Saison-Rückblick und Ausblick (Sommer-Herbst 2013)

The Legend of StarlinM00N: Oracle of Anime-Seasons

…warum nicht gleich zwei in eins machen, wenn doch beides sowieso zur selben Zeit stattfindet? Ach ja richtig, weil das eine Mords-Arbeit ist. Und weil man dann für zwei Themas nur einen Klick bekommt, hurr. Jetzt verstehe ich auch Twitter. Egal, wie lange ein Post ist, es braucht immer einen Klick, um ihn durchzulesen. Insofern bekommt man als Blogger für mehr Arbeit denselben Lohn. Aber egal. E-es ist ja nicht so, a-als ob mich meine Statistiken interessieren würden, oder so. Wie viele Blogger wohl diesen Spruch schon gemacht haben…hier jedenfalls nun endlich meine endgültige Meinung zum Sommer und ein Ausblick auf den Herbst.

Sommer

Zunächst erst mal zur vergangenen Saison. Verzeiht, wenn ich mich kurz fasse, denn sie ist ja irgendwie…vergangen. Zu Beginn hielt ich die Saison für eine Saison der Fortsetzungen, kaum ein neuer Anime ist mir groß ins Auge gefallen. Zu Anfang hat die Saison dann positiv überrascht und einige haben sie als die beste Saison seit langem bezeichnet. Nun, ich kann wohl sagen, dass sie wohl mit Sicherheit die beste Saison sein dürfte, seit ich blogge. Aber ich habe ja auch die angeblichen Super-Seasons der Vergangenheit verpasst. So außergewöhnlich kam mir die Saison letztlich nicht vor. Wer sich nur für die neue Saison interessiert, der sollte bis dahin runterscrollen.

Devils and Realist

Warum sind die Engel immer fieser als die Dämonen?

Die wohl mit Abstand schlechteste Serie, die ich zu Ende geschaut habe, und sicher sogar noch schlechter als einiges, was ich droppte oder gar nicht angefangen habe. Ich hatte auf ein wenig Dämonen-Action gewartet, stattdessen gab es die ganze Zeit über „Dämonen verbringen ihre Zeit in der Schule“. Die Comedy konnte man sich antun, aber in allem anderen hat die Show ziemlich versagt. Nicht mal der Bishie-Fanservice war erwähnenswert. Und dieses Finale! Billiger hätte man es nicht machen können. Sie haben dieselbe Szene sechs mal wiederholt. Dieser eine Tentakeldämon ist sechs mal gestorben! Dieses Wort beschreibt die Serie wohl am besten: „billig“.

Charaktere: 2/5
Action: 1/5
Comedy: 3/5
Fanservice: 2/5
Animation: 1/5

Free!

Das ganze Team

Die zweite Serie aus der Manservice-Spalte schneidet ungleich besser ab. Free! revolutioniert nicht die Anime-Welt, aber es bietet genau das, was man von es erwarten würde: Gut gebaute Männerkörper, die durchs Wasser kraulen. Der Schwimm-Aspekt war gut ausgearbeitet, die Charaktere waren in Ordnung. Mit der üblichen Mischung an Comedy und Drama, wobei das Drama weniger gut war. Aber hey, der Wettkampf war so gut, wie man ihn machen konnte.

Story: 4/5
Charaktere: 3/5
Comedy: 3/5
Drama: 2/5
Fanservice: 4/5
Animation: 4/5

Danganronpa: the animation

Ein epischeres Artikelbild hätte man nicht finden können.

Es fällt mir schwer, die Danganimation unvoreingenommen zu bewerten, da ich die Vorlage kenne. Wisst ihr, die ganzen absurden Plottwists wirken alle deutlich weniger absurd, wenn man selbst auf sie kommen muss. Im Anime hingegen werden sie einem vorgeworfen, die Untersuchungen wurden so stark verkürzt, dass viele Informationen einfach fehlten. Das Spielprinzip funktioniert einfach viel besser in einem Spiel. Aber ich halte den Anime deshalb trotzdem nicht für schlecht. Zu Beginn gab es ein paar Probleme, aber mit der Zeit kam die Serie gut in Fahrt und hat sich auch mal bemüht, sich selbst anständig darzustellen. Allgemein fand ich das Prinzip recht gut und es haben ausgerechnet die tollen Charaktere überlebt. Fazit: Lohnt sich am besten, wenn man das Spiel schon kennt und die Geschichte mal in Bewegung sehen will. Sonst rate ich interessierten zum Spiel.

