Der Anime-Countdown: Plätze 6-4

...jetzt sind es nur noch vier! Das wird doch nicht heißen...!

Wenn ich den zahllosen Hits in meinen Statistiken glauben darf, muss das Suchen nach dem sechsten Platz ja ganz schön viel Gaudi gemacht haben. Natürlich wird es auch einen Hinweis über die nächsten Plätze geben, aber zuvor verrate ich euch noch, wie ihr den sechsten Platz hättet finden können. Und natürlich die Platzierungen selbst, was denn sonst.

Der Hinweis war in den Mediendateien versteckt: Klickt ihr auf eins der Bilder von den Platzierungen, werdet ihr zu der entsprechenden Mediendatei geleitet. Dort gibt es die zwei Links Zurück und Weiter. Wenn ihr bei Platz 8 seid, bringt euch Zurück zu dem Bild von Platz 9 und Weiter zu dem Bild von Platz 7. Wenn ihr also auf Platz 7 auf Weiter klickt – richtig, dann kommt ihr zu dem Bild von Platz 6, das ich da extra schon hochgeladen hatte. Die roten Wahrheiten in dem Post hätten euch auch ein Hinweis sein können.

Platz 6: Umineko no naku koro ni

Umineko no naku koro ni

Mit einem Schrägstrich zu Higurashi no naku koro ni. Aufgrund einiger Gemeinsamkeiten halte ich es nicht für so unangebracht, die zwei Serien zusammenzufassen, denn der große (und ziemlich interessant umgesetzte) Trick beider Serien ist, dass die Serie schon ziemlich nah am Anfang quasi endet und danach von vorne beginnt – aber es passiert diesmal nicht einfach dasselbe aus anderem Blickwinkel, sondern etwas völlig anderes und man fragt sich erstmal einfach nur: Wieso? Der Unterschied ist dabei, dass bei Higurashi die Zusammenhänge erst am Ende erklärt werden und bei Umineko ziemlich zeitnah.
Bei Umineko geht es nämlich direkt darum, die seltsamen Ereignisse logisch erklären zu können. Die Hexe Beatrice behauptet, Battlers Familie mit Magie getötet zu haben und er will dies nicht wahrhaben und versucht, die Geschehnisse mit weltlichen (d.h. „nicht-magischen“) Mitteln zu erklären. Ein großer Anreiz dieses Animes besteht in diesen Wortgefechten zwischen Battler und der sadistischen Hexe und darin, selbst zu versuchen, ihre Rätsel zu lösen. Die andere Hälfte der Unterhaltung kommt aber einfach davon, die originellen Mordmethoden zu bestaunen, denn mal ehrlich: eine packende Geschichte darüber, wie eine 18-köpfige Familie nacheinander abgemetzelt wird, wäre immer noch ziemlich spannend.
Wenn man die Geschichten von Umi und Higu allein nähme, würde ich Umineko klar als die Bessere ansehen. Leider hat gerade der Anime aber einige Schwächen, von denen ich einige für ziemlich gravierend halte. Ich habe diese Kritikpunkte in den Kommentaren von Shinos Artikel bereits ausführlich erläutert und erlaube mir mal die Dreistigkeit, ihn hier zu verlinken. Kurz zusammengefasst: Der Anime reizt die Stärken seines Mediums nicht aus, ein großer Anteil des Rätselwerts geht verloren, nur die halbe Geschichte wird erzählt und es gibt auch ein paar generelle Verständnisschwierigkeiten. Trotz all dieser Probleme schafft es Umineko gleich auf mit Higurashi auf Platz 6 meiner Favoritenliste – in voller Stärke hätte es der Anime sogar auf Platz 3 geschafft. Lasst euch das verdeutlichen, wie gut diese Geschichte eigentlich ist.

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Action: 3/5
Drama: 3/5
Romance: 3/5
Mystery: 4/5
Horror: 4/5
Nervenkitzel: 5/5
Atmosphäre: 4/5
Stil: 5/5

Himmel, deckt das viele Bereiche ab. Und ich war schon fast geneigt, auch noch Comedy und Fanservice dazuzunehmen, aber davon gab es dann doch ein wenig zu wenig. Das ist jetzt nur die Bewertung für Umineko, Higurashi ist einfach zu lange her und variiert qualitativ in den Staffeln viel zu stark.

Platz 5: Fullmetal Alchemist / Brotherhood

Fullmetal Alchemist

Und wieder zwei Serien auf einen Haufen. Wisst ihr warum ich das mache? Würde ich es nicht tun, wären sie beide in meiner Liste und dann würde es weniger Platz für andere Serien geben. Ich weiß, dass man dann eigentlich einen Platz darüber freilassen müsste, aber dann würde es sich für mich wie eine Top 8 anfühlen und das wäre auch nicht richtig.
Fullmetal Alchemist ist die Geschichte von Edward und Alphonse Elric, die auf der Suche nach dem Stein der Weisen sind, um einen Fehler rückgängig zu machen, den sie in ihrer Kindheit begangen haben. Auf ihrer Reise begegnen ihnen jede Menge neuer Freunde, Gegner und Abenteuer. Ich weiß nicht, irgendwie hört sich das für mich schwer nach dem üblichen Shônen mit Alchemistensetting an, was genau macht FMA eigentlich so besonders beziehungsweise besonders gut?
Ich muss zugeben, zu wenig Erfahrung mit dieser Art Anime zu haben, um da Vergleiche auffahren zu können. Was ich weiß ist, dass FMA seine Karten ziemlich gut ausspielt. Uns wird einmal eindeutig erklärt, was Alchemie ist, und danach lassen sie sie einfach funktionieren. Die Charaktere (einschließlich der Antagonisten, Wegwerf-Feinde besitzt FMA ziemlich wenige) haben alle ihren Platz und werden stimmig eingesetzt, es wird kein episodisches Schema angewandt, das unbedingt in jeder Folge eine kurze Actionszene erzwingt und es gibt…keine…Filler, soweit ich mich erinnere. Die Handlung entwickelt sich, nimmt auch hin und wieder überraschende Wendungen und dadurch wird die Serie auch trotz ihrer Länge nie langweilig – im Gegenteil, ich hatte seinerzeit 3-5 Folgen der Serie am Tag geschaut, weil es einfach so verdammt interessant gewesen ist.
Es gibt aber auch bei FMA ein wenig zu meckern, was daran liegt, dass es nicht „die Serie“ gibt, sondern eben zwei. Aber keine Fortsetzungsstaffeln, sondern sie behandeln essentiell die gleiche Geschichte, lediglich mit unterschiedlichen Enden. Und ich mag beide Enden eigentlich ganz gut. Was nur schade ist, ist dass Brotherhood (die später entstandene Serie) sich seines Vorgängers bewusst ist und die Handlungsabschnitte, die sich mit der ersten Serie decken, ziemlich schnell und zweckmäßig abhandelt – viele im Vorgänger ziemlich packende Szenen sind dadurch nicht mehr so ergreifend gewesen und durch den direkten Vergleich wirkten sie ungemein schlechter. Dadurch hätte ein großer Teil der Serie viel besser sein können, der Originalinhalt von Brotherhood ist allerdings wieder ziemlich großartig und meiner Meinung nach leicht besser als die erste Serie. Skippen kann man aber leider den Anfang auch nicht, da es manche Sachen gibt, die sich in den zwei Serien ziemlich drastisch unterscheiden (z.B die Homunculi). Auch haben sie einen Abschnitt rausgeschnitten, obwohl ein Charakter, der in diesem Abschnitt auftaucht, später relevant wird. Das war ein wenig ungeschickt.
Nichtsdestotrotz haben mir beide Serien richtig gut gefallen und sind daher Teil meiner Favoritenliste. Nebenbei bemerkt, Edward ist ein knuffiger kleiner Kerl. Das hat mich aber nicht in meiner Wertung beeinflusst oder so.

Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Action: 5/5
Comedy: 3/5
Drama: 4/5
Nervenkitzel: 4/5
Atmosphäre: 4/5

Platz 4: Kobato

Kobato

Nun eine Serie, die vermutlich niemand erwartet hätte: Kobato. Der Anime handelt von einem außergewöhnlich naivem Mädchen, das sich selbst einen Wunsch erfüllen möchte. Um dies zu erreichen, muss sie eine magische Flasche mit den Leiden anderer Menschen füllen, indem sie diese Leiden heilt. Die vielen unterschiedlichen Fälle werden vor allem durch Kobatos Persönlichkeit interessant: Mit ihrer kindlichen, ja fast schon leicht zurückgebliebenen Art kann sie die eigentlich ziemlich komplizierten Probleme der Menschen in ihrer Umgebung meistens gar nicht richtig verstehen und doch gelingt es ihr immer irgendwie, sie zu lösen. Ich weiß, dass dies auf den ersten Blick befremdlich klingt, doch werden diese Lösungen nicht erzwungen, sondern sind trotzdem nachvollziehbar. Aus diesem Grund finde ich die Serie sehr gelungen: Aus einem guten Setting lässt sich sehr leicht eine gute Serie machen, um dasselbe bei einem schwierigen Setting zu erreichen, braucht es jedoch einiges an Können.
Es ist diese Philosophie, die auch in Raemonns Lied besungen wird: Manche Probleme sind wirklich nur so schwer zu lösen, weil wir sie viel zu kompliziert machen. Ich kenne zum Beispiel jemanden, der zu seinem Geburtstag immer wieder Leute einlädt, nur weil diese ihn auch immer zu ihren Feiern einladen. In Wirklichkeit kann er diese Personen aber gar nicht leiden, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Sie müssten sich das nur sagen und sie wären sich los, aber das können sie nicht, weil sie den Schein namens „Höflichkeit“ aufrecht zu erhalten haben. Aber das ist nur ein Beispiel, Probleme dieser Art existieren wirklich.
Natürlich soll das nicht heißen, dass sich das Schema in Kobato immer wieder wiederholt. Nicht selten führt Kobatos simpler Verstand auch nur zu mehr Problemen, aber das macht die Serie dann nur umso spannender. In jedem Falle hat es mir tierischen Spaß gemacht, Kobato und ihren Plüschtierfreund Ioryogi beim Problemlösen zuzusehen. Auch der romantische Aspekt mit der männlichen Tsundere sagte mir zu – in diesem Falle weiß ich nicht, ob ich ihn ein wenig überbewerte, doch findet man in Anime recht wenig Vergleichbares.
Negativ fiel mir bei Kobato ziemlich wenig auf, weshalb es wohl auch so weit vorn in meinem Ranking liegt. Einzig CLAMPs Referenzwahn ging mir ein wenig gegen den Strich: Zu oft wird auf irgendeine andere Serie referiert, zu oft bekommt man das Gefühl, man könnte diese Szene viel besser verstehen, wenn man die entsprechende Serie gesehen hat. Das macht die Serie nicht schlechter, man bekommt nur leider das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Auf der anderen Seite wirkt die Welt dadurch lebendiger: Es geschehen noch andere Dinge, andere Lebewesen die ihre eigene vielleicht interessante Geschichte zu erzählen hätten, aber hier geht es eben um Kobatos Geschichte.

Handlung: 3/5
Charaktere: 5/5
Comedy: 4/5
Drama: 4/5
Romance: 5/5
Atmosphäre: 4/5

Und nun noch ein paar rote Wahrheiten über die letzten drei Plätze, damit ihr wieder ein wenig spekulieren könnt:

Von den Big Three wird keiner in meinem Ranking auftauchen.
Neon Genesis Evangelion wird nicht in meinem Ranking auftauchen. In einer Top 15 wäre es aber vielleicht dabei gewesen.
Madoka wird nicht in meinem Ranking auftauchen. Ebenfalls nicht Serial Experiments Lain oder Texhnolyze.
Es wird kein Gundam in meinem Ranking auftauchen. Habe ich auch nicht gesehen bzw. es je vor.
Erin, Noein, Nana, Genshiken, Honey&Clover, Kuuchuu Buranko und Ergo Proxy habe ich nicht gesehen und werden demnach nicht in meinem Ranking vorkommen.
Auch Pale Cocoon ist keiner meiner Favoriten. Offen gestanden auch nicht mal annähernd.
Aktuell laufende Serien sind nicht Teil meines Rankings. Wobei ich ohnehin keine davon für erwähnenswert halte, außer vielleicht Zetsuen no Tempest.

Und dazu noch Hinweise für die Plätze des kommenden Artikel. Diesmal für beide. Der Hinweis für Platz 3 ist a6613. Der Hinweis für Platz 2 ist EPC. Viel Spaß beim theoretisieren.

