Ein bisschen herziehen über Space Battleshit Yamato 2199

Das hier ist es, unser Space Battleshit Yamato.

In letzter Zeit habe ich die Serie Space Battleship Yamato 2199 geschaut und vor kurzem beendet. Und wisst ihr was, in dieser Serie gibt es so viel Lächerliches und Hilariöses, dass ich mich einfach mal in einem Artikel darüber lustig machen muss! Ihr lest also ein etwas anderes Review wie seinerzeit zu Dog Days, nur halt in Space, mit Weltraumnazis und mit weniger nackig, dafür aber umso mehr dat ass™. Ich muss gleich sagen, dass ich auf die ganze Serie eingehen werde und es dementsprechend ein paar Spoiler geben wird, aber die kommen natürlich erst in den unteren Abschnitten und ich werde extra eine Spoilergrenze ziehen, also keine Angst.

Ich habe die Serie mit null Vorwissen angefangen, außer eben dem was der Name hergibt und dachte, okay, es geht eben um Japans liebstes Kriegsschiff in Space. Man wird in der ersten Folge natürlich gleich in eine Spaceschlacht geworfen und hat keine Ahnung worum es eigentlich geht, aber das soll wohl so sein. Als erstes ist mir aufgefallen, wie sparsam die Kämpfe aussehen, und für eine Einstiegsepisode, die eigentlich was hermachen sollte, ist das schon verwunderlich. Also mit CG-Raumschiffen, das war klar, aber die Bewegungen der Raumschiffe sehen irgendwie ulkig aus und actiongeladen war das auch nicht gerade. Für eine Weile schauen wir also zu, wie die Raumschiffe sich gegenseitig in Slow Motion mit lustigen bunten Strahlen bewerfen. Und natürlich gehören zu jeder Spaceschlacht unzählige sterbende Randoms, damit wir auch ja wissen, dass das hier serious business™ ist, ohne dass dabei unsere Charaktere draufgehen müssen.

Der erste aufregende Moment ist, wo ein Navigator sagt, dass über ihnen ein Feind aufgetaucht ist und der Kapitän wie von der Wespe gestochen nach oben guckt. Ich meine ihr müsst euch das mal vorstellen, die befinden sich in einem Raumschiff, das einzige, was er da sehen wird, ist die Decke! Ich musste an dieser Stelle herzlich lachen und das beste ist, das passiert sogar noch ein paar Mal in dem Anime und immer kommt der Feind von oben. Das beste war aber, als dann die Crew des einen Schiffs plötzlich anfing zu singen und dann der Kapitän mir dann mit seinem Blick mitteilte, dass er genau dasselbe dachte wie ich:

Mein Gesicht als.

Wie um diese Frage zu beantworten, erklären sie uns kurz darauf worum es eigentlich ging: Die Erde ist am Rande der Zerstörung durch die Space Nazis und in dieser Schlacht haben sie irgendeine overpowerte Weltraumtechnologie vom Mars besorgt, um damit dann das Superschiff Yamato zu bauen, mit der sie dann noch eine overpowerte Weltraumtechnologie von einem weit entfernten Planeten abholen sollen, mit der sie die Welt retten können. Die Menschheit hat nämlich nur noch ein Jahr zu leben und ich muss schon sagen, es ist schon verdammt cool, wie der Kapitän uns in jedem Episodenpreview sagt, wie viele Tage die Menschheit noch zu leben hat. Leider habe ich das immer übersprungen, weil diese Serie nämlich kein Ending hat, sondern nur die wichtigsten Szenen des Anime noch einmal zeigt, während die Credits ablaufen. Sie rufen also die Crew zusammen, die ich gleich noch vorstelle und dann brechen sie auf zu einer Odyssee im Weltraum!

Als ich das Schiff gesehen habe wurde mir schon mal klar, dass die Serie einzig und allein dafür existiert, das Lieblingsschiff der Japaner hochleben zu lassen und die Form des Schiffes ist im Weltraum bestimmt auch unglaublich hilfreich. Diesen Patriotismus erkennt man auch in dem Opening, denn das zeigt nicht etwa die Charaktere oder awesome Space Schlachten, nein die meiste Zeit über sehen wir nur das Schiff gemütlich dahintreiben, während eine männliche Sopranstimme immer wieder „Ya~Ma~To~~“ ruft. Ihr könnt es euch vielleicht denken, aber das Opening habe ich auch übersprungen.

Jetzt noch einen Absatz mit etwas ernsterer Kritik: Generell finde ich es ein bisschen Schade, dass sie die Bewaffnung der Yamato nicht wirklich erklären. Ich meine die Kämpfe laufen ähnlich wie in Ars Nova ab (zur Erinnerung, diesen Anime mochte ich sehr), da geht es nicht um flashy bumm bumm, da geht es um die taktischen Entscheidungen des Kapitäns. Und da bekommen wir leider nicht mitgeteilt, wie viele von den Type 3-Geschossen die Yamato am Bord hat oder was der Unterschied zu den regulären Beamwaffen ist, oder welche Funktionen die Fluggleiter haben oder wie viel der Schild aushält und so können wir die Entscheidungen des Kapitän nicht wirklich nachvollziehen.

Unser unerschütterlicher Kapitän!