Story: 4/5
Charaktere: 4/5
Nervenkitzel: 3/5
Animation: 2/5

Rozen Maiden

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage.

Ich verstehe gar nicht, warum alle nach mehr Puppenkämpfe und weniger von Juns Leben verlangten. Die Kämpfe am Ende waren einfach langatmig und Juns Leben die klare Stärke der Serie. Die Geschichte war gut geschrieben und umgesetzt, so gutes Slice of Live sieht man selten. Die Symbolik hat sich mir allerdings nicht erschlossen. Nichtsdestotrotz eine der besten Serien der Saison. Und es gab gutes Drama. Oh Gott, das will was heißen.

Story: 3/5
Charaktere: 4/5
Action: 2/5
Comedy: 2/5
Drama: 4/5

Uchouten Kazoku

Und noch mehr Pics von Benten

Ich hätte es ohne Bedenken zur besten Serie der Saison gekürt, wäre das Ende nicht gewesen. Das Ende war nicht gleich schlecht, aber es hat im Vergleich zum Rest der Serie schon nachgelassen, insbesondere was die Präsentation angeht, gab es einige Momente, an denen ich dachte: Das sieht jetzt irgendwie stark nach Geld sparen aus. Das ändert am Inhalt aber wenig. Das wichtigste für eine Slice of Life-Serie ist, dass ihre Charaktere und Welt authentisch sind – was den Cute girls-Anime einfach fehlt – und Uchouten ist das jederzeit. An manchen Stellen konnte ich nicht folgen, warum sich die Charaktere gerade so verhalten, wie sie es tun, aber ich konnte es nicht auf Unfähigkeit des Autors zurückführen. Auf jeden Fall eine Serie, die sich auch noch lohnt, wenn die Saison schon vorbei ist.

Story: 3/5
Charaktere: 5/5
Action: 3/5
Atmosphäre: 5/5
Stil: 5/5

Gatchaman Crowds

Gatchamaaaaaan~

Hat letztlich doch keinen eigenen Artikel bekommen. GC hatte ich kurz vor dem drop noch einmal gerettet, weil andere die Serie so hoch gelobt haben. Dieses Lob verdient die Serie jedoch meiner Meinung nach nicht. Ich verstehe, wohin die Serie mit vielen ihrer Elemente hinwollte, aber sie ist nicht wirklich auch dort angekommen. Insbesondere die Altruismus-Philosophie, sie…würde so einfach nicht funktionieren. In einer Folge gab es einen Unfall und den Menschen in der Umgebung wurde eine Anfrage geschickt: „Wirst du helfen?“ Im Anime haben sie ausnahmslos ihre Hilfe zugesichert, aber wie viele Menschen würden das wirklich machen? Leute würden dumme Ausreden finden, um doch nicht helfen zu müssen, würden denken „Ist bestimmt irgendne Abzocke“ oder „Können genug andere machen, bestimmt brauchen sie mich da gar nicht“ oder „Was kann ich schon tun?“ „Das ist doch gefährlich?“ Ich glaube, die meisten Leute würden gar nicht auf Nein klicken, sie würden die Frage gleich ignorieren und somit weglaufen. Alles, um nicht die Verantwortung tragen zu müssen. Es bräuchte da jemanden, der den ersten Schritt macht, dass die anderen nur mitlaufen müssen. Ja, es bräuchte einen Hitler. Die Gatchaman hätten diese Rolle ausfüllen können. Sie haben die Karte auf der Hand, aber sie spielen sie nicht. Und das ist schade, weil viel Potential vergeudet wird. Dadurch wird die Serie nicht gleich schlecht, aber zum gut fehlt eben auch noch viel.

Story: 3/5
Charaktere: 3/5
Action: 3/5
Stil: 3/5

Hakkenden: Touhou Hakken Ibun 2

Welchen epischen hintergrund werde ich diesmal hochladen?

