Warum ist Fantasy so voller Klischees?

Endlich habe ich mal einen Grund, Bilder von Pixiv Fantasia zu spammen.

Willkommen zum vorletzten Teil des Author’s Anniversary auf Mondsternlein. Wir kommen langsam zum Schluss und wenden uns entgegen dieser Tatsache Dingen zu, die ich ganz am Anfang meiner Autorenkarriere gelernt habe. Der erste Roman, an den ich schrieb und auch den Willen hatte, ihn ernsthaft fertig zu schreiben, war nämlich ein Fantasy-Roman und da macht man sich schon einige Gedanken, wenns gut werden soll. Es folgt eine Schilderung meiner Erfahrungen.

Wie ich in meinen früheren Posts geschrieben habe, beginnt jede Geschichte mit einer Ideensammlung und so habe ich natürlich auch angefangen. Genau genommen habe ich angefangen darüber nachzudenken, wie eine Geschichte von mir vielleicht mal aussehen könnte und als das dann irgendwann realistische Maßstäbe angenommen hatte, setzte ich mich hin und schrieb es nieder. Dumm und unerfahren wie ich war, fing ich an einfach draufloszuschreiben, aber da ich zu dem Zeitpunkt schon zwei Jahre darüber nachgedacht hatte, hat das sogar funktioniert. Zumindest weiß ich es jetzt besser.

Bevor ich aber mit dem Schreiben angefangen hatte, habe ich mir zuerst eine Welt ausgedacht. Bei Fantasy gibt es zwei Untergruppen, das „urban fantasy“, das in unserer Welt spielt und sie lediglich durch mythologische Elemente erweitert, sowie „epic fantasy“, das in einer vollkommen fiktiven Welt spielt und letzteres sollte es werden. Ich habe mir sogar eine Karte gezeichnet, nach Art von denen, die in Herr der Ringe-Büchern oder ähnlichen zu finden sind. Danach definierte ich, wie Magie in dieser Welt funktioniert und ließ die Welt dann mehr oder weniger von selbst funktionieren.

Dabei stellte sich mir dann eine Frage, welche die zentrale Frage dieses Posts sein soll: Ich habe mir das jetzt ausgedacht, aber wer das liest, für den ist das ja alles unbekannt. Also wie mache ich dem Leser meine Welt klar? Wenn eine Welt bereits seit Jahren existiert, gibt es nämlich ohne weiteres keinen Grund, in der Geschichte plötzlich zu sagen: „Das und das funktioniert so und so.“

Moar awesome Pixiv Fantasia Pics!

Dabei stellte ich fest, dass man jetzt unterschiedliche Möglichkeiten hat, das aufzuziehen. Man kann zum Beispiel sich für den Anfang eine Erzählerstimme borgen, die dem Leser alles mögliche erklärt, sozusagen eine Erklärung außerhalb der Geschichte. Kommt euch bekannt vor? Richtig. Das ist die einfachste Variante, und sie ist ehrlich gesagt ziemlich billig. Das ist eigentlich der Weg, den man geht, wenn einem nichts besseres einfällt oder wenn man die anderen Wege wirklich nicht beschreiten will, wenn man also lieber ein kleines Übel in Kauf nimmt um ein größeres zu vermeiden.

Die zweite Möglichkeit ist, die Erklärung einfach auszulassen. Das kann funktionieren, aber es kann auch ganz böse ins Auge gehen. Richtig angewendet beobachtet der Leser eine Zeit lang eure Welt und erschließt sich die Regeln selbst, nach der sie funktioniert. Das Problem ist, dass ihr dann auch Szenen braucht, die diese Regeln darstellen und das auch noch gleich zu Anfang. Das ist erstens langweilig und zweitens ein riesiger Zusatzaufwand für den Autor. Außerdem erweckt das beim Leser den – äußerst negativen – Eindruck, dass die Welt und Regeln gar nicht im Vornherein existieren, sondern in dem Moment geschrieben werden, in dem sie angewendet werden. Der Leser kann somit gar nicht mitüberlegen, was als nächstes passieren könnte und im schlimmsten Fall denkt er, dass ihr euch die Welt so zurechtbiegt, wie ihr sie gerade braucht.

Die dritte Möglichkeit ist eine Erklärung innerhalb der Geschichte. Entweder erzwingt man sie unnatürlich und lässt einen Charakter einfach loslabern (und überlegt sich einen Vorwand wie „Ich bin immer wieder erstaunt, wie das funktioniert“) oder man versucht die innere Erklärung mit der äußeren zu verbinden. Das ist der beste und niveauvollste Weg. Wie das funktioniert? Man bringt einen der Charaktere in dieselbe Situation wie den Leser (er benötigt also das Wissen) und einen anderen in dieselbe Situation wie den Autor (also ein Charakter der dieses Wissen vermitteln kann und wird).