„Ich mache mir Sorgen um unseren Kapitän.“ – unbenanntes Crewmitglied A
„Musst du nicht, der ist doch unsterblich.“ – unbenanntes Crewmitglied B
„Achja, stimmt.“ – unbenanntes Crewmitglied A

Und das hier ist er, unser etwas in die Jahre gekommener Held und mein persönlicher Lieblingscharakter der Serie. Ich weiß nicht mal wie er heißt, weil die anderen ihn immer nur den Kapitän nennen. Ihm kommt also die Aufgaben zu, den Rest der Crew auszuwählen, Befehle zu erteilen, sämtliche wichtigen Entscheidungen zu treffen und natürlich das Wichtigste: Unter seiner Mütze immer einen verdammt coolen und verheißungsvollen Schatten zu haben! Nein wirklich, das muss eine seiner Aufgaben sein, denn diese Blicke macht er im Kapitänsstuhl wirklich immer und wenn er sich gerade privat mit den anderen alten Knackern unterhält, kann er auch ganz normal gucken. Die meiste Zeit ist unser Kapitän also unheimlich cool, hat aber auch manchmal eine fast schon niedliche emotionale Seite.

Neben ihm auf der Brücke befinden sich unser Hauptcharakter und Tactical Officer Kodai Susumu, der den Knopf für die Kanone drücken darf, sowie alles was sonst noch so ansteht, also auch die Gleiter fliegen, unbekannte Planeten erkunden und einmal darf er auch das Schiff putzen. Ihn begleiten wir die meiste Zeit des Anime und naja, er ist halt so ein typischer Hauptcharakter und hat übrigens einen Nutzlosigkeitsindex von fünf. Neben ihm ist der Pilot des Schiffs Daisuke Shima, der so ein wenig ein Rivale für ihn ist, ansonsten aber irgendwie ziemlich irrelevant ist. Auf der anderen Seite von ihm sitzt die Operations Officer Yuki Mori, die Kodai einfach nicht an seinen Steuerknüppel lassen will. Bei ihr bin ich mir nicht ganz im Klaren, was ihre Rolle auf der Brücke ist, vor allem da sie sowieso meistens verhindert ist und das Schiff auch ohne sie gut zurecht kommt. Ihre Aufgabe im Anime ist aber mehr als deutlich:

Ohhhhhh......dat ass™.

Meine Herren, ich stelle vor: Operations Officer Yuki Mori. Ich sehe schon, worauf die Kostümdesigner besonderen Wert gelegt haben: Natürlich auf Funktionalität. Im Hintergrund sehen wir übrigens unseren Hauptcharakter, dessen Blickrichtung ihr euch unbedingt merken solltet. Unsere Operations Officer denkt nämlich gleich, dass es doch schade wäre, wenn nur die Zuschauer etwas von ihr haben und beschließt sich sogleich, sich auf eine sehr merkwürdige Weise hinzusetzen:

Kodai: Ooooooh,...dat ass™.

Faszinierend, denkt sich Tactical Officer Kodai. Deswegen entschließt er sich auch, Mori so lange im Auge zu behalten, bis sie auch wirklich sitzt, sie könnte sich ja dabei etwas tun. Erst danach erlaubt er sich, zu blinzeln:

Da läuft bestimmt sein jüngstes Erlebnis nochmal vor seinem inneren Auge ab.

Mmh, das gefällt unserem Tactical Officer Kodai. Aber jetzt mal im ernst, ich bin mir nicht mal sicher, was öfter von ihr im Bild war, ihr Arsch oder ihr Gesicht. Und ihr Gesicht sah man ziemlich oft. Und das lustigste ist, man hielt diese Szene anscheinend für so wichtig, dass man sich entschieden hat, sie im Ending noch einmal hochleben zu lassen:

Au ja, das mussten wir natürlich unbedingt zweimal sehen.

Jedenfalls gibt es außer diesen Charakteren noch viele weitere wie einen Arzt, der so aussieht und sich so verhält wie ein geräuschvolles Äffchen (und leider trotzdem noch der drittbeste Charakter der Serie), ein Mechanikerteam, eine ganze Fliegerstaffel, eine Forscherin, die Security, einen zweiten Arsch und ein Roboter, welcher sogar eine Folge über Philosophie spendiert bekommt. Ich kann schwer auf alle von ihnen eingehen und fahre deshalb lieber mit der Story sowie weiteren Lächerlichkeiten fort.

Natürlich erfolgt die Reise nach Iscandar (so der Name ihres ihr Zielortes) nicht ereignislos, auch wenn die meisten ihrer Zwischenfälle aus Begegnungen mit den Space Nazis bestehen. Kurz nach ihrem Start probieren sie ihre neue Alientechnologie aus, mit der sie sich quasi mehrere Lichtjahre durch den Space teleportieren können und da geht anscheinend irgendwas schief, jedenfalls müssen sie auf irgendeinem nahegelegenen Mond landen, auf dem rein zufällig genau das Material ist, das sie brauchen – und ein Hauptquartier der Space Nazis. Das ist kein Zufall, denen gehört nämlich der ganze Weltraum.