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20 Kommentare zu “Der Anime-Countdown: Plätze 6-4

  1. Baphomet sagt:

    Warum Umineko es nicht in meine Topliste schafft – Kurzversion:
    – Es gibt keinen vernünftigen Schluss. Der Anime schafft es zwar, mit Kinzosaurus und der Verfolgungsjagd Akzente zu setzen, aber das ist für ein grande finale ungenügend. Und für ein „leises“ Ende zu pompös.
    – Es bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Oft geschieht ein neuer Mord und man ist beim aktuellen noch ratlos, selbst wenn man die DVD-Fassung hat und nach Belieben pausieren und zurückspulen kann. Ich will gar nicht wissen, wie es damals für die TV-Zuschauer war.
    – Die Charaktere wissen nicht, was sie sind. Für bloße Spielfiguren sind sie zu sehr entwickelt, für echte Charaktere zu wenig. Das hängt mit dem nächsten Kritikpunkt zusammen: (in meinen Augen) falsche Prioritäten bei der Auswahl der Szenen und Ereignisse aus der Novel. Aufgrund des engen Zeitrahmens musste natürlich viel gestrichen werden, aber dadurch geht einiges an Charakterisierung verloren und wenn Charaktere dann einen Wendepunkt erfahren oder ihren „crowning moment of awesome“, fühlt sich das an als komme es aus dem Nirgendwo. Kyrie z.B. ist so ein Fall. Im Anime wird sie vernachlässigt, was auch OK ist, bis… sie im Kampf ausgerechnet dem Steak des Neids beibringt, was Eifersucht und Neid wirklich bedeuten. Es fängt aber auch schon im ersten Kapitel an: ich persönlich hätte lieber mehr vom Wortgefecht der Erwachsenen gesehen, dafür weniger von Ange.
    – Ange muss ich noch als Extrapunkt anführen. Ihre Funktion als Kontrast zu Maria und als möglicher Verknüpfungspunkt zu den tatsächlichen Ereignissen mag interessant sein, aber sie ist im Anime unnötig. Selbst wenn man sie einbringt, führt es letztendlich, wie man sieht, nirgendwo hin. Klar, sie sollte helfen, zu einem möglichen Schluss zu kommen, aber zu diesem Schluss? Also bitte. Wo sie herkommt, hat dann auch ein Charakter überlebt, was einen erst mal vor den Kopf stößt, denn vor allem nach Kapitel 3 könnte es der wahre Täter sein, nachdem man vielleicht jemand anders in Verdacht hatte. Und dann bekommt sie auch noch mehrere Folgen spendiert, Zeit, die woanders dringender gebraucht wurde.
    – Noch etwas, das mit der Prioritätensetzung zusammenhängt: die Serie verlässt sich zu sehr auf ihre Vorlage. Bei den Charakteren merkt man das am meisten, ihre Charakterisierung muss man sich nämlich immer aus der Novel dazudenken. Kyrie habe ich schon genannt, Eva ist aber auch so ein Fall, als sie plötzlich im 3. Kapitel wichtig wird.
    – Und eine Reihe höchst subjektiver Dinge. Allen voran Maria, den einzigen Animecharakter, auf den ich einen irrationalen Hass habe. Oder die Referenz auf die Göttliche Komödie, die nur der Coolness halber da ist.

    Kobato….
    schafft es bei mir auch nicht in eine Topliste.
    Viele, vielleicht die meisten, CLAMP-Geschichten haben diesen Standardaufbau, den sie immer wieder benutzen: Die Geschichte beginnt, läuft lange genug, dass man sich an sie gewöhnt und dann kommt das alles verändernde Ereignis, das für einen Wendepunkt sorgt, ab dem man nicht mehr weiß, wohin die „Reise“ führt. Die Sache ist nur die: ihre späteren Geschichten haben das… vereinfacht? Ist vielleicht das falsche Wort. Aber sie beginnen immer fröhlich und heiter bis zu einem bestimmten Ereignis, ab dem es dramatisch wird. Ich mag das nicht. Nach der n-ten Wiederholung hat das in etwa die Wirkung von „So, genug herumgealbert, machen wir was Anständiges“. Dies und das (in meinen Augen) erzwungene Happy End bringen mich einfach davon ab, Kobato sehr zu mögen. Um mal eine andere CLAMP-Serie anzuführen, die das etwas besser macht: Angelic Layer. Obwohl es inhaltlich hinter Kobato. zurücksteht (ja, mit Punkt).

    Noch was zum Referenzwahn: die ganze Serie ist ein Teil der Reservoir Chronicles, die stellenweise eine einzige Referenz auf alles andere sind. Nicht nur das, Kobatos Reise ist eine Alternative zu der Reise, die in den Chronicles epische Ausmaße annimmt. Genauso Chobits, auch wenn das dort geschickt versteckt ist. Was mich fragen lässt, wie lange die Chronicles schon geplant waren.

    • StarlinM00N sagt:

      Was deiner Kritik von Unimeko anbelangt, kann ich nicht wirklich viel dagegen sagen. Ein paar der Dinge habe ich ja selber schon angesprochen.
      Womit ich nicht wirklich mitgehe ist dein Punkt mit den Charakteren. Ich halte es keinesfalls für nachteilig, von den Charaktergeschichten ausschließlich das Nötigste zu zeigen, wenn man einen begrenzten Zeitrahmen hat. Dadurch wirken sie dann vielleicht etwas plötzlich, aber das war mir persönlich nicht negativ aufgefallen – weil sie nicht notwendig waren. Und ich glaube ehrlich gesagt auch, dass es jedem so ergeht, wenn er nicht vorher die Novel gelesen hat oder Teile von ihr kennt; denn dann merkt man, dass was fehlt, weil man es eben in der Vorlage gesehen hat. Und dann entdeckt man natürlich auch, was das für die Serie bedeutet und nimmt es negativ wahr.
      Aus dem Grund kann ich diesen und deinen vorletzten Punkt nicht groß anders sehen als „They didn’t adapt the scenes I like“ und sowas berücksichtige ich sicher nicht.
      Das mit Ange ist eine andere Geschichte. Das könnte ich jetzt wirklich nur beurteilen, wenn ich die Novel bis dahin verfolgt hätte. Das mit dem Ende vom Anime ist ja wirklich leider so eine unangenehme Geschichte.

      Zu Kobato: Es ist irgendwie dasselbe. Du siehst es als schlechter, weil du viele CLAMP-Serien gesehen hast. Ich aber nicht.
      Das Ende ist wirklich ein wenig erzwungen, gebe ich zu.
      Und ja, ich weiß, dass Kobato in CLAMPs Omniversum spielt.

      • Baphomet sagt:

        Ich hätte es auch akzeptiert, wenn sie absolut alles gestrichen hätten und die Charaktere gesichtslos, formlos und ohne jegliche Persönlichkeit gemacht hätten.
        Ein Krimi funktioniert auf dreierlei Art: man verfolgt das Geschehen und bringt sich mit ein, weil die Charaktere einen emotional berühren (dann hat man ein Interesse, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt/dass sie bestraft werden) oder weil das Verbrechen so kompliziert und unmöglich scheint, dass man es unbedingt aufgeklärt sehen will (intellektuelle Herausforderung) oder beides zusammen.
        Umineko versucht, den letzten Weg zu gehen. In dem Fall ist es aber wichtig, dass keine der beiden Seiten vernachlässigt wird, man muss genug Charakterisierung bieten, während das Rätsel sich entfaltet. Die Novel schafft das vielleicht, das kann ich bei nur zweieinhalb gelesenen Kapiteln nicht beurteilen, der Anime scheint aber anfangs den zweiten Weg zu gehen und die Charaktere zu vernachlässigen, nur um dann mit Entwicklung zu kommen, die in dem Fall wirklich aus dem Nirgendwo auftaucht.