Das erzeugt dann die üblichen Rollen: Der Hauptcharakter ist entweder jung und ungebildet, war jahrelang von der Restwelt abgeschottet, hat Amnesie oder stammt aus einer gänzlich anderen Welt. Der andere ist eine Art Lehrmeister oder Elternperson, die, sobald der Held auf sich selbst aufpassen kann, sterben oder ihn verraten darf. Sowas erfährt dann aufgrund der ewigen Wiederholungen starke Kritik, aber ernsthaft – es geht nicht anders. Wirklich, es ist einfach der sinnvollste und beste Weg. Sollte einer meiner Leser eine idealere Möglichkeit gefunden haben, ich wäre ihm wirklich sehr verbunden, wenn er sie vorlegen könnte.

Ich hätte gern noch mehr gespammt, aber leider war der Artikel nicht so lang...

Das ist jetzt natürlich nur ein einzelnes Klischee, und Fantasy bedient sich des öfteren gleich mehreren. Aber auch das lässt sich erklären. In Fantasy ist der Leser – oder Zuschauer, oder Spieler, Rollenspiele bedienen sich ja oft des Fantasy-Genres – mit einer ihm völlig unbekannten Welt konfrontiert. In einer solchen Situation ist es angebracht, dem Leser etwas zu geben, das er kennt, damit er sich nicht gänzlich in einem fremden Universum verloren fühlt.

Aus diesem Grund existieren zum Beispiel in Fire Emblem neben solchen Namen wie „Micaiah“ oder „Sothe“ ein „Edward“ und „Leonard“ (und passen solche Namen dann auch im Laufe der Lokalisierung an). Sowas gibt den Rezipienten einen Anhaltspunkt, dass diese Welt eben nicht so komplett anders ist und vermittelt einen Eindruck der Vertrautheit. Und für sowas halten dann eben auch Klischees her. Das ist einer der seltenen Situationen, wo ein Klischee einfach mal für sich selbst existieren darf und es nicht angebracht ist trotz, dass man es schon mehrere Male gesehen hat, sondern weil man es schon mehrere Male gesehen hat.

Ich habe festgestellt, dass ich im Laufe der Ideensammlung für mein erstes Buch öfters einfach nur Elemente zusammengetragen habe, die mir gefallen haben, anstatt mir wirklich neue Dinge auszudenken. Was soll ich sagen, ich war jung und nahm so etwas noch nicht als etwas Schlechtes wahr. Als es mir auffiel, überlegte ich dann, ob ich mein Buch dahingehend anpassen sollte. Ich entschied mich dagegen. Letztlich kommt es nicht nur darauf an, was man macht, sondern auch wie man es umsetzt, und ein gut ausgearbeites Klischee ist immer noch besser als eine unbeholfen eingewobene Neuheit.

Tidus aus Final Fantasy X ist auch so ein Klischee-Held, der für die Erklärungen hinhalten muss, und ich habe noch niemanden sonderlich schlecht über ihn oder das Spiel reden hören (Seine Position wird später außerdem ziemlich gut eingesetzt, als ihm von der Gruppe eine wichtige Information vorenthalten wird). Im Gegensatz dazu steht Vaan zwei Teile später, der ist einfach nur da und macht die gesamte Geschichte über nichts, das seine Existenz rechtfertigt. Auch ein Klischee-Held kann (und sollte) im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchmachen und Tiefe bekommen. Und für richtig neue und interessante Ideen kann ich immer noch eigene Geschichten schreiben – dort kommen sie dann auch viel besser zur Geltung.

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8 Kommentare zu “Warum ist Fantasy so voller Klischees?

  1. Ama-ri sagt:

    In Fantasy gibt es noch viel mehr Klischees, natürlich. Weil 90% aller Fantasy Welten in irgendeiner Weise bei Tolkien abgeguckt sind. Worüber ich mich oft ärgere sind besonders die Elben- und Ork-Verschnitte. Das klassische Gut und Böse. Schöne Fabelwesen usw. Besonders bei High Fantasy gibt es diese extreme Schwarzweißmalerei. Irgendwo gibt es den bösen Overlord und der gute Held zieht los um ihn zu besiegen. Ich habe natürlich auch schon Geschichten gelesen, wo sowas ganz gut funktioniert hat, aber da war der böse Overlord dann eher grau meliert als schwarz. Und das finde ich sollte auch der Fall sein. Meine Helden mag ich auch lieber grau als weiß.

    Was das erklären der Welt anbelangt, bin ich bisher zum Glück hauptsächlich auf die inneren logischen Erklärungen gestoßen. Beziehungsweise Welten, die sich selbst erklären. Was ich immernoch als die schönste Variante empfinde. Der einzige Erzähler, der mir gerade einfällt, ist in „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss (falls du es noch nicht kennst, empfehle ich es wärmstens), aber da funktioniert es ganz gut, da der Protagonist schließlich auch seine Geschichte erzählt. Insofern ist das da gut gelöst.