Generell muss ich mich über die Space Nazis doch sehr wundern. Die besitzen zwar offensichtlich ihre eigene Sprache und haben sogar ganz andere Namen für den Planet Erde zum Beispiel, untereinander sprechen sie aber andauernd japanisch. Ich meine klar dient das der Einfachheit für den Zuschauer, aber wenn sie den Anführer noch extra auf Garmillanisch eine Rede halten lassen und er sich kurz darauf in japanisch mit seinen Generälen unterhält, dann ist das schon arg inkonsequent. Sehr lustig ist auch, als sie später zum ersten Mal einen Garmillaner sehen und die unterschiedliche Sprache zur Sprache kommt, obwohl sie schon in Folge 1 gegenseitig Funksignale problemlos zugeschickt haben.

Space Hitler!

Und das hier ist er, unser Space Hitler! Nein, das soll wirklich Hitler sein, guckt euch nur mal seinen Namen an:

Abelt Desler
Abelf Detler
Adelf Hetler
Adolf Hitler

Also irgendwie ist das zu ähnlich, um wirklich Zufall sein zu können. Generell finde ich es eigentlich ziemlich gut, dass man auch von den Gegnern jede Menge zu sehen bekommt, ich glaube sogar, die Serie hat mehr Arier Garmillaner hat als Erdlinge. Ein paar von denen bekommen sogar eine Persönlichkeit und so erfahren wir auch, dass nicht alle Garmillaner schlecht sind. Mein Lieblingsnazi war ja der Leiter des galaktischen Theaters Göring Goer. Und ihr habt richtig gelesen, denn aus irgendeinem Grund ist das Theater der Weltraumnazis auch gleichzeitig ihr Militär.

Während eines Kampfes wird dann unser Kapitän schrecklich krank und das liegt wahrscheinlich an der Überarbeitung, weil er immer jede Folge so viel coole Blicke machen muss, diese Aufgabe erfüllt er nämlich mehr als pflichtbewusst! Jedenfalls springt für ihn der XO Sanada ein und nicht etwa unser Hauptcharakter. Dabei fand ich es ziemlich cool, wie sie den Stellvertreter auch extra ein paar Fehlentscheidungen treffen lassen, um zu zeigen, was für ein Teufelskerl unser Kapitän ist. Ein bisschen plakativ und offensichtlich sind diese Stellen aber leider doch geworden.

Und wo ich schon bei Dingen bin, wo sie sich ein bisschen zu sehr ins Zeug gelegt haben:

JA ICH HABE ES LANGSAM KAPIERT, DANKE

Dieses VERHEIßUNGSVOLLE GERÄT™ ist der Autopilot des Schiffes und sie lassen dieses Mädchen hier im Bild in fast jeder der ersten zehn Folgen mehrmals diesen Gang langgehen, nur um uns zu zeigen, dass irgendwas mit dem Ding nicht stimmt! Ja, wir haben es langsam kapiert. Wir haben es kapiert, sagte ich! GOTTVERDAMMT NOCHMAL WIR HABEN ES DOCH SCHON LÄNGST KAPIERT HIMMELNOCHEINS. Leider sind unsere Charaktere nicht ganz so schlau und rätseln dann auch in Folge 15 noch rum, ob sie doch nicht etwa Geister mit an Bord haben. Das Mädchen ist übrigens die Radiosprecherin und somit ziemlich unwichtig, ist dafür aber unsere Anprechpartnerin Nummer zwei, wenn es darum geht, jemandem Ärsche ins Gesicht zu recken:

Dat Ass.....schon wieder?

Lest doch nur einmal diesen Untertitel! Irgendetwas geht auf diesem Schiff vor, aber lassen wir uns davon nicht abhalten, dieser Dame ein wenig auf den Arsch zu gucken. Ich meine wen interessiert schon die Story? Das hier ist doch viel wichtiger. Ihren Höhepunkt nimmt die Lächerlichkeit übrigens in Folge 12, das ist nämlich nicht nur die Folge mit Yukis ulkiger Sitzakrobatik, sondern auch die Folge, in welcher der Chefmechaniker dem Piloten unbedingt seine Tochter aufdrängen will:

Heirat 1 Heirat 2

Natürlich ist unser Pilot Shima dem anfangs abgeneigt, aber dann sieht er etwas, das seinem Auge schmeichelt:

Heirat 3 Heirat 4

Ach ist das schön, Liebe auf den ersten Blick. Auch die Romantik kommt in diesem Anime nicht zu kurz, wie wir sehen können. Aber a propos, ich muss schon ehrlich sagen, dass sie zwischen dem Hauptcharakter, der Hauptverantwortlichen für Ärsche und noch einer dunkelhäutigen Pilotin, eine ziemlich billige und vor allem unnötige Love Triangle aufmachen. Die besteht nämlich vor allem daraus, dass eine der beiden Kodai mit der anderen reden sieht und das natürlich sofort als Date interpretiert…ich meine, sie sind ja nicht auf einer total wichtigen Mission und es könnte ja nicht einfach nur rein geschäftlich sein!

WARUM ;_;

So hätte die Dame ausgesehen, wenn sie sich nicht gleich zu Beginn der Serie ihre Haare abgeschnitten hätte. Warum nur? Lange Haare stehen ihr ja so viel besser… Kodai hat schließlich auch seinen Bruder verloren und sich nicht deswegen kahl rasiert, jedenfalls nicht auf dem Kopf!  Aber es darf wohl einfach keine hübsche Konkurrentin für Yuki geben. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir auch nie ihr Hinterteil begutachten dürfen, dafür sehen wir sie aber einmal nackig.