        • StarlinM00N sagt:

          Ah, so meinst du das. Nein, da kann ich nicht mit dir übereinstimmen. Charakterisierung hat es in allen vier Arks gegeben, nur war die in den ersten Teilen ungleich kleiner. Außerdem ist „scheint anfangs den zweiten Weg zu gehen“ eine komplette Falschaussage. Im ersten Ark gab es zunächst nur unerklärliche, mysteriöse Morde – das eigentliche Rätsel wurde erst im zweiten teil etabliert und selbst dort wurden uns zunächst nur die Grenzen des Spiels gezeigt.
          Wenn ich mich richtig erinnere, gab es die erste richtige Charakterisierung mit George x Shannon in Kapitel 2, das hat es gegeben. Das Kapitel eins wurde zwangsweise zur Einführung aller Charaktere verwendet und dass da Natsukis Rolle ungleich kürzer ausfällt, ist eigentlich klar. Viel mehr als das kann man dem Anime da nicht vorwerfen.

  2. Ama-ri sagt:

    Endlich mal ein paar Serien, zu denen ich was sagen kann. deine 10-7 Plätze habe ich nämlich allesamt nicht gesehen (Death Note in dem fall gelesen und baccano (noch) nicht beendet)

    Zu Umineko: In meinem Ranking ist Umineko auch nicht. Ich habe die Serie gerne verfolgt und vielleicht wäre sie in meinem Ranking gelandet, wäre sie abgeschlossen worden. Ich verstehe nicht, warum man Umineko kein „Kai“ gegeben hat, wie Higurashi. Vermutlich wegen der fehlenden Killerlolis. Demnach steht bei mir Higurashi etwas höher als Umineko, denn Higurashi wurde erst wirklich gut, nachdem man Kai gesehen hatte. Die Metzelszenen haben mich nicht wirklich interessiert, sondern eher die Tragödie dahinter.

    Zu FMA: Muss ich vorwegnehmen, dass ich da sehr voreingenommen bin. FMA:B ist mein Platz 1. Ich finde zum Beispiel nicht, dass FMA und FMA:B wirklich zusammengezählt werden können. FMA hat die Charaktere und die Welt aus dem Manga genommen und damit eine eigene Geschichte erzählt. Schließlich hat die alte Serie nur einen Bruchteil der Mangageschichte wiedergegeben. Die Charaktere entwickeln sich vollkommen anders. Der Edward aus FMA2005 und der aus FMA:B sind zwei unterschiedliche Charaktere. Der Ed und der Al aus der ersten Serie tun Dinge, die der Ed und der Al in Brotherhood niemals getan hätten. Ein gutes Beispiel ist da das Ende von Brotherhood bzw dem Manga. Ich erinnere mich gerade nicht, ob der Satz auch in Brotherhood fiel, aber im Manga fragt Riza Roy, ob Ed sich für Al aufopfern wird um Al wieder zurück zu holen und Roy antwortet daraufhin, dass er das nicht tun würde, weil er kennt die Angst und Verzweiflung als einziger zurückzubleiben. Im alten Anime tut er genau das. Aber gut, man muss auch zugestehen, dass die Alchemie in der alten Serie anders funktioniert. (Dort holt man die Kraft hinter dem Tor hervor im Manga/Brotherhood kommt die Kraft aus der Bewegung der Erdkruste) Wozu mir ein weiterer Unterschied zwischen beiden Serien einfällt: Die alte Serie zeigt die Alchemie als eine etwas andere Art von „Magie“. Sie ist nur bedingt erklärbar durch ein paar Regeln (aus nichts entsteht nichts), in FMA:B hingegen wirkt sie schon mehr wie eine Wissenschaft. Natürlich kann sie unmöglich so in unserer Welt funktionieren, aber die Alchemie ist dort viel weniger mystisch.
    Um mal zum Schluss zu kommen: Ich persönlich bevorzuge FMA:B, halte die alte Serie aber nicht für schlecht. Diese hatte meiner Meinung nach aber ein paar gravierendere Schwächen: Der grauenhafte Film zum Beispiel. Das Ende der Serie war gut so wie es war. Es war bittersüß aber es hat zur Serie gepasst. Der Film hingegen…
    Ein weiteres Manko waren meiner Meinung nach die Beförderung unwichtiger Nebencharaktere zu Quasi-Hauptcharakteren. (Sheska, Rose) Und der schlechte Antagonist (Dante)
    FMA:B’s Fehler hast du ja schon angesprochen. Das durchrushen der anfangsfolgen fande ich weniger schön. Dadurch wie gesagt auch weniger packend (Besonders Nina war viel weniger emotional, Hughes war meiner Meinung nach aber gut gelöst, besonders durch die Synchronleistung der Sprecherin von Elicia) Und besonders das Auslassen der Youswell Episode, die Yoki vorstellt. Ich finde nämlich sie war sehr wichtig für Eds Charakter. Das Ende von FMA:B, besonders der Endkampf war sehr shounenhaft und ein wenig übertrieben, aber die Lösung der Geschichte zum Schluss fande ich gut und passend. Und ich habe ihnen das Happy End gegönnt. Wie gesagt FMA:B ist meine liebste Serie, die alte Serie ist in meinem Ranking nicht erwähnenswert. (dh. nicht in meinen Top20)

    Zu Kobato: Es freut mich sehr diese Serie mal in einem anderen Ranking außer meinem zu sehen. Ich persönlich stehe total auf dieser „Healing“ Serien und Kobato war eine echte Perle darunter. Ich bin kein Fan von CLAMP muss ich dazu sagen. Ich mochte Sakura und fand Angelic Layer nicht schlecht. Tsubasa war nichts für mich, besonders der Anime war grottig. xxxHolic und Wish habe ich nicht gesehen oder gelesen. MKR war so lala. Und den Kobato Manga habe ich auch nicht gelesen bzw lesen wollen. Ich mochte das Ende von Kobato und ich habe Rotz und Wasser geheult. Auch die Liebesgeschichte mochte ich. Ich mag männliche Tsundere. Aber im Grunde hast du schon alles gesagt, was es zu Kobato zu sagen gibt.

    Über die folgenden Plätze möchte ich mal nicht spekulieren, lese den Blog ja noch nicht lange x)

    • StarlinM00N sagt:

      „Ich verstehe nicht, warum man Umineko kein “Kai” gegeben hat, wie Higurashi. Vermutlich wegen der fehlenden Killerlolis.“
      Das ist Uminekos ewiges Dilemma…wobei ich nie verstanden habe, wieso Killerhexen den Killerlolis nachstehen sollten. Ich persönlich fand das Design (und auch das überarbeitete Design) von Higurashi immer grauenhaft, hab es eben wegen der Geschichte und Atmosphäre geschaut. Dagegen sehen Kinzo, Battler und Beatrice richtig großartig aus. Und Gemetzel gibt es ja auch, sogar mehr als in Higurashi. Es ist mir eigentlich schleierhaft, wieso sich das so schwer vermarkten lässt.