    Aber wenn ich darüber nachdenke, ist es wirklich fast immer der Fall, dass der Protagonist keine Ahnung hat und erstmal geleitet werden muss. Amnesie gefällt mir in der Regel nicht wirklich. Das ist meist zu erzwungen. Aber gut, dass du mich erinnerst. FFX sollte ich mal fertig spielen.
    Oftmals kommt es einem vor, dass so ein Protagonist einfach nur for the heck of it dazugeschrieben wurde. Einfach, damit jemand die Welt erklärt. Für Idioten sozusagen. Ihnen wird oft die Rolle des Hauptcharakters aufgezwungen und am Ende ist der Held irgendwie der uninteressanteste Charakter von allen.
    Ich denke mir auch sehr gerne Geschichten aus (ich bin nur zu faul, sie niederzuschreiben) und bei meinem „Hauptprojekt“ bin ich auf eben so ein Problem gestoßen. Da mein Hauptcharakter weder jung und unerfahren ist, noch abgeschottet gelebt hat, noch Amnesie hatte. Ich habe deshalb zunächst den Hauptcharakter-Titel von Charakter zu Charakter verschoben, bin aber nie glücklich damit geworden. Und irgendwie hat sich dann ein Nebencharakter herauskristallisiert, der die Rolle das Unwissenden übernimmt. Wirklich glücklich bin ich damit noch immer nicht. Deshalb ruht das Projekt erstmal, bis mir da eine zündende Idee kommt. Ich tüfel schon 5 Jahre daran, da kommt es auf ein Jahr mehr oder weniger auch nicht an.

    Darf man fragen welche Art Geschichten du schreibst? Fantasy ja offenbar nicht (mehr) oder habe ich das falsch verstanden?

    • StarlinM00N sagt:

      „Weil 90% aller Fantasy Welten in irgendeiner Weise bei Tolkien abgeguckt sind.“
      Einerseits das, andererseits wird sich auch oft an Mythologie bedient. Für eine Fantasywelt benötigt man viele Ideen und da bedient man sich auch mal gerne an denen anderer.
      Ich kann nicht behaupten, dass ich absichtlich von anderen abgeschaut habe. Es kam mir einfach so, es ist so oft das gleiche, dass man schon das Gefühl hat, eine gute Fantasygeschichte braucht sowas, braucht Elben und Zwerge und Orks und Fabelwesen und sonstwas, einfach weil man es nicht anders kennt.

      „Besonders bei High Fantasy gibt es diese extreme Schwarzweißmalerei.“
      Das ist allerdings auch wahr. Ich habe schon Geschichten gesehen, da hat der Bösewicht gar kein Motiv, sondern ist einfach nur böse, weil er böse ist. Der Held ist gut und darf ihn umbringen, umgekehrt ist es aber unverzeihlich. Woher das kommt, kann ich selbst nicht sagen.

      „Was ich immernoch als die schönste Variante empfinde. “
      Dann musst du wohl eher auf die Geschichten gestoßen sein, wo das auch funktioniert hat.

      „“Der Name des Windes” von Patrick Rothfuss (falls du es noch nicht kennst, empfehle ich es wärmstens)“
      Kenne ich nicht, schaue ich vielleicht mal rein. Momentan bin ich ja noch mit Game of Thrones beschäftigt.

      „Ihnen wird oft die Rolle des Hauptcharakters aufgezwungen und am Ende ist der Held irgendwie der uninteressanteste Charakter von allen.“
      Genau so funktioniert Vaan.

      „Und irgendwie hat sich dann ein Nebencharakter herauskristallisiert, der die Rolle das Unwissenden übernimmt. “
      Eigentlich schreibt auch nichts vor, dass derjenige unbedingt der Hauptcharakter sein muss. Ich schätze jeder macht das der Identifikation wegen. Eigentlich Unsinn, ich selbst kann mich in interessantere Charaktere viel besser hineinversetzen als in solche unwissenden Helden.

      Was ich mich auch frage, warum eigentlich der Lehrmeister sterben muss. Wenn der Held eh nur für die Erklärungen da ist, kann man ihn doch eigentlich loswerden, wenn man alles erklärt hat, also warum der Lehrer?

      „Darf man fragen welche Art Geschichten du schreibst? Fantasy ja offenbar nicht (mehr) oder habe ich das falsch verstanden?“
      Ich schreibe durchaus noch Fantasy, meine aktuelleren Ideen sind lediglich etwas weniger generische Masse. Ich versuche inzwischen, den Ahnungslosen und ähnliches zu umgehen und habe auch schon ein paar Wege gefunden. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich sie schon allein deshalb weniger als „echtes“ Fantasy wahrnehme.
      Ansonsten schreibe ich noch Thriller und ein paar Liebesromane.

      • Ama-ri sagt:

        „Es kam mir einfach so, es ist so oft das gleiche, dass man schon das Gefühl hat, eine gute Fantasygeschichte braucht so was, braucht Elben und Zwerge und Orks und Fabelwesen und sonst was, einfach weil man es nicht anders kennt.“

        Was ich persönlich ein wenig schade finde. Dabei gibt es doch auch andere Möglichkeiten. Einfach sich etwas neues auszudenken. Geschichten, die das schaffen gefallen mir schon allein deshalb besser. Normalerweise gehe ich Geschichten mit Elben/Zwergen/Orks erst mal aus dem Weg. Da lese ich dann doch lieber was ganz ohne mystische intelligente Lebewesen, bevor ich wieder Tolkien Abklatsch123 hab. In meinen Geschichten bediene ich mich bewusst möglichst wenig oder gar nicht solcher Vorgefertigten „Schablonen“, sondern versuche mir etwas Eigenes auszudenken. Gut, bei einer habe ich mich stark von Aberglaube und Vorurteilen inspirieren lassen, aber da hört es auch schon wieder auf.