Wenn ich eine Serie nicht auf den Radar gehabt habe, dann war es diese. Die erste Staffel war eigentlich kaum der Rede wert, wären da nicht diese Hintergründe gewesen. Inhaltlich nicht besonders auffällig, sehr wohl aber in der ziemlich lieblosen Präsentation, die der großen Stärke der Serie, der Atmosphäre, einen Abbruch tat. Der Fortsetzung, oder sagen wir der zweiten Hälfte, gelingt es aber mit Bravur, die Schwächen der ersten Hälfte auszumerzen. Was bleibt ist eine rundum ansehnliche Serie mit einem gewissen Charme, der Natsume nicht ganz unähnlich ist, aber mehr Action bietet. Die Arks waren nicht nur optisch ansehnlich und die Serie konnte sich sogar an Drama versuchen, ohne zu versagen. Einzig die siebte Folge war etwas ungelenk, sonst gibt es aber einfach nichts zu meckern.

Story: 4/5
Charaktere: 3/5
Action: 3/5
Comedy: 3/5
Atmosphäre: 5/5
Animation: 3/5

Die anderen Anime habe ich gedroppt. Was lässt sich also über den Sommer sagen? Nun, wenn die übliche Aufstellung für eine Jahreszeit eine hervorragende Serie ist, während der Rest beim ewigen Medioker bis mies herumgurkst, dann war diese Saison wirklich besser. Es gab zwei Serien, die sich gelohnt haben, zwei weitere, die man noch als überdurchschnittlich bezeichnen kann, ohne sich schämen müssen und ab dann gurksen die Serien erst beim ewigen Medioker rum. Und angeblich soll es ja sogar noch anständige Serien gegeben haben, die ich nicht geschaut habe. Hört, hört.

Herbst

Kommen wir jetzt zum aktuelleren Teil. Nach so einem Sommer kann es ja nur schlechter werden, oder? Hm…I wonder. Werfen wir doch mal ein Blick auf die Aufstellung. Ich habe diesmal gar nicht alles schauen können, aber ich zähle alles auf, was ich für erwähnenswert halte. Dieses mal habe ich gleich von einer Schmier-Chart abgesehen und einfach angetestet, was lief. ich glaube, ich finde die Lösung mit Paint-Chart aber besser. Von den meisten Serien hier habe ich erst bis zu drei Folgen geschaut, sofern die Serie überhaupt so weit war, bin aber bei den meisten Serien aktuell.

Strike the Blood

Vampire meets gurl

Was denken sich die Japaner nur immer wieder für dumme Namen aus. Man wird zu dummen Wortspielen damit ja regelrecht eingeladen. In Streich das Blatt, so macht es gleich viel mehr Sinn, geht es um einen Vampir, der einfach nur seine Ruhe haben will, aber immer wieder in die übelsten Dinge hineingezogen wird, und seine waifus. Das beschreibt es glaube ich am besten. Das Setting wirkt soweit ganz solide und es kommt frequent zu Action, die, das kann ich jetzt schon absehen, wohl nicht das nötige Budget erfahren wird. Die Serie ist soweit wie ihre Charaktere ganz in Ordnung und relativ spannend, jedoch auf geradezu merkwürdige Weise unauffällig. Aber ich mag den Zeichenstil.

Fazit: Gurkst am ewigen Medioker herum, mit Spiel nach oben.

Outbreak Company

So viele Charaktere, und der Opa ist der beste.

Als wäre diese Fantasywelt nicht schon cute genug, soll auch noch ein Otaku in ihre Welt geschickt werden und ihnen den Weg des moe lehren. Das macht sogar…nein wartet…nein, das ist natürlich völliger Käse. Genauso Käse wie der Opa, der einfach mal den androgynen Ritter zurückhalten kann. Aber wisst ihr, derzeit führen sie so eine Anti-Sklavenbewegung durch, aus der fast noch was werden könnte. Soweit aber noch keine gute Serie.

Fazit: Medioker bis mies.

Nagi no Asakura

Eye Candy vom feinsten

Diese Serie ist doch Vergewaltigung für meine Augen. Inhaltlich darf diese Serie meinetwegen gern so schieße sein, wie sie will, alleine die Zeichnungen, vor allem die der Hintergründe, machen sie sehenswert. Soweit hält sich die Serie aber noch gut über dem Wasser. Die Charaktere verhalten sich zwar ziemlich kindisch, aber selbst Okada ist es noch nicht gelungen, diesen Anime mit zu viel Augenausfluss zu zerstören. Und das Setting mit den Meeresmenschen ist ganz nett.

Fazit: Bisher nett.

Log Horizon

Nette Aussicht...