      „Zu FMA: Muss ich vorwegnehmen, dass ich da sehr voreingenommen bin.“
      Ich nehme dann mal vorweg, dass ich die zwei Serien mit einigem zeitlichen Abstand gesehen habe und es mir deshalb vielleicht nicht so leicht fällt, sie zu vergleichen. Sollte ich also irgendwo Unsinn erzählen, dann korrigier mich bitte.

      „FMA hat die Charaktere und die Welt aus dem Manga genommen und damit eine eigene Geschichte erzählt. Schließlich hat die alte Serie nur einen Bruchteil der Mangageschichte wiedergegeben.“
      Also ich glaube, das stimmt so nicht. Auch FMA hielt sich, so lange es der Serie möglich war, noch ziemlich genau an den Manga. Als der Anime dann jedoch den Manga einholte, mussten sie sich etwas ausdenken wie sie den Anime zu einem Ende bringen und erst ab dann machte die Serie wirklich etwas eigenes. Brotherhood ist für mich noch nicht so lange her, ich bin mir sicher es war ~ Folge 34 oder so, als ich feststellte, dass jetzt endlich etwas neues passierte, was ich nicht aus der Erstserie kannte. FMA brauchte ja länger für den gleichen Stoff, also dürfte dieser Punkt dort noch ein wenig weiter hinten liegen.
      Es stimmt aber durchaus, dass einige Unterschiede ziemlich groß sind. Zum Beispiel was Pride/Wrath angeht. Ich fände es interessant, mal zu erfahren, wie diese Diskrepanz entstanden ist. Man könnte vermuten, der Manga war zum Zeitpunkt vom Ur-FMA genau bis zu dieser Stelle fortgeschritten, in der sich noch beide Serien überschneiden (eben Folge 34). Aber es gibt auch im Ur-FMA die Erklärung, wie Scar zu seiner Narbe kam – was wir in Brotherhood erst viel später erfahren, zu einem Zeitpunkt, an dem Sloth, Pride und Wrath längst aufgetaucht sind. Und die Erklärungen sind genau dieselben (mit dem Unterschied, dass sie in Brotherhood wieder nicht so gut inszeniert wurde).
      Dass Ed und Al sich anders entwickeln, stimmt, sie stehen auch vor anderen Herausforderungen. Trotzdem finde ich schon, dass Edward immer noch Edward ist – in Brotherhood wird er lediglich erwachsener.

      Ich würde aber schon die zwei Serien schon als ein Gemeinsames auffassen, das alternative Enden bietet. Immerhin gab es 30+ weitestgehend identische Folgen.

      „Wozu mir ein weiterer Unterschied zwischen beiden Serien einfällt: Die alte Serie zeigt die Alchemie als eine etwas andere Art von “Magie”. Sie ist nur bedingt erklärbar durch ein paar Regeln (aus nichts entsteht nichts), in FMA:B hingegen wirkt sie schon mehr wie eine Wissenschaft.“
      Ich glaube aber, das wirkt aus zwei Gründen so: Erstens gab es durch den beschleunigten Anfang von Brotherhood weniger Worldbuilding zu Beginn. Man bekam quasi nur das Gesetz des äquivalenten Tausches erklärt und das war es. Im Ur-FMA hatte man dazu noch den Part in Youswell (war doch der, wo Ed temporäres Gold herstellt oder?) und die Aufnahmeprüfung bei den Staatsalchemisten. Dort wurde meiner Meinung nach viel mehr Wind darüber gemacht, dass Ed ohne Transmutationskreis arbeiten kann. In Brotherhood konnte er es einfach.
      Der zweite Grund ist die Einführung von Alchehestry – oder wie man das schreibt – durch die einem die Alchemie irgendwie wie eine Art Feng Shui-Quacksalberei vorkommt. Ich empfand sie aber in beiden Serien eigentlich als eine Art Mischung aus Magie und Wissenschaft.

      Aus der Aufnahmeprüfung kommt übrigens auch mein Lieblingszitat der Serie her. „Edward, was ist dein Plan?“ – „Ich hau ihm auf die Fresssseeeeee!“

      „Diese hatte meiner Meinung nach aber ein paar gravierendere Schwächen: Der grauenhafte Film zum Beispiel.“
      Ich fand jetzt auch den Film nicht so grauenhaft. Da er aber so ziemlich alles noch einmal umwirft, kann ich deine Meinung darüber nachvollziehen.

      „Ein weiteres Manko waren meiner Meinung nach die Beförderung unwichtiger Nebencharaktere zu Quasi-Hauptcharakteren. (Sheska, Rose) Und der schlechte Antagonist (Dante)“
      Ich gebs zu, ähnliche Gedanken dazu hab ich auch gehabt. Rose hat man ja fast schon zu einem Love interest mutiert und Winry dafür vollkommen verwahrlosen lassen. Das war etwas ungeschickt und auch beim Endboss stimme ich zu.
      Ich fand jedoch auch den Endgegner von Brotherhood stellenweise ziemlich lächerlich, was die Atmosphäre gegen Ende etwas gestört hat. Ich hab sogar noch das Bild davon.
      Achtung, für jeden, der Brotherhood noch nicht gesehen hat, ist dieser Link ein Spoiler!

      „Besonders Nina war viel weniger emotional“
      Wenn das das Hundemädel war, dann stimme ich voll und ganz zu. Das war übrigens die Stelle, an der mich das Ur-FMA überzeugt hatte.

      „Das Ende von FMA:B, besonders der Endkampf war sehr shounenhaft und ein wenig übertrieben, aber die Lösung der Geschichte zum Schluss fande ich gut und passend.“
      Ja, das stimmt auch.

      „Zu Kobato: Es freut mich sehr diese Serie mal in einem anderen Ranking außer meinem zu sehen.“
      Oh, na aber das freut mich doch auch. Ist schön, dass du das genauso siehst, obwohl du anscheinend im Gegensatz zu mir schon viele/einige CLAMP-Serien gesehen hast. Da fühle ich mich doch gleich bestätigt.

      „Über die folgenden Plätze möchte ich mal nicht spekulieren, lese den Blog ja noch nicht lange x)“
      Schade.

      • Baphomet sagt:

        wobei ich nie verstanden habe, wieso Killerhexen den Killerlolis nachstehen sollten.

        Es ist der Kontrast zwischen Niedlichkeit und Grausamkeit, der Schock ist zu groß. Außerdem werden die Killerhexen von Anfang an als Antagonisten eingeführt, man erwartet von ihnen von Anfang an Grausamkeit.