        „Ich habe schon Geschichten gesehen, da hat der Bösewicht gar kein Motiv, sondern ist einfach nur böse, weil er böse ist.“

        Das kommt einfach viel zu Oft vor, auch in Anime. Das ist in der Regel einfach Faulheit seitens des Autors, der keine Lust hatte sich darüber Gedanken zu machen, warum der Bösewicht nun eigentlich zu dem Geworden ist, was er ist. Dann kommen immer wieder solche pseudo-Begründungen wie „er ist Machtgierig“ oder „er ist verrückt“ Dabei lassen sie meist gänzlich außer Acht, dass ein Charakter noch mehr Facetten als Erbarmungslosigkeit und Machtgier hat. Charakterzüge kommen schließlich nicht von irgendwo. Charaktere werden geprägt, von ihrem Umfeld, von ihrer Erziehung, von Persönlichkeiten, die sie inspirieren, von Pflichten, von Reichtum oder nicht Vorhandensein von Reichtum. Warum der Oberbösewicht nun die Welt zerstören/beherrschen will, wird viel zu selten gefragt. Und es wird viel zu oft versäumt, dass dieser Bösewicht auch andere Seiten hat. Vielleicht ist er zu bestimmten Personen nett oder hat andere positive Eigenschaften. Ich mag besonders die „bösen“, die mag gut verstehen, sich vielleicht sogar in sie hineinversetzen kann. Solche, bei denen man, wenn man die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen würde, vielleicht den „guten“ als „bösen“ sehen könnte und die Geschichte auch so rum funktionieren würde.

        Die, die dann zu faul sind sich so etwas auszudenken, kommen dann mit „dem bösen selbst“ oder dem „Urbösen“ etc. Ich muss zugeben, das hab ich auch gemacht. Mit 13. Die Geschichte war grauenhaft.

        „Momentan bin ich ja noch mit Game of Thrones beschäftigt.“

        Die Länge dieser Buchreihe hat mich immer ein wenig davon abgehalten es zu lesen. Naja, und die Tatsache, dass mich die Fernsehserie nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Aber irgendwann hole ich das wohl noch nach.

        „Was ich mich auch frage, warum eigentlich der Lehrmeister sterben muss. Wenn der Held eh nur für die Erklärungen da ist, kann man ihn doch eigentlich loswerden, wenn man alles erklärt hat, also warum der Lehrer?“

        Das erste, was mir dazu eingefallen ist, war „Eragon“. Aber da könnte man sowieso ein Klischeebingo spielen. Ich glaube der Tod des Lehrers wird oft als „Wendepunkt“ in der Entwicklung des Charakters genutzt. Plötzlich ist der Held auf sich allein gestellt, er hat keine Anleitung mehr und muss auf sich selbst aufpassen. Oftmals auch als Antrieb weiter zu machen. Ein „er hätte es so gewollt“ oder aus Rache. Die Rache könnte dann als Schwäche des Protagonisten dienen, die er bezwingen muss oder so. Und schon haben wir Fantasygeschichtenschablone 13.

        Warum der Lehrer? Frage ich mich gerade auch. Vermutlich weil so ein Lehrer meist älter sein muss, damit er genug Wissen hat um es weiter zu geben. Für die breite Masse ist ein alter Mann allerdings weniger attraktiv als Hauptcharakter, wie ein 15 Jähriger Jüngling. Denn alle, die die Geschichte lesen, waren mal 15 oder sind es, oder befinden sich in etwa in dem Alter. Nicht jeder war aber schon 30+ Ich denke das ist ein Aspekt. Ein zweiter ist denke ich auch, dass der Lehrer seltener Fehler macht. Er handelt besonnener und stürzt sich nicht sofort in gefährliche Situationen. Ein Grünschnäbliger Held hingegen ist eher bereit etwas Waghalsiges zu unternehmen. Er geht nicht so kalkuliert vor wie der Lehrer, der allein schon deshalb, weil er mehr Erfahrung hat, gar nicht erst wagen würde das ein oder andere zu unternehmen. Das macht die Geschichte vorhersehbarer und weniger dynamisch.
        Der Grund weshalb er nach getaner Arbeit sterben muss, lässt sich daraus dann erschließen: Er wäre der Waghalsigkeit des jungen Helden nur im Weg. Und womöglich hat der Autor nur so weit gedacht, dass er einen Erklärbär braucht. Der Lehrer hat seine Rolle erfüllt, für weiteres ist er nicht nütze. Und einfach nach Hause gehen darf er auch nicht. Weil sonst kommt der Held für Probleme vielleicht zurück um seinen Rat zu holen.