Menschen werden in einem Spiel gefangen und da sind natürlich die Vergleiche mit SAO unausweichlich. So weit ich es gesehen habe, kann man zu Log Horizon nur drei Meinungen haben: Entweder man hält es für dumme Nachmache, was lustig ist, da der Manga hierzu eher da war, man findet es jetzt schon besser als SAO oder man meint, die Serie hätte rein gar nichts mit SAO zu tun, wenn man davon absieht, dass es um ein Spiel geht. Ich glaube, ich ordne mich eher so in die Zweite ein. Die erste Folge war mir noch zu stark comedylastig, aber die zweite war schon um einiges besser. Ich kaufe es dem Autor ab, dass er Ahnung von MMOs hat. Die Spielfunktionen werden sinnvoll eingesetzt, den Main als Supporter ist eine gute Abwechslung (wenn es auch die Kämpfe etwas erklärungslastig werden lässt) und es könnte sogar eine Romanze geben, die mehr als nur angedeutet wird.

Fazit: Bisher nett.

Tokyo Ravens

Mein Gesicht, als. Wobei, eher nicht.

Ich konnte nicht anders. Tokyo Ravens mutet meiner Meinung nach wie eine etwas schlechtere Alternative zum Streichblatt an. Neulich meinte ich zu Baphomet: „Ravens ist gar nicht mal so mies geschrieben. Es ist einfach nur inhaltlich mies.“ Wobei mies vielleicht das falsche Wort ist. Es sind einfach die typischen Charakterkonstellationen, die zu den klischeehaften Storywendungen führen. Es funktioniert einwandfrei, aber es ist eben nichts außergewöhnliches. Hat man schon dutzende Male gesehen. Und herrje, die CG wirkt hier richtig deplatziert. Da sehen ja selbst SPIDER TANKS™ doof aus.

Fazit: Gurkst am ewigen Medioker herum, mit Spiel nach unten.

Kyoukai no Kanata

10/10 würde ihr nach dem Abschluss meine Liebe gestehen.

Mit einem Bild der wahren Heldin der Serie. Ha, es ist erstaunlich wie selbst KyoAni zu budgetschonenden Mitteln greift, wenn sie mal einen Anime mit Action produzieren. Frisst sowas denn so viel Geld? Natürlich sieht es immer noch toll aus. Das Setting ist sehr ansprechend und individuell, die Charaktere sind eher ulkig, aber ich muss zugeben, dass mich die Dialoge doch unterhalten haben. Die Actionszenen, von denen es sicher noch mehr geben wird, wenn die Serie erst mal an Fahrt gewinnt, sind toll gemacht. Gefällt mir bisher.

Fazit: Sehenswert.

Coppelion

Heilige Scheiße....meine Augen...

Noch mehr heilige Scheiße

Gleich zwei Bilder, weils so schön ist. Ich bin glaube ich die Einzige, die Gefallen an tollen Hintergründen findet, aber das muss man einfach herausstellen. Wenn die Welt nach dem Untergang so wunderschön aussehen wird, dann will ich den Atomkrieg jetzt. Der Cel-shading-Look sieht einfach traumhaft aus. Aber genug gefangirlt. Inhaltlich sagte Coppelion mir leider weniger zu. Ich hatte eine Unterhaltung mit jemanden, der die Serie – gerade wegen ihrem Inhalt – als den Anime des Jahres bezeichnen wollte. Dieser jemand war während des Reaktorünglücks in Japan und hat die Zustände dort mehr oder weniger zeitnah miterlebt. Er meinte, er könnte deshalb mit der Serie so gut mitfühlen, weil er genau weiß, dass sich solche Geschichten wie in Coppelion dort wirklich abgespielt haben. warum ich das erzähle? Ich konnte das nämlich nicht. Mir fehlte einfach die Verbindung zu den Charakteren, denn der Anime baut diese gar nicht auf, als würde er sie bei seinen Zuschauern voraussetzen. Ich glaube, Coppelion ist einfach ein Anime, der bei Japanern ganz anders ankommt, als bei uns.

Fazit: Ich schwanke zwischen nett und mies.

Yozakura Quartett

Diesmal hatte ich eher zu viel Bilder als zu wenig.