      • Ama-ri sagt:

        „Es ist mir eigentlich schleierhaft, wieso sich das so schwer vermarkten lässt.“
        Ebenso. Ich fande die Charakterdesigns wirklich toll. Gerade Beatrice. Ich mochte sie auch als Charakter. Aber Beatrice war halt keine loli. Und Maria war vermutlich zu nervig für den jailbait. Wobei Beatrice Brüste hatte. Mensch. Vielleicht war es die fehlende pool/strand/heiße quellen episode? Oder gab es die? Ich weiß gar nicht, Umineko ist bei mir nun auch schon wieder 4 Jahre oder so her…

        „Aber es gibt auch im Ur-FMA die Erklärung, wie Scar zu seiner Narbe kam – was wir in Brotherhood erst viel später erfahren, zu einem Zeitpunkt, an dem Sloth, Pride und Wrath längst aufgetaucht sind.“
        Daran erinner ich mich schon gar nicht mehr. Das alte FMA ist bei mir sogar noch länger her als Umineko. (Manchmal denke ich mir, ich sollte es nochmal gucken, aber irgendwie fehlt mir dazu die Motivation.) Ich könnte mir folgendes vorstellen. Als das Szenario für FMA1 geschrieben wurde, war der Manga lediglich bei Dublith fortgeschritten (Das ist der Punkt, ab dem die Serie was anderes macht. Sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht) vielleicht auch ein Stückchen weiter. Während die Serie lief oder sie geplant wurde, ging der Manga natürlich weiter, aber da man sich schon ein eigenes Ende ausgedacht hatte, wollte man das nicht mit reinnehmen, da ja wieder ein neuer Handlungsstrang begann: nämlich kamen da die Xingesen ins Spiel, man wusste also nicht was Frau Arakawa mit den Herrschaften vorhatte, deshalb blieb man bei dem Ursprünglichen Szenario, um die Geschichte nicht noch verworrener zu machen oder zu sehr in die Länge zu ziehen, da man keine Endlosserie wollte sondern eben die 51 (oder so) Episoden. Währendessen kam dann vielleicht auch die Sache mit Scar und Kimblee hinzu, die man reinbrachte, weil Scar bereits als Charakter etabliert war. Alternativ war die Geschichte schon etwas weiter, man ließ die Xingesen jedoch heraus, weil man nichts mit ihnen anfangen konnte. Die Sache mit Wrath/Pride denke ich mal kommt daher, dass man erst spät erfahren hat, welcher Homunculus Bradley eigentlich ist. Ich meine erst zu dem Zeitpunkt, wo dann Pride aufgetaucht ist. Ich bin mir grad aber auch nicht sicher. Hab meine FMA Bande grad nicht hier :< Oder man machte es mit Absicht, da man halt diesen anderen Wrath reinbringen wollte und dachte "Pride passt doch eigentlich auch zu Bradley"

        "Da er aber so ziemlich alles noch einmal umwirft"
        Eben genau das. Durch den Film wirkt die ganze Serie unnötig und letztendlich trägt der Film nichts zur Story bei. Das einzige, was sich am Ende ändert, ist dass nun Al auch weg ist. Und der Film ist ein einziger Schweizer Plothole Käse.

        "Ich fand jedoch auch den Endgegner von Brotherhood stellenweise ziemlich lächerlich"
        Ohje das hatte ich schon fast weider vergessen. Hach schön, schön. Ja, er hatte so seine Phasen, besonders zu seiner Schwarz-mit-Augen Zeit, aber im Allgemeinen hatte man im Manga wie ich finde die ganze Zeit das Gefühl "oh fuck, oh fuck, oh fuck"

        • StarlinM00N sagt:

          „Vielleicht war es die fehlende pool/strand/heiße quellen episode? Oder gab es die?“
          Nein, ich glaube das Näheste was es an Fanservice gab, war Battlers Rumgefingere ganz am Anfang. Und eigentlich bin ich ganz froh, dass es dabei geblieben ist. Ballkleider sind sowieso die hübschesten Outfits.

          Die Erklärung über den unterschiedlichen Inhalt von dir macht Sinn, etwa so ähnlich habe ich mir das auch gedacht. Was ich mir auch vorstellen könnte, dass die Adaptoren vielleicht mit der Mangaka Rücksprache hielten und die zu dem Zeitpunkt die Geschichte von Scar längst ausgedacht hatte (es ist wahrscheinlich dass sie das bereits beim Erstellen seines Charakters mitüberlegt hatte), aber sie über den Rest der Geschichte noch nichts aussagen konnte / wollte.
          Mit Pride kam ich auch zu dem Schluss, dass man ihn vielleicht absichtlich verändert hat. Ganz ehrlich, da ich das andersherum erfahren habe, hab ich immer gefunden, dass Wrath der bessere Pride war. Ich meine, Wrath war von allen Homunculi der vernünftigste und gefassteste. Und hey, er ist der Diktator des Reiches.

          „Ja, er hatte so seine Phasen, besonders zu seiner Schwarz-mit-Augen Zeit, aber im Allgemeinen hatte man im Manga wie ich finde die ganze Zeit das Gefühl „oh fuck, oh fuck, oh fuck““
          Ich konnte öfters nicht genau sagen, ob er jetzt gerade furchtbar lächerlich oder ziemlich cool war. Auch bei Pride war das so, aber der hatte ja ein recht übereinstimmendes Design. Wenigstens am Ende sah er in Ordnung aus.

          Ein lustiges Bild hab ich noch aus meiner FMA-Zeit. Diesmal ist es ein Spoiler und ein Insider.

  3. Ama-ri sagt:

    „Ballkleider sind sowieso die hübschesten Outfits.“
    Richtig. Ich wünschte der Ganze Fanservice würde generell etwas abnehmen. Heutzutage denke ich mir bei manchen serien nur noch „Oh Gott“, facepalme und mache aus. Es ist teilweise echt peinlich. Immer wieder die gleichen beknackten szenarien. „Hoppla jetzt bin ich dir in die Dusche gelaufen“ und „Hoppla was ist das denn weiches unter meinen Händen“ und die klassische pool/stand/heiße Quellen Episode, die in so gut wie jedem Anime vorkommt. Und zudem einfach unnötig für den Plot. Als ich mir die neuen Serien aus der Saison angesehen habe, hatte ich mir auch die erste Folge von Vividred Operation angesehen und es beginint einfach mit einem Assshot vor Sonnenauf(oder unter?)gang. Was. zum. Geier. Es ist echt traurig, dass sich Serien mit Plot und wenig bis kein Fanservice teilweise so schlecht verkaufen. Dadurch werden natürlich mehr von diesen schlechten Fanservice und Fetischserien produziert und ein Umineko bekommt natürlich kein Sequel. Keine Lolis, kein Fanservice, keine Käufer.