        Womit mir ein weiteres Fantasyklischee einfällt. „Der Auserwählte“. Sozusagen Helden auswählen für Faule. Fällt dem Autor kein Grund ein, warum der Protagonist seine Heldenreise beginnt? „Die Prophezeiung besagt [deshalb]“ Außerdem gibt es dem Protagonisten noch Konfliktpotential. Meist will er das dann auch gar nicht machen. Cool, oder? So wird ihm auch gleich die Entscheidungsfreiheit genommen. Wenn der Autor also zu dem Schluss kommt, dass das Böse nur so oder so besiegt werden kann bzw. er diese Variante cool und/oder neu findet, aber nicht weiß wie er den Protagonisten dazu bringen kann, genau das zu tun. Was macht man am besten? Schreib ne Prophezeiung!
        Schön finde ich allerdings, wie es in Star Wars gelöst wurde. Anakin, der auch „der Auserwählte“ war, hat gänzlich gegen die Erwartungen gehandelt und das mit fatalen Folgen. Wenn man so mit Klischees umgeht, gefällt mir das.

        „Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich sie schon allein deshalb weniger als “echtes” Fantasy wahrnehme.“

        Naja, was ist schon echte Fantasy? Für mich fällt da alles rein, was irgendwie von der Wirklichkeit abweicht. Sei es Magie/übernatürliche Fähigkeiten, Mystische Wesen, andere Welten. Selbst Science-Fiction ist für mich zum Teil im Grunde Fantasy. Zumindest die Weltraum Science-Fiction. Ich meine sobald da Aliens auftauchen, haben wir schließlich unsere mystischen Wesen. Oder der Weltraum ist ja auch eine „andere Welt“.

        Ist irgendetwas von deinen Geschichten veröffentlicht oder so weit veröffentlicht zu werden?

        • StarlinM00N sagt:

          „Das ist in der Regel einfach Faulheit seitens des Autors, der keine Lust hatte sich darüber Gedanken zu machen, warum der Bösewicht nun eigentlich zu dem Geworden ist, was er ist.“
          Was daran besonders schade ist: Sie kommen damit durch. Oft wird Fantasy von Kindern gelesen und Kinder hinterfragen zu wenig. Als Kind habe ich selbst noch gedacht, dass Bosheit ein legitimer Charakterzug ist. Das haben mir Geschichten quasi angelernt.

          „In meinen Geschichten bediene ich mich bewusst möglichst wenig oder gar nicht solcher Vorgefertigten “Schablonen”, sondern versuche mir etwas Eigenes auszudenken.“
          Das ist lobenswert, aber auch gefährlich. Wenn man absichtlich versucht, solche Schemata zu umgehen, landet man auch schnell in einem anderen. Und man übersieht oft das wesentliche, nämlich ob die Idee auch wirklich sinnvoll ist. Ich hatte oft gedacht, jetzt etwas völlig neues erschaffen zu haben, und kurz darauf (es dauert wirklich nie lang) fand ich eine Geschichte, die das schon hat. Dass das so schnell geht, ist kein Zufall. Sowas hat es immer schon gegeben, man hat es einfach nicht so stark beachtet, aber indem man jetzt selbst auf die Idee kam, legt man seinen Fokus darauf und nimmt es dann auch wahr.
          Wenn dann der einzige Zweck des Elements gewesen ist, dass es etwas Eigenes oder Neues gewesen ist, dann wird es durch sowas auf einmal wertlos. Man muss immer gleich hinterfragen, ob die neue Idee, die man gerade hatte, auch wirklich gut und wertvoll ist, erst dann hat man etwas geleistet. Wenn du das von dir behaupten kannst, kannst du stolz auf dich sein.

          „Solche, bei denen man, wenn man die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen würde, vielleicht den “guten” als “bösen” sehen könnte und die Geschichte auch so rum funktionieren würde.“
          Sowas mag ich auch. Deshalb sind auch die Antihelden so beliebt.

          „Die Länge dieser Buchreihe hat mich immer ein wenig davon abgehalten es zu lesen. Naja, und die Tatsache, dass mich die Fernsehserie nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Aber irgendwann hole ich das wohl noch nach.“
          Ich habs angefangen weil jeder und sein Hund die Reihe so hoch gelobt hat. Ich muss aber sagen, dass ich so starke Jubelrufe noch nicht nachvollziehen kann. Gut, wir haben hier schonmal nicht die üblichen Muster, das ist ein plus. Ich finde auch Perspektivenschilderung besser, als wenn man nur die Sicht eines einzelnen Hauptcharakters hat. Aber dafür zieht sich die Geschichte ganz schön hin. Oftmals kann ich in einem Satz zusammenfassen, was in einem Kapitel passiert. Manche Charakterstränge wirken einfach irrelevant, wenn ich schon Daenerys als Überschrift lese, will ich das am liebsten Überspringen. Aber vielleicht sind ja doch irgendwelche wichtigen Informationen drin und dann liest man das trotzdem, und dann folgen intensive Schilderungen davon, was gerade in ihren Intimbereichen passiert. Das ist dann so: „Hey, dort kämpfen gerade alle Parteien um den Thron, aber werfen wir doch mal einen Blick auf Daenerys‘ Sexleben.“

          „Das erste, was mir dazu eingefallen ist, war “Eragon”. Aber da könnte man sowieso ein Klischeebingo spielen.“
          Ohja…der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der Autor selbst 15 war, als er das geschrieben hat.
          Bezüglich diesem Absatzes wollte ich (heute) auch noch einen Artikel schreiben.

