so cool!“ vom KanaHana-Mädchen. Alles, was Murano an ihm findet, war nicht mal Shinichis Verdienst. Migi hat den Basketball eingekorbt. Migi hat die Steine, die nach Shinichi geworfen worden, aufgefangen. Migi ist derjenige von den beiden, der awesome war. Eigentlich hat Migi sich Muranos Liebe verdient, nicht Shinichi. Aber dieses Mädchen? Sie findet an Shinichi zumindest einen Charakterzug.

Und nicht zuletzt kann sie über ihren Schatten springen und ihn fragen, was für Mädchen wie Jungs eine Menge Überwindung kostet – während Murano ironischerweise sogar in dieser Folge noch um die Hilfe ihrer Freundin betteln muss. Und da Shinichi auch nicht lange vorhat, hier zu bleiben, finde ich es auch nicht falsch von ihr, dass sie nicht lange fackelt, im Gegenteil, es wäre sogar eine Schande für sie, zu lange zu warten.

Time for an even more fateful encounter

Tja, leider wird die Szene aber unterbrochen zugunsten eines noch viel stärkeren fateful encounters. An dieser Stelle sieht man auch wunderbar alle drei Dinge, die ich in diesem Text ansprechen wollte. Zuallererst wäre da wieder, wie überstürzt Shinichi an dieser Stelle reagiert. Nicht nur, dass er überhaupt nicht auf das arme Mädchen eingeht, er rennt sogar schon los, noch bevor sie ihm wirklich seine Frage beantworten kann. Die Arme, wie sie ihm den ganzen Weg hinterherrennen muss…Mehr noch, er unterbricht sogar Migi, und wir wissen, dass Migi kaum etwas ansprechen würde, was nicht unmittelbar mit ihrem bevorstehenden Kampf zu tun hat. Übrigens hat dieses Mädchen sogar den Nerv, sich sogar bei ihm dafür zu beschweren, dass er sich so asozial verhält. Ich weiß schon, warum ich sie am sympathischsten finde.

Das zweite ist die Musikregie in dieser Szene. Ich fand es überraschend, dass an dieser Stelle erneut das dramatische Klavierstück spielt. Es wäre an dieser Stelle einfach gewesen, irgendein actionlastiges oder badass Lied zu spielen – die Serie hatte davon bereits genug gezeigt. Dennoch spielen sie an dieser Stelle das Dramatische, und legen damit den Fokus an einer völlig anderen Stelle an: Es geht nicht darum, dass unser Main jetzt endlich stark und resolut auftritt, der Akzent wird eher auf Shinichis Gefühle gelegt, dass er eben so impulsiv reagiert, auf die Dramatik, dass Shinichi so bestimmt darauf auf ist, den Mörder seiner Mutter in deren Körper zu erledigen. Das erzeugt eine echt packende Stimmung, die bei mir auch eine Gänsehaut erzeugt hat.

Langsam geht es zu Ende mit den Folge 6 Screenshots

Nicht zuletzt war auch die Szenengebung echt kompetent, wie sie kurz auf Migis Auge zeigen und er danach eine Vollbremsung vor der Mauer hinlegt. Flashbacks und die Entscheidung. Also mit dieser Szene war ich wirklich mitgerissen und denke, dass dies die bisher stärkste Folge der Saison war. Und dies kann bei der aktuellen Saison sogar so einiges heißen.

Das Dritte ist der körperliche Wandel Shinichis, den wir in dieser Szene wohl erst recht deutlich zu Gesicht bekommen. Anfänglich mit der Bemerkung Makis, wie schnell Shinichi doch rennen kann, bis spätestens als er einfach auf die Mauer springt, ist jetzt auch klar, dass er körperlich stärker geworden ist. Aber sein Wandel scheint ihn auch nicht perfekt zu machen: Während er scheinbar nicht nur wieder normal, sondern sogar übermenschlich gut sehen kann, reicht seine Sicht dann doch nicht aus, um zu erkennen, dass es sich dabei doch recht offensichtlich um einen männlichen Hinterkopf handelt. Oder war das ein Effekt seiner emotionalen Scheuklappen?