    „Wenigstens am Ende sah er in Ordnung aus. “
    Als er dann den Eyeliner nicht mehr so dick aufgetragen hat.

    „Ein lustiges Bild hab ich noch aus meiner FMA-Zeit.“
    Noooo Fuuuuu.

    • StarlinM00N sagt:

      Ich habe ja mittlerweile gelernt, sowas größtenteils zu ignorieren. Sicher, es ist nicht schön, aber irgendwie gewöhnt man sich dran. Sollte mir vielleicht zu denken geben. Aber ich sehe das so: Entweder ist die Serie ohnehin mittelmäßig, dann stört mich das sowieso nicht, war auch nicht anders zu erwarten. Oder die Serie gefällt mir ganz gut, dann fein, dann ertrage ich halt mal kurz diese Abschnitte, damit sich die Serie etwas besser verkaufen kann und die Entwickler ermutigt werden, weiterhin wenigstens halbwegs anständige Serien wie diese zu machen.
      Über solche Sachen wie bei Vivid bin ich noch eher gewillt drüberwegzusehen, zum einen sorgt sowas nicht für Geschrei oder nervige Situationen, und während der Kameramann sich mal kurz die Radieschen von unten anguckt, geht es wenigstens normal weiter. Man unterbricht nicht den Fluss der Geschichte für den Fanservice, sondern lässt ihn halt nebenher laufen. Na wenns schon sein muss, dann ist es so doch noch am besten.
      Und es ist ja auch nicht so, als wäre Fanservice die einzige unabhängige Variable für die Verkaufszahlen…hoffe ich…ich bin da nicht so informiert…

  4. shinobakura sagt:

    So entschuldige, aber ich konnte die Artikel noch nicht kommentieren. Hatte viel zu tun und war dann jetzt auch noch über ne Woche krank. Ich lasse es mir aber nicht nehmen, meine blöden Kommentare noch nachzuholen.

    @ Umineko
    Was soll ich dazu groß sagen? Ich denke ich habe dazu alles im verlinkten Artikel gesagt. Die Serie hat leider einige Probleme, war aber immernoch ziemlich genial und vielleicht schon einzigartig. Higurashi spielt für mich aber doch noch in einer höheren Liga.

    @ FMA
    Da kann ich eigentlich nur bemängeln, dass es nicht weiter oben gelandet ist. ^^‘ Oh und FMA hatte außerdem Filler, nur sind dieses so gering und meist auch noch so verdammt gut, dass es kaum auffällt.

    @ Kobato.
    Tut mir leid aber: WHAT? Die Serie landet vor FMA und Umineko? Are you kidding? Nein warte, ich habe die Serie leider nie zu Ende geschaut und darf sie nicht mal bewerten, aber irgendwie gefällt mir dieses „Bild“ einfach nicht. Ich mochte die Serie ja auch, nur fehlte es irgendwann an Motivation sie weiterzuverfolgen. Es war einfach alles ein wenig zu belanglos und ich hätte mir etwas mehr erhofft.

    • StarlinM00N sagt:

      „So entschuldige, aber ich konnte die Artikel noch nicht kommentieren. Hatte viel zu tun und war dann jetzt auch noch über ne Woche krank. Ich lasse es mir aber nicht nehmen, meine blöden Kommentare noch nachzuholen.“

      Davon hab ich schon gehört. Und ich wollte dir eigentlich übers Netzwerk Gute Besserung zukommen lassen, aber aus Stille Post ist dann wohl irgendwie Stumme Post geworden. Die Einladung über MSN scheint auch in irgendein Sumpfloch geraten zu sein.

      Umineko/Higurashi:
      Ich weiß ehrlich nicht so Recht. Higurashi hatte einige ziemlich starke Szenen, das stimmt, aber ich fand irgendwie das Stärkste an Higurashi war diese Reboot-Idee. Ich frage mich, wie man das wahrnimmt, wenn man Umineko zuerst geschaut hat und das davon schon weiß. Umineko hatte ja auch trotz diesem Spoiler immer noch einiges zu bieten, aber wie ist das bei Higurashi? Ich kanns gar nicht genau sagen. Und deshalb hab ichs mir auch nicht erlaubt, zu behaupten, dass eine von beiden die bessere Variante wäre.

      FMA

      „Da kann ich eigentlich nur bemängeln, dass es nicht weiter oben gelandet ist. „

      Und ich hatte ehrlich schon drüber nachgedacht, den Platz mit Kobato zu tauschen. In dem Moment hatte ich aber schon was über Platz 4 verlauten lassen und außerdem hielt ich es auch nicht für richtig, meinem ursprünglichem Gefühl zuwiderzuhandeln und das nur zu ändern, um den Erwartungen zu entsprechen.

      „Oh und FMA hatte außerdem Filler, nur sind dieses so gering und meist auch noch so verdammt gut, dass es kaum auffällt.“

      Da musst du Recht haben, mir sind sie nämlich wirklich nicht aufgefallen.

      Kobato:
      Obwohl sich unsere Meinung darüber ziemlich stark zu unterscheiden scheint, kann ich deine Kritikpunkte schon irgendwie verstehen. Es wäre aber mal interessant zu erforschen, woher der Unterschied herkommt. Ich könnte es mir jetzt leicht machen und behaupten, wenn du das tolle Ende gesehen hättest, würdest du genauso denken wie ich. Hätte es die Serie ohne das Ende in meine Top 10 geschafft? Vermutlich nicht. Ich hab die Serie aber schon von Anfang an sehr gemocht und das hat dann für mich nur noch den Ausschlag gegeben.
      Ich glaube sogar gerade weil ich deinen Standpunkt verstehen kann, hat die Serie es bei mir nach so weit oben geschafft. Zum Platz drei schrieb ich, dass ich episodische Anime nicht sonderlich mag, und Kobato ist ebensoeiner. Man könnte es richtig so ausdrücken, die Folgen bis zum Ende sind eigentlich richtig belanglos. Filler, wenn man so will. Trotzdem haben mir die Filler in dieser Serie so sehr gefallen, dass ich die nächste Folge gar nicht abwarten konnte. Das muss ein Anime erstmal schaffen.

      Kobato ist übrigens auch die Grenze, ab der ich einen Anime rewatchen würde. Warum ich FMA nicht nochmal schauen will, könnte viele Gründe haben. Vielleicht ist es dazu noch nicht lange genug her. Vielleicht ist es zu lang. Auch gut möglich, dass es an dem durchgehetzten Anfang liegen könnte. Bei Umineko bin ich mir aber ziemlich sicher, dass ich es einfach nicht noch ein zweites Mal sehen will.
      Bevor jemand sich wundert: Ich bin sehr streng mit Rewatchs.