All quartets lead to the lalalalalala~

Leser meiner Seitenspalte wissen es bereits: Diese Serie ist mein Lieblingsanime der Saison. Und ich weiß gar nicht mal so sehr warum. Sowohl das alte Charakterdesign von Yasuda Suzuhito sowie der fehlende Fanservice in der Urfassung sagten mir mehr zu. Wobei ich zugeben muss, dass ausgerechnet meinem Lieblingscharakter der Designwechsel gut tat. Ich weiß auch gar nicht, ob das jetzt eigentlich eine Fortsetzung oder ein Remake ist, und sonst scheint sich auch niemand mehr an die alte Serie erinnern zu können. Ich würde ja jedem Leser, der die frühere Fassung noch nicht kennt, empfehlen, sie sich anzuschauen, aber wenn mich meine Erinnerung nicht verlassen hat, hatte die ein offenes Ende. Vielleicht gibt es deshalb ja jetzt diese Serie?

Fazit: Sehenswert.

Gingitsune

Würde es so sehen wollen

Was, wir sind noch nicht mal bei der Hälfte? Ach du Schreck… Gingitsune hat bewiesen, dass nicht jeder Anime, der wie eine neue Version von Natsume aussieht, gleich gut sein muss. Man sagt, Harem-Anime seien sexistisch, weil ein Kerl mehrere Mädchen abgekommt, aber seien wir mal ehrlich, 90% dieser Mädchen sind grenzdebil oder über die Grenze hinaus oder sind auf andere Weise unerträglich. Schrecklich, würde  sich sowas fortpflanzen können. Nun, Gingitsune ist zwar kein Harem, dafür aber trotzdem sexistisch, wenn man so will. Gin und das Mädchen streiten sich und es ist eindeutlig ihre Schuld. Als sie sich treffen ist das erste, was aus ihrem Mund kommt, was für ein Idiot Gin ist und er…er vergibt ihr einfach. Sie hat es überhaupt nicht verdient und er vergibt ihr einfach, weil sie Tränen in den Augen hatte und süß aussah oder so. Und schon darf sie ihn weiterhin ausnutzen. Denken Männer denn wirklich mit nichts anderem, als ihrem Schwanz? Es würde mich ja aufregen, wäre ich nicht davon begünstigt. Die ersten Folgen waren jedenfalls eher meh.

Fazit: Gurkst am ewigen Medioker herum.

Golden Time

So trendy~

Nicht grundlos steht diese Serie direkt unter Gingitsune und nein, ich hab nicht einfach nach Alphabet geordnet. Golden Time hat eine Message. Eine Nachricht an alle Kerle dieser Welt, dass sie Frauen nicht nur nach ihrem Aussehen beurteilen sollen. …Spaß beiseite, ich glaube ja selbst nicht dran. Jedenfalls schlägt sich Golden Time noch recht wacker, es könnte wohl so ähnlich wie Sakurasou werden, was ja auch ganz ok war. Ein Meisterwerk erwarte ich nach den Irren im Clubhaus zwar nicht, aber ich hab auch jemanden mit Rosen gepeitscht, als ich an der Uni angefangen hatte. Ach und was sind das OP und ED doch zuckersüß. Irgendwie scheinen japanische Autoren ja zu denken, eine Lovestory funktioniert nur, wenn einer der beiden nicht will, aber das hier sieht anders aus. Wenn das die Lovestory wird, die diese beiden Videos versprechen, kann man sich das definitiv ansehen. Außerdem: eine TWGOK-Cameo.

Fazit: Bisher nett.

Arpeggio of Blue Steel: Ars Nova

I see. So that's the real CG

Ich bin erstaunt, wie sehr sich Computergrafik in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. Ich musste ehrlich gesagt zwei mal hingucken, damit mir irgendwas auffällt. Darf man das überhaupt noch Anime nennen, wenn das zu 100% mit Computer erstellt ist? Egal, ich fand jedenfalls, dass die Machart nicht so stark ins Gewicht fällt. Trotz ganz anderer Ressourcen verwendet das Studio dieselben Methoden, die Charaktere bewegen sich nicht mehr, als sie müssen, anders als bei den seltsam flüssigen Bewegungen, die sonst mit CG einhergehen. Insbesondere das Blinzeln ist mir aufgefallen, wobei Iona im flashback gar nicht geblinzelt hat. Zufall? Mir gefällt auch das Spiel mit Taktik in den Kämpfen, welcher die Serie ziemlich spannend macht.

Fazit: Sehenswert.

Walküre Romanze, Infinite Stratos

Darum skille ich auch immer auf Angriff.