Auf jeden Fall bin ich – jetzt erst recht – über die kommenden Folgen dieser Serie echt gespannt. Falls ihr Parasyte – the Maxim – bisher noch nicht angefangen habt, dann tja, habe ich euch jetzt leider extrem gespoilert. Aber wenigstens wisst ihr jetzt, was ihr alles verpasst habt.

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3 Kommentare zu “Parasyte (Kiseijuu) Episode 6

  1. Bob sagt:

    Ein sehr guter und interessanter Beitrag ich versuche mal auf ein paar Dinge einzugehen.

    „trotzdem übernimmt Migi hier vorläufig die Funktion von Shinichis Herz“
    So wie ich das mitbekommen habe, übernimmt er nicht vollständig das Herz. Er verschmiltzt mit dem Herz unseres MC und sorgt dafür das der Blutkreislauf aufrechterhalten wird.

    „was hindert ihn eigentlich daran, das Zeug nicht einfach selbst zu trinken“
    Liegt eventuell damit zusammen das er selber keine Möglichkeit hat seinen eigenen Körper so zu Verwandeln oder zu Verändern das er Nährstoffe verarbeiten und ein intaktes eigenes Leben ermöglichen könnte.

    „Was mich aber auch viel mehr wundert ist, wie durchtrainiert Shinichi hier aussieht“
    Ich würde nicht sagen durchtrainiert dadurch das er etwas bis viel Gewicht verloren hat (weil er durch Migi nur das nötigste bekommen hat) sieht er einfach nur etwas proportionierter aus. Er hat durch den Gewichtsverlust wahrscheinlich auch etwas Fett an seinem Körper verloren im Gegensatz aber keine Muskeln abgebaut. Dadurch sieht er eventuell etwas muskulöser aus (obwohl er einfach nur Gewicht verloren hat).

    „Was Shinichi eigentlich sagt ist: “Massaka, tou-san ga?”, was nach meinem Verständnis so viel heißt wie “Don’t tell me, it’s about my dad?”“
    Hier kann ich nichts zu sagen da meine Japanisch kenntnisse miserabel sind. Doch so schlimm empfinde ich es nicht der Sub vermittelt ja trotzdem das unser MC sofort auf seinen Vater kommt und ahnt das etwas passiert sein muss.
    (Den Fansub den ich habe, hat die Szene genauso übersetzt:
    Did something happen to MY dad? (Underwater))

    Zu deinen nächsten Äußerungen kann ich dir zustimmen aber auch irgendwie nicht den seine gesamten impulsiven Charakter haben wir nur bislang im Zusammenhang mit den Parasyten und Migi. Wir wissen im Grunde nicht wie der ECHTE MC so tickt ohne Migi und ohne Parasyten die ihn umbringen wollen.

    „Er überlegt nicht, was andere von ihm halten, wenn er einfach mal so austickt. Er erklärt sich nicht, oder versucht Ausreden zu finden. Für mich wirkt es so, als würden ihm andere einfach komplett egal werden.“
    Den Punkt finde ich dann doch sehr sagen wir falsch. Ich meine wie sollte er sich den deiner Meinung nach erklären. Wenn er versucht irgendwelche billigen Ausreden zu erfinden würden das vermutlich die Personen in seinem Umfeld durchschauen.
    Dein letzter Punkt wir müssen sehen wie sich das entwickelt bis jetzt habe ich noch nicht den Eindruck es würde sich so Entwickel wie du es geschrieben hast.

    Die weiteren Abschnitt mit dem Gespräch ziwschen dem Vater und MC ist sehr schön analysiert und geschrieben genauso wie der Part mit MIgis schwäche (mehr fällt mir auch nicht ein oder habe irgendeine Ergänzung zu machen).