~ S P O I L E R G R E N Z E ~
Unterhalb dieser Linie folgen leichte Spoiler


Vor allem aber wird diese Dreiecksbeziehung dann auch schnell wieder fallen gelassen. Als hätten sie das einfach komplett vergessen, gibt es dazu einfach eine ganz lange Zeit nichts, dann wird Yuki entführt und Kodai überlegt sich irgendwann, dass er sich ja doch vielleicht langsam mal in Yuki verlieben könnte und sie machen dann daraus eine Art „rette die Prinzessin“. Die Pilotin? Die macht währenddessen einen regelrechten Persönlichkeitsshift durch (wie einige andere auch) und wird dann augenscheinlich lesbisch mit einer Feindin, die sie eigentlich nie leiden konnte.

Dann kommt die Folge 14 und das war schon irgendwie ein gewaltiger Brocken, den es zu schlucken gab. In der Folge schicken die Space Nazis nämlich der Yamato eine Hexe auf den Hals und die sorgt auf dem Schiff für allerlei seltsamen Bullshit. Aber eins muss ich schon sagen, auch wenn das alles ziemlich seltsam und verwirrend war, haben sie diese Folge schon verdammt stark inszeniert. Jedenfalls können nur Kodai und Yuki den Illusionen entkommen, weil sie zur Zeit des Angriffs gerade allein in einem Flieger saßen und da ergreift Yuki auch schon mal unerlaubt Kodais Steuerknüppel. Zum Dank bekommt Kodai dafür mehr von dat ass™ zu sehen:

In Folge 15 dann hat sich auch unser Kapitän wieder erholt und denkt sich wahrscheinlich, er muss die verlorene Zeit nachholen, denn er ist zurück mit 200% so vielen coolen Blicken! Wie, das glaubt ihr mir nicht? Dann schaut euch doch mal diese Bilder an:

Die coolen Blicke des Kapitäns kennen wirklich keine Grenzen! Sogar auf einer Teeparty müssen wir sie nicht missen. Später lassen sie außerdem einen der Flieger für sie ein gefährliches Gebiet auskundschaften. Alle denken natürlich, das ist eine Selbstmordmission, und als der Flieger dann doch zurückkehrt, macht sich Erleichterung auf allen Gesichtern breit. Wie wohl Erleichterung bei unserem Kapitän aussieht?

Blicke, wenn es ihm gut geht

Natürlich mit dem üblichen Schatten!

Aber kommen wir nochmal zurück zu den Schlachten. Wie gesagt sind die manchmal ein wenig schwer nachzuvollziehen und darin bestärken mich auch die späteren Schlachten. In einer Schlacht zum Beispiel werden sie von einer riesigen Flotte überrascht und der Kapitän entschließt sich, einfach den Schild voll aufzudrehen und durchzubrettern. Ergebnis: Der Schild bricht zusammen und sie überleben nur deswegen, weil es in den Rängen der Space Nazis gerade Zeit für Stauffenberg war. Später versuchen sie nochmal genau dasselbe bei einer viel größeren Feindflotte und diesmal kommen sie damit durch. Außerdem, was wurde denn aus ihren Grundsätzen, dass sie die Superkanone nicht auf Planeten richten wollen?



~ ~ S P O I L E R G R E N Z E ~ ~
Unterhalb dieser Linie folgen gravierende Spoiler



So langsam kommen wir bei den heiklen Informationen an, wenn ihr also nur versehentlich bis hier runter gelesen habt oder euch nicht sicher seid, dann scrollt lieber schnell wieder hoch. Ich werde auch ab sofort alle Spoiler enthaltenen Bilder erst nach einem Klick sichtbar machen, also keine Sorge wenn ihr nur zum Kommentieren runterscrollen wollt.

Jedenfalls funktioniert der Nervenkitzel meistens so, dass die Space Nazis immer irgendeine neue Superwaffe auspacken und die Crew muss herausfinden, wie das Ding funktioniert und dann irgendwie was dagegen machen. Eine recht gelungene Abwechslung von diesem Schema war es zum Beispiel, als sie einen erdenähnlichen Planeten vorfinden und ein Teil der Crew sich dann entscheidet, zu meutern und den Kapitän zu verraten. Weniger gelungen fand ich hingegen wie dann ausgerechnet der Anführer der Meuterer sich in seinen letzten Sekunden wünscht, dass sie ihre Reise sicher zuende führen. Und seinen Mitläufer lassen sie dann einfach auf dem Gefängnisplaneten zurück, während sie aber extra ein Rettungsteam zusammengestellt haben, um Yuki zu retten…mehrmals sogar.

23

Generell habe ich das Gefühl, dass sie am Ende nicht mehr so recht wussten, wohin mit ihren ganzen Charakteren. Da gibt es zum Beispiel diesen badass Kapitän eines interdimensionalen U-Bootes der dann so krasse Sprüche liefert wie „Ein Jagdhund lässt niemals von seiner Beute los“ und dann gibt es einfach keinen coolen Endfight mit ihm, er lässt also doch von seiner Beute los. Genauso gibt es eben diesen Coup d’Etat in den Nazirängen, bei dem sie erst Hitler töten und dann sagen, oh er ist ja doch nicht tot und dann lassen sie den offensichtlich verdammt bösen Anführer der Verräter leben und alles ist gut.