Das stammt wirklich aus diesem Anime, ich schwöre! …nein, tut es nicht. Könnte es aber. In diesem Anime geht es anscheinend um ein Pferd, das einen Harem hat. Ja wirklich. Jedenfalls ist die Serie richtig furchtbar. …und das war es auch schon, was es über die Serie zu sagen gibt.

Weils so kurz ist, hier auch noch die Meinung zu Infinite Stratos 2: Wer meinen Scrollbild-Artikel gesehen hat, der hat schon alles sehenswerte aus dieser Serie gesehen.

Fazit: Schrecklich.

Kill la Kill

Lick la Lick

Ich sag doch die Japaner können keine Namen. Und ich kann nicht verstehen, wie man KlK für irgendetwas anderes halten kann, als Trash entertainment. Es versucht ja nicht einmal zu verstecken, dass es sinnlos ist. Anders als bei FLCL oder Kyousougiga steckt nicht mehr dahinter, als es auf dem ersten Blick scheint. Nennenswert was fürs Auge ist es auch nicht, es ist einfach viel Geschrei und wildes rumgedresche, bei dem es darum geht, den Gegner seiner Kleider zu entledigen. Meinen Geschmack trifft das nicht so richtig. Wenn jemand den Charme von KlK verstehen kann, so erkläre er ihn mir doch bitte, ich bin hier irgendwie hilflos. 

Fazit: Mies.

Kyousougiga

Eventuell ihre eigene Mutter

Die Serie verkauft sich anfangs ebenso als wildes Gekämpfe, aber dann erfährt man eben mehr und mehr darüber und beginnt, es zu verstehen. So gesehen hat Kyousougiga das Einstiegsproblem auf sehr gute Art und Weise gelöst, wenn man denn die Folge 0 mitzählen will (und dazu würde ich euch allen raten). Man wird direkt in die Geschichte hineingesetzt ohne eine Ahnung zu haben was da eigentlich abgeht, aber dann werden diese Lücken durch wie ich finde ziemlich unterhaltsame Zeitsprünge gefüllt. Ein paar Fragen werden offen gelassen oder nur angedeutet, sodass man nicht die Motivation am Weiterschauen verliert und doch ein wenig mitdenken kann. So weit, so gut. Hoffentlich kann die Serie ihr Niveau halten – wir wissen ja, wie oft Anime es nicht tun.

Fazit: Sehenswert.

Machine-Doll wa kizutsukanai

Zugegeben: So niedliche Puppen hätte ich auch gerne.

In einem Wort: ÖRKS. Nicht nur, dass sie während der Kämpfe wieder CG benutzen, auch der Storyverlauf bisher ist so billig und klischeehaft und vorhersehbar, wie er nur sein kann. Hinzu kommt, dass Yaya die ganze Zeit über konstant mit ihrem Hormonausstoß nerven muss, schon als die erste Folge mit „Yaya ist das süßeste Mädchen der Welt“ angefangen hat, war sie und die Serie mir gleich unsympathisch. Und das schlimme ist: Das geht die ganze Zeit über so! Der Typ muss nur Blinzeln und dieses Ding vermutet irgendeine Beziehung zu einer Frau dahinter.  Da hilft auch alle cuteness der Welt nicht mehr. Das zerstört dann auch alles, was die Serie sonst noch zu bieten haben könnte.

Fazit: Mies.

Samurai Flamenco

Flamenco girls

Mir egal, dass das Bild nicht repräsentativ ist, das ist das eigene Opening des Anime auch nicht. Ich habe ehrlich gesagt wenig zu dieser Serie zu sagen, sie ist eigentlich…grundsolide. Es geht um einen Typen, der in einer realistischen Welt ohne Helden und Bösewichte die Welt retten will. Eine nette Idee, wobei ich nicht weiß, ob das über 12 Episoden immer noch witzig ist. Bisher verkauft es sich über halbwegs authentische Charakterinteraktionen, was bei Anime ziemlich selten ist. Kann man sich soweit ansehen, wenn man mal eine Abwechslung möchte.

Fazit: Bisher nett.