    „Alles, was Murano an ihm findet, war nicht mal Shinichis Verdienst. Migi hat den Basketball eingekorbt. Migi hat die Steine, die nach Shinichi geworfen worden, aufgefangen. Migi ist derjenige von den beiden, der awesome war. Eigentlich hat Migi sich Muranos Liebe verdient, nicht Shinichi“
    Hier muss ich doch arg widersprechen, ich meine diese Szenen haben ja nicht dazu geführt, das Sie Gefühle für unseren MC entwickelt (die hatte sie doch schon vorher). Das einzige was Migi dazu beiträgt sind die berühmten Tropfen auf dem heiße Stein.
    Ich würde schon sagen das Sie mit Sicherheit keine Gefühle für ihn Entwickel hat weil er „So COOL ist“

    Mit dem Rest stimme ich wieder über ein und freue mich schon auf die nächsten Folgen und welche Entwicklung unsere Protagonisten durchmachen.

    • StarlinM00N sagt:

      „So wie ich das mitbekommen habe, übernimmt er nicht vollständig das Herz. Er verschmiltzt mit dem Herz unseres MC und sorgt dafür das der Blutkreislauf aufrechterhalten wird.“

      Ja, so habe ich das auch aufgefasst, aber so meinte ich das auch nicht (die Funktion des Herzens übernehmen =/= das Herz übernehmen). Punkt ist aber, dass Migi offensichtlich sich in ein Herz verwandeln kann (haben wir gesehen, bevor er reingeschlüpft ist) und offensichtlich auch mitsamt der Funktion des Herzens. Was mich dann zu der Frage bringt, warum…(siehe nächster Absatz)

      „Liegt eventuell damit zusammen das er selber keine Möglichkeit hat seinen eigenen Körper so zu Verwandeln oder zu Verändern das er Nährstoffe verarbeiten und ein intaktes eigenes Leben ermöglichen könnte.“

      …Richtig! Das wäre die einzige logische Erklärung. Nur wundert mich das eben sehr, wenn wir praktisch gezeigt bekommen, dass sich diese Dinger in nahezu alles verwandeln können, aber eben ausgerechnet nicht in das? Bisher gab es für diese Einschränkung auch keine Erklärung.

      „Ich würde nicht sagen durchtrainiert dadurch das er etwas bis viel Gewicht verloren hat (weil er durch Migi nur das nötigste bekommen hat) sieht er einfach nur etwas proportionierter aus. Er hat durch den Gewichtsverlust wahrscheinlich auch etwas Fett an seinem Körper verloren im Gegensatz aber keine Muskeln abgebaut. Dadurch sieht er eventuell etwas muskulöser aus (obwohl er einfach nur Gewicht verloren hat).“

      Hier muss ich aber widersprechen – wobei das jetzt unfair ist, denn nach den aktuelleren Folgen ist die körperliche Veränderung Shinichis bestätigt und erklärt worden, was damals noch nicht sicher war.
      Ich könnte jetzt noch schlau daherreden und zwei Dinge nennen, wieso man schon in dieser Folge eher von durchtrainiert als abgemagert sprechen kann, aber nach den zusätzlichen Informationen käme ich mir da schäbig vor.

      „Hier kann ich nichts zu sagen da meine Japanisch kenntnisse miserabel sind. Doch so schlimm empfinde ich es nicht der Sub vermittelt ja trotzdem das unser MC sofort auf seinen Vater kommt und ahnt das etwas passiert sein muss.“

      Schlimm fand ich das an dieser Stelle ja auch nicht. Nur schade, denn es nimmt an dieser Stene irgendwie die Tiefe raus, die die Szene eigentlich hatte.