Vor allem stellen sie den Space Hitler noch zu Anfang als einen ehrlich gesagt ziemlich netten Typen dar. Klar will er Russland die Welt das Universum erobern, aber auf der anderen Seite hilft er den Niedrigstehenden, auf die die anderen Garmillaner herabsehen und entfernt sogar die üblen Vertreter seiner Rasse, um Gerechtigkeit zu schaffen. Es sieht also quasi erstmal so aus als wäre friedliche Koexistenz zwischen den Parteien möglich und es liegt nur an den unglücklichen Umständen + den bösen Intriganten, dass es trotzdem Krieg gibt. Nach diesem Komplott aber wird er plötzlich als Tyrann dargestellt, der mit Eisenfaust regiert und seinen gesamten Planeten opfern würde, nur um die Yamato zu zerstören. Ich weiß nicht, vielleicht hat er sich beim Sterben ja irgendwie den Kopf gestoßen oder sowas.

Nett fand ich, wie vor dem Endkampf auf Garmillas sowohl der Space Hitler als auch unser Kapitän beide sehr ähnliche Reden halten. Überschattet wird das leider von zu vielen Problemen, die aus diesem Endkampf quasi den größten Kritikpunkt der Serie machen. Dass Yuki gar nicht versucht, mit dem Space Hitler zu verhandeln, ist ein riesiges Versäumnis. Dass sie unter den Fliegerstaffeln auf einmal eine Power of Friendship-Masche abziehen, ist käsig. Vor allem die Rolle von Yukis garmillanischen Bodyguard fand ich einfach nicht überzeugend, schlimmer noch, er hat einen ziemlich interessanten Twist zunichte gemacht und stattdessen für ein crappy happy end gesorgt. Die Geliebte Kodais hätte sich in einem dramatischen Ende in der Explosion von Hitlers Schiff opfern und alle retten können, aber nein, sie hatte ja unbedingt noch eine Rolle zu erfüllen:

Dat Ass Take 3

Als wäre das noch nicht schlimm genug stirbt dann unser Space Hitler (wieder) durch die Hand eines Außenstehenden, ohne einen epischen Endfight abgeliefert zu haben, wie durch Zufall finden sie die durchs All treibende Yuki und wie durch Magie lösen sich alle Probleme mit Garmillas in Luft auf (obwohl es noch die fiesen Intriganten gibt!) – sie werden sogar plötzlich zu Freunden. In diesem Finale häufen sich einfach die (ernsthaften) Kritikpunkte wie verrückt.

Damit ist die Serie aber noch nicht zu Ende. Es gibt noch drei Folgen, in denen die Ankunft beim Zielplaneten und die Rückfahrt sowie der Epilog der Serie anstehen. Sie landen also auf Iscandar, der zu 80% aus Wasser besteht, und da liegt es natürlich nahe, erstmal eine Folge mit Beach Fanservice zu machen. Moment, was? Egal, danach stellen sie fest, dass Kodais Bruder es vor ihnen auf diesen Planeten geschafft haben soll (WIE?!?) und es kommt noch besser: Sein Geist ist auch noch die Alientechnologie, mit der sie die Erde retten können. Ach, denken wir einfach nicht weiter drüber nach.

Dann dachten sich die Entwickler wohl auch langsam, dass es irgendwie scheiße ist, wenn sie den Antagonisten ohne krassen Endfight abkratzen lassen. Also entscheiden sie sich, dass der Bastard eben doch noch am Leben ist, ich meine, das ist immerhin Space Hitler, was ist da schon eine Kernschmelze oder auch zwei? Und sein Schiff ist auch noch ganz. Leider machen sie auch bei diesem Endkampf einige Fehler. Einer davon ist das da:

 

Ein klick und ihr seht es.

Es war ja klar, dass die Frau, die ihn liebt, durch seine Hand sterben musste, und das ist auch die einzige richtige Art, ihren Tod zu schreiben, aber die Art, wie sie das gemacht haben, war einfach ungeschickt. Der Typ infiltriert also die Yamato,  klopft dann große Sprüche von wegen „ich will dem Feindkapitän einen Besuch abstatten“ erschießt dann aus Versehen das einzige Wesen auf dem Schiff, das zu ihm gehört – und nur die! – und flüchtet. Wäre das hier Space Caesar und nicht Space Hitler, hätte er dazu gesagt: Ich kam, ließ mich anschießen, und ging wieder.

Aber wir erkennen auch in dem Bild ein uns bekanntes Gesicht Hinterteil, das dann zum zentralen Punkt der letzten Folge wird. Da gehen die Folgen schon länger als die üblichen 21 Minuten und dann müssen sie trotzdem noch hetzen, und ich bin mir sicher, die Produzenten sind auch selbst der Meinung, dass sie in den letzten Episoden nicht alles so machen konnten, wie sie sich es vorgestellt haben. Yuki liegt also im Koma und nur ein Wunder kann sie retten. Aber das hier ist Anime, da geschehen Wunder natürlich! …oder doch nicht? Doch! Sogar zweimal!