Galilei Donna

His body is ready...oder war es zumindest

Ich mochte Galilei Donna. Auch wenn ich dieses ganze Galileo hier, Galileo da etwas überzogen finde (ich meine, ich erwähne den ja auch jeden Tag mindestens einmal), interessiert mich die Geschichte um die drei ungewöhnlichen Schwestern (besser als die random Mains sind sie allemal) schon ein wenig, und mit Luftpiraten, die bestimmt noch rekrutiert werden und die Jurastudentin heiraten dürfen, einer korrupten Regierung und wer weiß was noch für Organisationen, ist für mehrere Folgen Spannung gesorgt. Auch wenn die Maschinen etwas putzig aussehen, hat der technologische Aspekt schon was. Wohin das so richtig führen wird, kann ich aber noch nicht absehen.

Fazit: Bisher nett.

Puh…das war ganz schön was zu schreiben. Achtzehn Serien haben es diesmal in die, ich nenne sie mal Vorauswahl, geschafft. Das ist eine ganze Menge. In Vieren davon erkenne ich das Potential, zu einem guten Anime zu werden, weitere fünf sehen zumindest anständig aus. So eine richtige Bombe, bei denen man ein richtig gutes Gefühl hat, fehlt mir aber. Ich würde sagen es sieht diese Saison so aus: Es gibt ein breites Angebot an Anime, die alle mehr oder weniger gleich gut sind, ohne dass es einen klaren Favoriten gäbe. Ich habe aber das Gefühl, dass der Durchschnitt höher liegt als üblich, die breite Masse liegt noch in dem Bereich, den man schauen kann, ohne rot zu werden und vieles liegt über der roten Drop-Linie.

Da die Anime meiner Meinung nach also mehr oder weniger auf der gleichen Ebene liegen, habe ich mir überlegt, doch mal die Meinung meiner Leser einzuholen. Welchen Anime haltet ihr denn diese Saison für den Besten? Welche Anime haltet ihr für gut? Ich habe dafür mal eine Umfrage angefertigt, die zwar nur die Anime aufzählt, die ich gelistet habe, ich kann aber auf Anfrage auch noch einen oder zwei hinzufügen. Ihr dürft gerne auch für Mehrere abstimmen.

Ach, wer es genau wissen will:
Schrecklich < Mies < Medioker < Nett < Sehenswert
tl-note: Medioker heißt ‚Mittelmaß‘

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5 Kommentare zu “Saison-Rückblick und Ausblick (Sommer-Herbst 2013)

  1. Baphomet sagt:

    Hintergründe und Landschaftsbilder sind die Stärke von P.A. Works, sogar wenn das Charakter- und sonstiges Design ganz anders ist. Kyoto sah in Uchouten z.B. auch recht schön aus. Was jetzt die Fischmenschen angeht… Urgh. Frau Okada sollte vielleicht mal bei einzelnen Folgen mitwirken statt bei ganzen Serien. Jedenfalls dort, wo sie stark eingeschränkt wird. Oder sie sollte gleich das Metier wechseln und ein neues Twilight schreiben.

    Zum Rest kann ich nicht wirklich was sagen, zumindest nichts Produktives, da ich diesmal mit deutlich weniger Ernst an die Auswahl meiner Trash-Unterhaltung rangegangen bin. Auf Walküre Romanze habe ich mich diese Saison am meisten gefreut, einfach weil es so mies ist und ich es so richtig versagen sehen wollte. Sekai de Ichiban dingens mag ich aber mehr, weil es sich gar nicht erst mit irgendwelchen Nebensächlichkeiten wie Plot und Glaubwürdigkeit aufhält, sondern wie eine außer Kontrolle geratene Dampfwalze einfach seinen Weg entlangrollt. So wird aus dem Pro-Wrestling, in dem die Kämpfe nur eine Show und fast jedes Detail abgesprochen ist, gleich zu Anfang Mixed Martial Arts, in dem man den Gegner mit richtigen Schlägen, Tritten und Klammergriffen traktiert. Coppelion ist für mich nach wie vor das Interessanteste, was die Saison zu bieten hat und dass Kill La Kill deutlich schlechter wird als man es sich anfangs vorgestellt hat, habe ich schon bei Erscheinen der ersten Trailer prophezeit. tl;dr: Ich habe es mir sehr einfach gemacht und schaue den Trash und das, was mich wirklich interessiert hat.