          “ Für die breite Masse ist ein alter Mann allerdings weniger attraktiv als Hauptcharakter, wie ein 15 Jähriger Jüngling.“
          Der arme. stirbt an den Bedürfnissen und Wünschen der breiten Masse.

          Da du auch das Alter mit ins Spiel bringst, kommt mir gerade die Idee, dass das auch ein Faktor sein könnte. Der alte Mann hat den Großteil seines Lebens schon hinter sich, seine Geschichte ist schon erzählt. Bei dem Jungen ist es leichter vorstellbar, dass seine Geschichte noch vor ihm liegt und er noch fantastische Abenteuer erleben wird.

          „Ein zweiter ist denke ich auch, dass der Lehrer seltener Fehler macht.“
          Das ist wahr. Aber eigentlich ist das auch etwas gutes. Wenn man die Wahl hat, einen erfahrenen und intelligenten Meister oder eben den Jüngling vor ein und dieselbe Aufgabe zu stellen, dann kommt man nicht umhin zu glauben, dass es interessanter wäre, den Jüngling zu verfolgen, eben weil er vermutlich mehr Probleme mit der Bewältigung haben wird.

          „Womit mir ein weiteres Fantasyklischee einfällt. “Der Auserwählte”.“
          Wobei das ein Problem ist, mit dem man sich ständig konfrontiert fühlt. Natürlich ist der Hauptcharakter etwas besonderes, wenn er es nicht wäre, könnte man keine Geschichte über ihn schreiben. Man fühlt sich geradezu genötigt, irgendwie zu rechtfertigen, warum denn gerade dieser – gewöhnliche, junge, unerfahrene – Charakter der Held der Geschichte sein muss. Und da kommt eine Prophezeihung oder besondere Kraft irgendwie gelegen.

          Ich habe auch noch eine Idee, wobei die nicht unbedingt an Fantasy gebunden ist, aber ich habe sie auch oft genug in solchen Geschichten gesehen: Der Bösewicht erklärt seinen Plan. Natürlich muss er das, es ist schließlich der Sinn und Zweck der ganzen Geschichte, dass dieser Plan vereitelt wird. Man kann den Plan also nie sehen, also muss man ihn erklärt bekommen, und der Fiesling ist meistens der einzige, der das kann. Und natürlich muss er das vorher machen, erstens stirbt er ja meistens und der Leser will ja mitfiebern können, also muss er ja vorher wissen, was auf dem Spiel steht.

          Fantasygeschichten involvieren auch sehr häufig eine Reise durch die Welt. Auch das ist logisch, man hat sich die Mühe gemacht, die Welt auszudenken, da will man auch möglichst viel von ihr zeigen können.

          An dieser Stelle möchte ich dir für deine Kommentare danken, die sind ein toller Beitrag zu meinem Artikel.

          „Selbst Science-Fiction ist für mich zum Teil im Grunde Fantasy. Zumindest die Weltraum Science-Fiction.“
          Für mich auch. Ich hatte mal eine Unterhaltung, in der jemand behauptete, dass das doch das gleiche sei. Ich widersprach und er fragte, worin denn der Unterschied läge. Ich war ratlos.
          Die Hausmittelerklärung ist, ja, Fantasy spielt im Mittelalter und Science-Fiction in der Zukunft. Dabei habe ich in Fantasygeschichten bisher mehr Maschinen und Roboter gesehen, als irgendwo sonst. Der einzige Unterschied ist, in Fantasy laufen sie mit Magie und in Sci-Fi mit Treibstoff, und das ist eigentlich vernachlässigbar.

          „Ist irgendetwas von deinen Geschichten veröffentlicht oder so weit veröffentlicht zu werden?“
          Ich habe diese erste Geschichte, die noch nach der Klischeeschablone läuft, fast so weit, dass ich sie veröffentlichen könnte. Nur ist sowas ein ganz wichtiger Schritt und ich will nicht unbedingt den Grundstein für meine Autorenkarriere mit etwas legen, von dem ich selbst nicht mehr 100% überzeugt bin. Ich will mich auch noch nicht in das Geschäft werfen, solange ich noch keine anständige Lebensgrundlage habe.

          Ich hab aber vor, hier auf meinem Blog vielleicht das ein oder andere Projekt zu veröffentlichen, aber das ist schwierig…was ich einmal hier anbringe, kann man nicht mehr verkaufen und ich fürchte auch irgendwie immer, jemand könnte mir meine Ideen stehlen. Ich bin da mit der Rechtsgrundlage nicht ganz vertraut.
          Ich hatte aber dennoch vor, einige Ideen, die ich ohnehin kaum konventionell veröffentlichen kann, hier hochzubringen oder einfach ein paar davon für diesen Zweck zu opfern. Ist ja auch besser, man hat mal schon ein wenig Feedback im Voraus, als wenn man sich so ins Feuer wirft. Ein paar Sachen habe ich schon ausgewählt, am ehesten wird es von mir geschriebene Geschichten also auf meinem Blog geben.

  2. Petschko sagt:

    Naja nach FFX wurden die Spiele der Final Fantasy-Reihe eig. nur noch schlechter^^ Zumindest die Story(s).