Die Krankenschwester und der Leiter der Fliegerstaffel heiraten und ich wusste nicht mal, dass die beiden überhaupt ein Pairing sind. Kodais Bruder aktiviert aus Mitleid mit seinem Waschlappenbruder die Alientechnologie und belebt die tote Yuki also wieder, doch damit ist die Erde verloren. Dann passiert jedoch etwas, was mich sogar wirklich traurig gemacht hat: Im Anblick der Erde leistet der Kapitän seinen letzten Atemzug und sein Geist wird zum neuen Kern der Alientechnologie, die Erde kann also doch noch gerettet werden. Zumindest der Kapitän weiß, wie man eine Serie zu Ende führt! Denn kurz vor seinem Ableben erfahren wir noch genau das, was wir schon die ganze Serie über wissen wollten:

Ein klick und ihr seht es.

So macht er also die ganze Zeit diese megacoolen einäugigen Blicke!

Nach all diesem Lustigmachen möchte ich am Ende trotzdem noch eine Bewertung anfügen, und ich hoffe ihr könnt mich da noch ernst nehmen. Ich will nämlich versuchen, die objektiven Kriterien rauszufiltern und dadurch eine angemessene Bewertung zu erreichen. Ein paar Dinge habe ich auch noch nicht angesprochen. Zum Beispiel fand ich, dass die Charaktere in den Dialogen ziemlich gut animiert waren. Sie stehen nicht einfach nur rum, sondern sie reagieren mit Gestik und Mimik und sowas rechne ich einem Anime immer ziemlich hoch an, weil ich finde, dass es darauf in Anime auch ankommt. Nur die Kämpfe verhindern eine 5/5 in Animationen. Meine Bewertung in den einzelnen Kategorien lautet wie folgt:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Action: 2/5
Drama: 3/5
Romance: 2/5
Nervenkitzel: 4/5
Fanservice: 2/5
Animationen: 4/5

Fazit: Insgesamt also eine ordentliche Serie, die leider viel Potenzial durch ein schwaches Ende verspielt und mit einigen Lächerlichkeiten zu kämpfen hat, die es davon abhalten, richtig gut zu sein.

Eigentlich wollte ich nur auch ein Bild haben, wo auch ihr Gesicht zu sehen ist.

Advertisements

12 Kommentare zu “Ein bisschen herziehen über Space Battleshit Yamato 2199

  1. Baphomet sagt:

    – Der Kapitän heißt Okita mit Nachnamen, das wurde mehrmals erwähnt.
    – Goer ist natürlich Göring, Goebbels ist hier weiblich.
    – Es gibt in Yamato 2199 nur einen Arsch, alle haben nämlich den gleichen.
    – Yurisha findet keine Erwähnung?
    – Der Hintergrund der Meuterei ist eigentlich ganz nett und ich finde es schade, dass Yamato 2199 das nicht näher beleuchtet. Ich weiß nicht mal mehr, ob man deutlich gemacht hat, warum die Option der Meuterer eben doch keine Option ist.
    – Wegen Folge 14 verzeihe ich diesem Anime sehr vieles, wenn nicht gar alles.
    – 4/5 für die Charaktere kann ich nicht ganz nachvollziehen und schiebe es einfach auf die Menge.

    • Baphomet sagt:

      P.S.:
      Fun fact: Im Original-Yamato war Yuki die Krankenschwester und so ziemlich die einzige Frau an Bord.

      Ihre Aufgabe im Remake ist es, wenn ich es richtig verstanden habe, die Radaranzeige auszuwerten und bei Gefahr Alarm zu schlagen, wie auch immer sie diese Gefahr auch erkennen soll.

    • StarlinM00N sagt:

      – Der Kapitän heißt Okita mit Nachnamen, das wurde mehrmals erwähnt.

      Das ist mir sogar beim Schreiben eingefallen, ich wollte es aber dann nicht mehr umändern.

      Göring

      Wird sofort umgeändert, ich habe eben einfach nicht genug Wissen über Nazis.

      Yurisha findet keine Erwähnung?

      Dabei habe ich mich eigentlich genug über die Maschine aufgeregt, auch wenn ich natürlich noch auf die Lolbesessenheit hätte eingehen können. Generell hätte ich mich noch gerne über viel mehr Dinge lustig gemacht, ich habe ja noch so viele Lächerliche Screenshots (unter anderem noch mehr Arsch, das Mädel das sich über den Angriff der Aliens freut oder ein Bild wo der Kapitän total bestürzt nach oben guckt). Aber irgendwo muss man auch grenzen setzen und ich habe so schon viele Bilder reingepfercht.

      Hintergrund der Meuterei

      Ich fand es nett, dass es überhaupt sowas gegeben hat da es eine gelungene Abwechslung war. Aber der Hintergrund war schon ziemlich dämlich. Sie haben da einen Erdähnlichen Planeten gefunden und die Meuterer wollten die ganze Erde darauf übersiedeln. schonmal davon abgesehen, dass wahrscheinlich niemals die ganze Erdenpopulation auf die Yamato passt, sie müssten ja dann noch ganz andere Dinge machen wie Städte errichten und sowas. So eine großangelegte Übersiedlung ist also schonmal eine gewaltige Schnapsidee.
      Dazu kommt dann aber noch, dass sie den Planeten ja noch nicht mal erkundet hatten. Das Ding hätte eine Geheimbasis der Space Nazis sein können und die wollten ihr gesamtels Volk dahin übersiedeln! Noch dazu gibt es anscheinend aggressive Lebensformen auf dem Planeten (siehe Screenshot), gegen die die Erdenwaffen nichts ausrichten können und noch dazu sind die eigentlichen Bewohner auf mysteriöse Weise ausgestorben.
      Soll heißen, die Meuterer hätten die Erde einfach aus massiver Dummheit in den Tod geschickt, sie hätten wenigstens erst mal auf die Kundschafter warten müssen. Die Meuterei ist also auf dem Hintergrund maßloser Idiotie entstanden und das macht es leider nicht gerade „nett“.