    Hm, wobei, einen Anime könnte ich vielleicht ansprechen: Yuushibu, wie (sein Vorbild?) Hataraku Maou-sama eine Light Novel.
    Das Besondere daran ist, dass das world building einige nette Ideen liefert, die der Autor aber gleich wieder verwirft. So wird z.B. auf die Krisen im Dämonenland überhaupt nicht eingegangen, die Verbindung von der Heldenzunft zum Militär der echten Welt muss der Zuschauer/Leser selbst ziehen, die Kriegstreiberei und der Krieg als Milliardengeschäft nehmen nur vage Gestalt an und äußern sich wenn, dann darin, dass der Main keine Zukunftsaussichten mehr hat. Der elektrische Strom ist eine Form von Magie, wird aber nicht näher erklärt, die Menschen bauen genau dieselben Geräte wie im echten Leben (Fön, Klimaanlage), das ist aber hier nur ein Gimmick. Irgendwann tut so was beim Anschauen weh.

    • StarlinM00N sagt:

      Wissen meine Leser, dass sie zum Voten auch auf Vote klicken und nicht nur die Kästchen ankreuzen müssen, um an der Umfrage teilzunehmen? Die Wahlbeteiligung hier ist ja schlimmer als zum Deutschen Bundestag.

      „Was jetzt die Fischmenschen angeht… Urgh.“
      …wollte jetzt gerade einen Screenshot dagegenwerfen, fand aber keinen richtig passenden.

      „Oder sie sollte gleich das Metier wechseln und ein neues Twilight schreiben.“
      Twillight hatte aber keine Tränen, das war emo. Aber Glitzer, den gibt es.

      “ da ich diesmal mit deutlich weniger Ernst an die Auswahl meiner Trash-Unterhaltung rangegangen bin“
      Moment, ich dachte, du gehst nie mit Ernst ran?

      “ Coppelion ist für mich nach wie vor das Interessanteste, was die Saison zu bieten hat“
      Und welche voreingestellte Verbindung zu dem Anime hast du?

      „dass Kill La Kill deutlich schlechter wird als man es sich anfangs vorgestellt hat, habe ich schon bei Erscheinen der ersten Trailer prophezeit.“
      Ja, nein, vorgestellt habe ich mir eigentlich nicht viel, schließe mich also aus dem „man“ aus. Und soweit ich gehört habe, mögen die, die was davon halten, es ja immer noch.

      „Ich habe es mir sehr einfach gemacht und schaue den Trash und das, was mich wirklich interessiert hat.“
      Kill la Kill hast du liegen gelassen, und das ist vielleicht sogar noch dümmer als dein Wrestling. Nein…nicht vielleicht, müsste es eigentlich.

      • Baphomet sagt:

        Moment, ich dachte, du gehst nie mit Ernst ran?

        Ich setze mich natürlich nicht hin und analysiere alles, was da ist, nach allen möglichen Gesichtspunkten, aber ich versuchte bisher stets einzuschätzen, ob mich dieser oder jener Titel genug interessiert, dass ich eine Saison lang durchhalte und ob dieser oder jener Titel nun halbwegs gut is, sodass ich eine Rechtfertigung zum Schauen habe. So viel Ernst muss sein. Auch die Auswahl für diese Saison fing so an, am Ende habe ich dann alles verworfen und willkürlich das rausgegriffen, wo ich mir den meisten Spaß erhofft hatte.

        Und welche voreingestellte Verbindung zu dem Anime hast du?

        Die Kenntnis des umgesetzten Materials. Ich habe versucht, mich in alles einzulesen, was ich übersetzt finde.

        Kill la Kill hast du liegen gelassen

        Stimmt, müsste mal wenigstens Folge 3 sehen…
        Wrestling ist übrigens durchaus nicht so dumm, lässt es doch die Heldin 50 Mal in Folge verlieren.

  2. StarlinM00N sagt:

    „am Ende habe ich dann alles verworfen und willkürlich das rausgegriffen, wo ich mir den meisten Spaß erhofft hatte.“
    Klingt irgendwie genau so, wie man es machen sollte. Hättest du gleich tun sollen.

    „Wrestling ist übrigens durchaus nicht so dumm, lässt es doch die Heldin 50 Mal in Folge verlieren.“
    Nicht so dumm, nur dumm genug, dass es gerade noch Spaß macht.

  3. […] wir direkt mal beim Anime an. Für diese Zwecke habe ich direkt mal meinen alten Saisonartikel darüber herausgekramt und ich muss sagen…damals war ich was Bewertungen angeht schon noch echt grün […]

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