  5. shinobakura sagt:

    @ StarlinM00N
    „Die Einladung über MSN scheint auch in irgendein Sumpfloch geraten zu sein.“
    Bei MSN adden klappt irgendwie eh nicht mehr…..

    „Ich weiß ehrlich nicht so Recht. Higurashi hatte einige ziemlich starke Szenen, das stimmt, aber ich fand irgendwie das Stärkste an Higurashi war diese Reboot-Idee.“
    Und was ist mit dem geilen Drama und dem einmaligen Horror Feeling? Du unterschlägt hier grad einiges.

    „Umineko hatte ja auch trotz diesem Spoiler immer noch einiges zu bieten, aber wie ist das bei Higurashi?“
    Higurashi bietet ja nun wirklich einiges. Comedy, Fanservice, Drama, Horror, Action. Für mich die Serie mit dem besten Genremix überhaupt.

    „Ich kanns gar nicht genau sagen.“
    Na dann, mein nächster Kritik Artikel soll zu Higurashi sein. Dann reden wir nochmal.

    „außerdem hielt ich es auch nicht für richtig, meinem ursprünglichem Gefühl zuwiderzuhandeln und das nur zu ändern, um den Erwartungen zu entsprechen.“
    Finde ich gut. Selbst wenn ich Kobtao nicht gut fand, sollte man trotzdem sich selbst treu bleiben und nicht nur raten um elitär zu wirken oder andere glücklich zu machen. Ansonsten wirst du noch zu Zaku 😉

    „Ich könnte es mir jetzt leicht machen und behaupten, wenn du das tolle Ende gesehen hättest, würdest du genauso denken wie ich.“
    Genau darum urteile ich auch nicht absolut über Serien, die ich nicht beendet habe.

    „Bevor jemand sich wundert: Ich bin sehr streng mit Rewatchs.“
    Ich bin eh kein Fan vom rewatchen. Ich würde nicht mal meine mega Lieblinge wie Erin oder Higurashi rewatchen. Die einzigen Serien wo ich das je gemacht habe waren Potemayo (kann man wunderbar zwischendruch schauen), Disgaea (ETNAAAAAA!!!!!!) und die letzten 4-5 Folgen Chrono Crusade (ich heule immer noch beim Ende). Bei anderen Serien hätte ich weder Zeit noch Motivation dazu. Es gibt noch soviel anderes zum gucken.

    • Baphomet sagt:

      Chrno Crusade sollte man eher lesen.

    • StarlinM00N sagt:

      „Bei MSN adden klappt irgendwie eh nicht mehr…..“
      Äh, sicher? Bei mir wird das nur einfach nicht in der normalen Ansicht angezeigt, man muss da in diese Vollbildansicht wechseln. Das ist schon mächtig pervers von Microsoft.

      „Und was ist mit dem geilen Drama und dem einmaligen Horror Feeling? Du unterschlägt hier grad einiges.“
      Das ist gut möglich, es ist auch wirklich schon ne ganze Weile her. Das einzige an das ich mich noch klar erinnere ist die Szene, in der Rena an die Tür klopft und Keichi ihr die Finger einkloppt aber die war schon richtig krass.
      Ich finde die Szene noch mal um einiges besser, wenn man schon weiß wie das wirklich passiert ist. Damals hatte ich das noch Leuten aufgebunden und sie damit ködern wollen mit den Gedanken „Das wäre ja so viel cooler!“ und dann erwies sich das doch noch als richtig.

      „Na dann, mein nächster Kritik Artikel soll zu Higurashi sein. Dann reden wir nochmal.“
      Naja, ob ich mich dann besser daran erinnern werde ist die andere Frage…

      „Ansonsten wirst du noch zu Zaku“
      Oh gott, das wäre ja mal richtig schrecklich.

      „Genau darum urteile ich auch nicht absolut über Serien, die ich nicht beendet habe.“
      Gut so.

      „Es gibt noch soviel anderes zum gucken.“
      Das sehe ich genauso. Wenn man die Handlung kennt kommt mir das wie Zeitverschwendung vor. Da muss das schon richtig genial inszeniert gewesen sein, dass ich das mehrmals sehen will. Gerade bei den guten Serien hat man das ja auch viel länger im Kopf. Da muss das schon so gut gewesen sein, dass ich selbst mir das gar nicht so awesome vorstellen kann wie es wirklich war, damit sich das wirklich lohnt.
      Von den drei Serien hab ich übrigens noch keine gesehen.

      Euren kurzen Dialog halte ich damit mal gleich für mitkommentiert.

      • shinobakura sagt:

        @ StarlinM00N
        „Äh, sicher? Bei mir wird das nur einfach nicht in der normalen Ansicht angezeigt, man muss da in diese Vollbildansicht wechseln. Das ist schon mächtig pervers von Microsoft.“
        Bitte was? Der zeigt das nicht automatisch an, wenn ein jemand adden wollte?

        „Das einzige an das ich mich noch klar erinnere ist die Szene, in der Rena an die Tür klopft und Keichi ihr die Finger einkloppt aber die war schon richtig krass.“
        Du erinnerst dich nur noch an eine tolle Szene aus einer 26 Folgen Serie? Oh man.

        „Naja, ob ich mich dann besser daran erinnern werde ist die andere Frage…“
        Du wirst dann verstehen, was so gut an der Serie ist.

        „Von den drei Serien hab ich übrigens noch keine gesehen.“
        Potemayo ist kein muss, wenn man keine Moeblobs oder geile Comedy mag.
        Disgaea ist kein muss, wenn man kein Fan vom Game ist.
        Chrono Crusade wäre schon eher ne Empfehlung wert. Ich glaube das ist meine einzige Favo Serie, die ich noch nicht wirklich auf meinem Blog groß erwähnt habe.

        • StarlinM00N sagt:

          „Bitte was? Der zeigt das nicht automatisch an, wenn ein jemand adden wollte?“
          in der Vollbildansicht schon, aber die benutzt ja keiner. Ich weiß das auch nur, weil ich letztens mit dem Ding herumexperimentiert habe.

          „Du erinnerst dich nur noch an eine tolle Szene aus einer 26 Folgen Serie? Oh man.“
          Nein, erinnern tu ich mich schon an mehr, aber bei der habe ich richtig gedacht: „Whoa, das ist jetzt richtig krass.“

          „Du wirst dann verstehen, was so gut an der Serie ist.“
          Ich hab sie in meiner Top10 stehen, ich glaube, das bedarf eigentlich keiner Nachhilfe…

          „Chrono Crusade wäre schon eher ne Empfehlung wert.“
          Ist mir schon mal empfohlen worden. Hm. Ich schreib sie mal auf die Liste der guten Anime, die ich schon seit drei Jahren hier stehen habe und immer noch nicht geguckt habe.

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