      Wegen Folge 14 verzeihe ich diesem Anime sehr vieles, wenn nicht gar alles.

      Ja, Folge 14 war schon irgendwie der größte Bullshit der Serie und alleine das relativiert schon viele positive Punkte der Serie.

      4/5 für die Charaktere kann ich nicht ganz nachvollziehen

      Ja, den Einwand habe ich erwartet und da habe ich auch lange überlegt, aber wir müssen uns auch vor Augen führen was bei Anime der Durchschnitt ist. Letztlich habe ich dann den Charakteren einen kleinen Bonus wegen der Mimik und Gestik gegeben, weil das die Charaktere gleich viel menschlicher macht, wenn sie sich auch wie Menschen bewegen.
      Ich meine die sind schließlich im Weltall, da kann man ganz leicht Charaktere wegen der Schwerelosigkeit durch den Bildschirm schieben und sie hätten auch oft einfach talking heads machen können. Beziehungsweise hätten sie die Köpfe gleich durch die Raumanzughelme verdecken können und dann gäbe es nicht mal das (dann hätte es von mir auch 1/5 gegeben). Nicht zuletzt gab es auch ein paar Pluspunkte wegen den Gegnern.
      Aber ja, das soll trotzdem nicht heißen, dass die Charaktere besonders toll gewesen wären. Vor allem Yuki war schon richtig ätzend und diese Pilotin wechselt einfach mal vom stillen Charakter zur Spaßmacherin. Ich hab es also mal auf 3/5 angepasst.
      Auf die gleiche Weise hatte ich übrigens erst bei Romance 1/5 stehen, aber das war mir dann doch noch irgendwie zu nah am Bilderbuchschema um wirklich so schlecht zu sein. Trotzdem war es aber auch wirklich nur Haarscharf daran vorbeigekommen, und wenn ich inkonsequent wäre und halbe Punkte vergeben würde, wäre es eine 1,5 geworden.

      Ihre Aufgabe im Remake ist es, wenn ich es richtig verstanden habe, die Radaranzeige auszuwerten und bei Gefahr Alarm zu schlagen, wie auch immer sie diese Gefahr auch erkennen soll.

      Das glaube ich irgendwie nicht, denn das Radar übernahm die meiste Zeit über dieser etwas rundlichere Typ, der in dem erleichterten Bild zu sehen ist. Auch die eine Wissenschaftlerin saß gelegentlich am Radar, und dann gab es noch diesen Random der um längen hübscher war als die eigentlichen Hauptcharaktere, die das auch ne Zeit lang übernommen hat. Ich glaube ernsthaft, die wussten selber nicht richtig, was die genauen Aufgaben der Crewmitglieder waren.

      • Baphomet sagt:

        Die Yamato sollte nur erdähnliche Planeten suchen und dann zur Erde zurückkehren. Über die Kolonisierung selbst wurde, wenn ich mich recht erinnere, kaum was bis gar nichts gesagt.

        • StarlinM00N sagt:

          Okay, dann wage ich es mal, deine Illusionen zu zerstören, indem ich vier Bilder aus der entsprechenden Folge vorzeige, die das Gegenteil beweisen:
          – Beweisfoto 1
          – Beweisfoto 2
          – Beweisfoto 3
          – Beweisfoto 4
          Das dürfte genügen, um zu zeigen, dass sie doch von einer Übersiedlung gesprochen haben (davon abgesehen, was sollen sie denn sonst nach der Übermittlung dieser Information machen? Sich darüber freuen? Juhu, auf diesen Planeten hätten wir überlebt!)
          Achtung: Für diejenigen, die es nicht geschaut haben, werden die Bilder Spoilern, wer an der Meuterei beteiligt ist.

        • Baphomet sagt:

          Von der (mglchw. sofortigen) Besiedlung durch die Yamato allein ist auch da keine Rede.
          Darum ging’s mir:

          schonmal davon abgesehen, dass wahrscheinlich niemals die ganze Erdenpopulation auf die Yamato passt

          Es wird übrigens auch nirgendwo gesagt, dass die Übersiedlung nicht schon von langer Hand vorbereitet wurde und die Yamato als Kundschafter nur der vorletzte Schritt ist.

        • StarlinM00N sagt:

          Es wird aber genauso wenig das Gegenteil gesagt beziehungsweise auch nur annähernd angedeutet und das halte ich schon für sehr unwahrscheinlich, dass sie so einen wichtigen Punkt überhaupt nicht ansprechen, wenn sie denn an ihn gedacht haben.

          Außerdem: Laut Informationen aus den ersten Folgen ist die Yamato das einzige Schiff der Erde, dass überhaupt in der Lage ist das Sonnensystem zu verlassen. Dementsprechend können sie die Übersiedlung auch sonst wie vorbereiten, sofern sie nicht eine zweite Yamato gebaut haben (was sie nicht können ohne einen zweiten Wave Motion Core) werden sie um das Schiff nicht drumrumkommen. Mein Standpunkt diesbezüglich ist also nach wie vor unberührt.