      „Zu deinen nächsten Äußerungen kann ich dir zustimmen aber auch irgendwie nicht den seine gesamten impulsiven Charakter haben wir nur bislang im Zusammenhang mit den Parasyten und Migi. Wir wissen im Grunde nicht wie der ECHTE MC so tickt ohne Migi und ohne Parasyten die ihn umbringen wollen.“

      Hm, stimmt das so? Trotz der Parasiten haben wir Shinichi doch sehr oft schon in Interaktion mit Menschen – seinen Freunden, seiner Mutter, mit den bösen Jungs – gesehen und da kommt auch sein Charakter zum Ausdruck. Zum Beispiel an der Szene mit den Steinen, die sie nach ihm geworfen haben: Er hat sie ja regelrecht mit einem „Wenn Blicke töten könnten“ Ausdruck angeblickt. Was in dieser Szene absolut nicht notwendig war! Erhat da so richtig schön überreagiert. Die Szene mit Murano in Folge 6 war ja ebenfalls in Abwesenheit von Parasiten geschehen und hach, in der aktuellen Folge gibt es so ein Flashback wo man diese überforderte Reaktion Shinichis richtig herrlich feststellen kann. Aber ich spiele mit den Gedanken diese Folge(n) auch zu bloggen, weshalb ich nicht zu viel dazu hier sagen will.
      Jedenfalls denke ich schon, dass das ein sichtbarer Teil seines Charakterkonzepts sein soll.

      „Den Punkt finde ich dann doch sehr sagen wir falsch. Ich meine wie sollte er sich den deiner Meinung nach erklären. Wenn er versucht irgendwelche billigen Ausreden zu erfinden würden das vermutlich die Personen in seinem Umfeld durchschauen.“

      Haa…das ist eine gute Frage eigentlich. Auf alle Fälle würde ich sagen: Nicht so. Er muss sie ja wirklich nicht gleich anfahren. Er könnte zum Beispiel den Superhelden spielen und sagen: „Ich kann dir das jetzt nicht in Ruhe erklären, aber vertrau mir bitte okay?“ und ich wette, das würde bei Murano super funktionieren. Ich meine, sie macht es ja so schon, ohne dass er es ihr sagt! Damit hätte er nicht nur ihr ungeteiltes Einverständnis, er würde sogar noch vor ihr cool und mysteriös rüberkommen, weil er damit zeigt, dass er Herr der Lage ist.
      ABER: Dieser Punkt mit Shinichis Charakterschwäche war nie als Kritikpunkt an die Serie oder den Charakter gedacht, im Gegenteil. Ich finde nicht nur, dass diese Eigenschaft die Handlung interessanter macht, nein, sie verleiht auch Shinichi eine spannende Facette. Er ist kein „Superheld“ in dem Sinne, aber er ist auch kein Schwachmat in üblichen Anime-Sinn. Er ist eben ein Mensch – und wie oft hat man denn schon einen Menschen in Anime!

      „Eigentlich hat Migi sich Muranos Liebe verdient, nicht Shinichi”
      Hier muss ich doch arg widersprechen, ich meine diese Szenen haben ja nicht dazu geführt, das Sie Gefühle für unseren MC entwickelt (die hatte sie doch schon vorher). Das einzige was Migi dazu beiträgt sind die berühmten Tropfen auf dem heiße Stein.“

      Haha, hier muss ich wohl meine Niederlage eingestehen. Auch aktuelle Szenen zeigen, dass die beiden sich schon länger kennen.
      Was mich nur abstößt ist: Das ist die Beziehung zwischen den beiden, wie wir sie im Anime präsentiert bekommen. Wie sich Murano wirklich in Shinichi verliebt hat, zeigen sie uns ja nicht, wir sehen eben nur diese „Tropfen auf dem heißen Stein“. Und alleine diese sorgen dann dafür, dass ihre Zuneigung zu ihm für mich oberflächlich wirkt und sie dadurch unsympathisch. Das ist für mich eine der wenigen Stellen, wo sich der Anime präsentatorisch vergriffen hat.

  2. […] kann, der wird wissen, dass ich schon zu Anfang eine ziemlich gute Meinung von der Serie hatte und nach Folge 6 hatte ich von der Serie regelrecht geschwärmt. Nun ist die Serie gänzlich vorüber und es steht […]

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