    • StarlinM00N sagt:

      Lustigerweise ist die Story noch das geringste Problem. FFXI hab ich nicht gespielt, du hast ja vielleicht gesehen was ich von MMOs halte, also kann ich dazu nichts sagen. FFXII war noch ganz in Ordnung, storywise sogar eigentlich ganz gut, aber FFX hat das, was es gemacht hat eben auch richtig gut in Szene gesetzt. Wo Teil 12 oft (auch zurecht) kritisiert wird, ist das Gameplay, da sämtliche Techniken eigentlich vollkommen nutzlos sind und man mit seinen Auto-Angriffen fast immer am besten fährt. Aber es gab Riesen-Umfang und viele Sidequests.
      FFXIII kenne ich auch nur teilweise, aber das krankte dann an einer etwas undurchsichtigen Story, vor allem aber war es beleidigend kurz und linear. Auf jeden Fall war Teil 10 der Höhepunkt der Serie gewesen. Eigentlich schade drum, aber zugegeben, es hat lange durchgehalten. Die meisten Spieleserien fallen nach dem dritten Teil schon ab.

  3. Ama-ri sagt:

    „Als Kind habe ich selbst noch gedacht, dass Bosheit ein legitimer Charakterzug ist. Das haben mir Geschichten quasi angelernt. “

    Es sind nichtmal nur die Fantasygeschichten, bei denen das der Fall ist. Unter anderem kommt es auch von Märchen. Ich meine da gibt es dann die böse Stiefmutter/schwester oder die böse Hexe.

    „Ich habs angefangen weil jeder und sein Hund die Reihe so hoch gelobt hat.“

    Ohja. Eine meiner Freunde liebt dieses Buch bzw die Reihe ohnegleichen und Lobt es in den Himmel. Daraufhin hatte ich ja dann die Serie gesehen und war dann erstmal demotiviert. Besonders da ich ja auf Charaktere großen Wert lege. Ich bevorzuge ja generische Geschichten mit tollen Charakteren, die interessant und dynamisch sind gegenüber epischen Geschichten, in denen Charaktere nur Mittel zum Zweck sind. Das Gefühl hatte ich nämlich bei Game of Thrones. Sie meinte jedoch, dass es im Buch besser ist, deshalb werd ich irgendwann mal reinlesen. Aber besonders hoch auf meiner Prioritätenliste ist es nicht. Ich habe hier einen noch zu hohen Stapel an Büchern, die mich momentan mehr interessieren.

    „der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der Autor selbst 15 war, als er das geschrieben hat.“

    Das ist richtig. Und dafür finde ich das Buch beachtlich. Man merkt auch, wie sehr sich Paolini in den späteren Bänden weiterentwickelt. Also Erzähl- und Schreibtechnisch. Allein der Sprung zwischen Band 1 und 2 ist enorm wie ich finde. Als nächstes müsste er jetzt nur ein Buch schreiben, das nicht so ein Klischeefest ist.

    „Der arme. stirbt an den Bedürfnissen und Wünschen der breiten Masse.“

    Naja, Bücher auf dem Markt wollen sich auch verkaufen. Wer die breite Masse anspricht, verdient auch mehr. Die wenigsten Autoren können ja auch von ihrer Autorentätigkeit leben. Aber ich denke mal, das weißt du, wenn du über Veröffentlichungen nachdenkst.

    „Der alte Mann hat den Großteil seines Lebens schon hinter sich, seine Geschichte ist schon erzählt. “

    Ja, das auch. Seine Erfahrungen hat er ja auch nicht von irgendwo. Oft haben diese Lehrer ja auch von ihren vergangen Abenteuern irgendwelche überbleibsel wie Narben oder andere Verstümmelungen mitgenommen. Und wären dadurch vielleicht nichtmal in der Lage die Rolle des Helden zu übernehmen.
    Und würde man dann seine Geschichte erzählen, wäre er schließlich auch wieder der Blauäugige Jüngling.

    „Man fühlt sich geradezu genötigt, irgendwie zu rechtfertigen, warum denn gerade dieser – gewöhnliche, junge, unerfahrene – Charakter der Held der Geschichte sein muss. “

    Müsste man aber meiner Meinung nach nicht. Die Tatsache, dass der Held zum Schluss die Welt oder ähnliches rettet rechtfertigt meiner Meinung nach schon ihn als Protagonisten zu wählen. Man erzählt ja schließlich keine Geschichten über irgendwen, sondern nur über Personen und Ereignisse, die es sich zu erzählen lohnt. Ich finde da braucht es keine Prophezeiung oder außergewöhnliche Kraft um das zu rechtfertigen.

    „Der Bösewicht erklärt seinen Plan.“

    Ohja, ja….plötzlich habe ich wieder die ganzen Shounen und Magical Girl anime vor Augen in denen lang und breit erstmal erklärt wird, was der Bösewicht vorhat. Und alle hören brav zu.
    Aber richtig, der Plan muss irgendwie erklärt werden. Schön finde ich es, wenn die Protagonisten den Plan irgendwie selbst herausfinden oder es irgendwie schön eingebunden ist. Oft fallen Autoren aber in die Falle, dass es total deplatziert und erzwungen wirkt. Das richtig zu lösen hängt aber denke ich von der Geschichte und vom Bösewicht selbst ab.