        • Baphomet sagt:

          Meiner ebenfalls. Was nu?

          Ich erinnere mich nicht genau – hat die eine Tote auf dem Mars das Kernstück mitgebracht oder nur die Blaupausen? Wobei das in beiden Fällen nichts ändert, einfach ein Kolonisierungsschiff mit einer großen Wave Motion Engine ausrüsten und den Kern halt aus der Yamato ausbauen, muss die halt verzichten.

          In der ersten Folge wusste man außerdem auch noch nichts darüber, dass Politik und Militär in zwei Fraktionen gespalten ist.

          Aber bevor das noch ausartet, stimme ich zu, dass auch dieser Plotzweig seine Schwächen hat und wir belassen es einfach dabei. Wie du schon gemerkt hast, bin ich sowieso nicht darauf aus, den Anime unbedingt zu verteidigen.

        • StarlinM00N sagt:

          Also wenn, dann tragen wir diese Diskussion so lange aus, bis eine oder der andere überzeugt ist.

          Ja, sie haben vom Mars das Kernstück mitgebracht – lustigerweise finden sie übrigens in genau derselben Episode ein zweites Stück davon, aber davon wussten die Meuterer ja noch nichts und wollten sie sogar noch zurücklassen, was das ganze sogar noch umso ironischer macht. Und ich glaube deinen Ausführungen auch weiterhin nicht, denn wenn sie in der Lage wären, so ein großes Kolonisierungsschiff herzustellen, hätten sie auch gleich die Yamato in der Größe bauen können. Warum haben sie das also nicht getan? In der Serie gibt es übrigens selbst unter den Reihen der Space Nazis nur ein einziges Schiff, das größer als die Yamato war und das setzte sich aus mehreren Teilen zusammen.
          Soll heißen, sie hätten innerhalb eines Jahres oder weniger ein Schiff bauen müssen, das die gesamte Erdenbevölkerung sowie ausreichend Proviant, den sie wahrscheinlich gar nicht haben, als auch Ressourcen und Werkzeuge zum Bau einer Infrastruktur tragen kann, müssten das wahrscheinlich auch irgenwie (wie die Yamato) mit ausreichend Energie versorgen können und dann dafür sorgen, dass das dann auch noch sicher ohne große Verluste auf dem immer noch höchstgefährlichen Planeten ankommt – und das bei all den Space Nazis. Klingt das für dich umsetzbar?
          Und „so seine Schwächen“ ist gut, immerhin würde das bedeuten, dass die Charaktere auf Basis einer unmöglichen Voraussetzung handeln, und das lässt sich eigentlich schon nicht mehr als einfach Dummheit handhaben, sondern ist schon ein ziemliches Plothole.
          (Wenn ich dann das Ende hinzunehme…vielleicht sollte ich mit der Handlung noch einen Punkt runtergehen…)

  2. shinobakura sagt:

    Ich habe leider nichts sinnvolles, was ich zum Artikel beitragen könnte, denn ich kenne die Serie ja nicht. Ich will einfach nur erwähnen, dass ich mich beim lesen köstlich amüsiert habe. Ich hatte ja sowieso noch nie eine Meinung zu dem Anime und geändert wurde sie hierdruch jetzt auch nicht. Angucken würde ich mir die Serie nämlich sowieso nicht wollen. Ansonsten noch: Hell, dieser Kapitän hat wirklich so coole Blicke drauf!

    • Baphomet sagt:

      So wie ich das mitbekommen habe, hat dieses Remake nur für diejenigen echten Wert, die das (anscheinend schlechtere) Original kennen. Für alle anderen ist das ein gewöhnliches space opera, das höchstens ein bisschen mehr die Kampftaktiken (aber nur ein bisschen) und außerhalb der Kämpfe die Politik betont (aber nur die wichtigsten Ereignisse) und modern aussieht. Vom Hocker reißen wird es aber niemanden. Mich auch nicht, auch wenn ich von Yamato 2199 eigentlich insgesamt unterhalten wurde.

    • StarlinM00N sagt:

      @Shino
      Freut mich dass du Spaß hattest, ich hatte schon befürchtet es würde dadurch trocken werde, dass ich zwischendrin immer wieder mal versuche, ernst zu bleiben.

      „Hell, dieser Kapitän hat wirklich so coole Blicke drauf!“
      Irgendwie wusste ich, dass dir das gefallen würde. Mit der passenden Hintergrunduntermalung wirken sie übrigens noch mal 80% cooler als einfach so als kleines Bild auf meinem Blog.

      @Baphomet
      Vergiss nicht die Liebhaber japanischer Schlachtschiffe, die werden vor allem bei der Schlacht am Pluto herzlich mitgerissen werden. Und vielleicht noch Arschfetischisten.

      „Mich auch nicht“
      Dafür bist du aber schon auffällig aktiv bei diesem Artikel, auch wenn ich persönlich mir ein bisschen mehr butthurt gewünscht hätte. Manchmal denke ich mir, ich bräuchte mehr solcher Leute auf meinem Blog die einfach wahllos Leute provozieren, ohne dass sie was sinnvolles beizutragen hätten. Das würde zwar das Niveau nicht heben, aber dann gäbe es hier sicherlich mehr zu lachen und auch mehr Aktivität.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s