    „Die Hausmittelerklärung ist, ja, Fantasy spielt im Mittelalter und Science-Fiction in der Zukunft. “

    Im Grunde, ja. Aber sobald dann Urban Fantasy oder Steampunk zur Sprache kommen, kommt man mit der Erklärung auch nicht weiter. Ich denke Mal einer der Gründe, warum Fantasy meist im Mittelalter oder in einer Mittelalterhaften Zeit angesiedelt ist, ist vielleicht die Tatsache, dass technische Entwicklung aufgrund der Magie oft unnötig ist. Da ist natürlich die Frage, warum sich die normalen Menschen meist einfach damit abfinden und nicht versuchen sich anderweitig das Leben zu erleichtern.

    Was mich zu einem weiteren Punkt bringt, der besonders in den Magielastigen Geschichten auffällt: Die Konsequenzlosigkeit der Magie. In so vielen Geschichten sind die einzigen Konsequenzen, wenn überhaupt, Erschöpfung und die Tatsache, dass sie viel kaputt machen kann. Magie wird meistens sehr glorifiziert in dem, was sie kann. Und völlig Fleckenlos. Ich finde es viel interessanter, wenn Magie eben nicht alles kann oder fatale Folgen für den Anwender haben kann, die nicht nur mal erwähnt werden, sondern eine allzeit präsente Gefahr sind.

    “ ich will nicht unbedingt den Grundstein für meine Autorenkarriere mit etwas legen, von dem ich selbst nicht mehr 100% überzeugt bin.“

    Das kann ich gut nachvollziehen.

    “ und ich fürchte auch irgendwie immer, jemand könnte mir meine Ideen stehlen. “

    Das kenne ich auch nur zu gut. Einerseits will ich aller Welt erzählen, welche tollen Ideen ich habe, andererseits ist immer die Befürchtung da, dass da jemand von dir abguckt. Darum schneide ich höchstens immer grob an, behalte die guten Ideen aber immer für mich. Nicht mal meine engsten Freunde bekommen sie zu lesen.
    Allerdings, wenn du etwas für die Öffentlichkeit zugänglich machst, gehört es immernoch dir. Da muss man nichtmal was dazuschreiben (copyright blablabla). Sobald du etwas nur denkst, ist es dein Geistiges Eigentum. Und alles, was du im Internet veröffentlichst und aus deiner eigenen Feder stammt darf ohne deine Zustimmung auch nicht wiederverwertet werden. Schon gar nicht komerziell. Ich dürfte zum Beispiel auch deinen Kommentar oder diesen Artikel hier nicht klauen und als meinen ausgeben, nur weil er im Internet öffentlich zugänglich ist.
    Das heißt, jeden der von dir stielt, kannst du verklagen, so lange du bezeugen kannst, dass die Idee ursprünglich von dir stammt.
    Natürlich muss man auch erstmal mitbekommen, dass man beklaut wurde.

    „Ein paar Sachen habe ich schon ausgewählt, am ehesten wird es von mir geschriebene Geschichten also auf meinem Blog geben.“

    Dann bin ich darauf mal gespannt und werde hier öfters vorbeigucken x)

    • StarlinM00N sagt:

      „Naja, Bücher auf dem Markt wollen sich auch verkaufen. Wer die breite Masse anspricht, verdient auch mehr. Die wenigsten Autoren können ja auch von ihrer Autorentätigkeit leben. Aber ich denke mal, das weißt du, wenn du über Veröffentlichungen nachdenkst.“
      Ja, das bekomme ich ziemlich oft zu hören. Die Reaktionen, wenn ich sage dass ich als Autorin tätig bin sind immer entweder „wow, das ist ja wirklich erstaunlich!“ oder „Äh…du weißt schon, dass das kein richtiger Beruf ist, oder?“
      Aber das ist verdammt Schade. Da kann man eine richtig tolle Geschichte erfunden haben und einem selber bringt sie so gut wie nichts…Das ist einfach traurig.

      „Das Gefühl hatte ich nämlich bei Game of Thrones.“
      Ich kann zur Serie nichts sagen, aber ein wenig passt die Beschreibung schon, obwohl sie sicher im Buch zweifelsohne mehr charakterisiert sind.

      „Müsste man aber meiner Meinung nach nicht.“
      Ist auch eigentlich so.

      „Magie wird meistens sehr glorifiziert in dem, was sie kann. Und völlig Fleckenlos.“
      Deswegen finde ich es auch wichtig, anfangs einmal zu definieren, was Magie überhaupt ist, was es kann und vor allem, wo ihre Grenzen liegen. Auch negative Seiten gehören da dazu. Wenn man sowas nicht macht, läuft man auch Gefahr, es als Allheilmittel zu gebrauchen. „Ich habe rein zufällig einen Zauberspruch parat, der das Problem löst“ und sowas.

      „Dann bin ich darauf mal gespannt und werde hier öfters vorbeigucken x)“
      Yay~ Ich freue mich immer über neue Leser/Kommentatoren.

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